HSG Rodgau holt 30:30 beim Longericher SC – einige Hundertprozentige verworfen
Stand: 30.08.2026, 16:13 Uhr
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Die HSG Rodgau Nieder-Roden startet mit einem Unentschieden beim Dritten der Vorsaison in die 3. Liga Süd-West. Torjäger Sam Hoddersen trifft 14-mal, doch in doppelter Überzahl vergeben die Rodgauer klare Chancen.
Rodgau – Die Handballer der HSG Rodgau Nieder-Roden sind in der 3. Liga Süd-West mit einem überraschenden Unentschieden in die Saison gestartet. Beim Longericher SC holte das Team von Trainer Christian Sommer ein 30:30 (18:16).
„Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir hier einen Punkt holen, dann hätte ich das unterschrieben“, sagte Sommer nach dem Remis beim Dritten der vergangenen Spielzeit. „Vom Spielverlauf her war sogar mehr möglich, in der Schlussphase hätte es in beide Richtungen gehen können. Wir hatten eine sehr agile, sehr gute Abwehr. Da können wir darauf aufbauen, das war ein guter Einstieg in die Saison“, zog Sommer insgesamt ein positives Fazit des Auftakts. „Auch wenn uns ein bisschen mehr Kaltschnäuzigkeit gut getan hätte, wir haben vier, fünf Hundertprozentige verworfen, gerade in einer Phase, in der wir in doppelter Überzahl waren.“
Florian Stenger erzielt erstes HSG-Saisontor
Kapitän Florian Stenger erzielte das erste Rodgauer Saisontor, die „Baggerseepiraten“ lagen meist vorne. Zwischenzeitlich zog die HSG bis auf fünf Tore davon (11:6, 15. Minute). Der 16-jährige Youngster Luca Möller erzielte drei seiner vier Tore in der Anfangsphase. Vor allem Torjäger Sam Hoddersen war auf Rodgauer Seite wieder einmal kaum zu stoppen, seine 14 Treffer verteilte er gleichmäßig auf beide Spielhälften. Nach dem 11:6 für Rodgau nahmen die Gastgeber eine Auszeit. „Danach haben wir zwei Hundertprozentige verworfen. Wir hätten uns auch ein größeres Polster aufbauen können“, berichtete Sommer. Gegen Ende der ersten Hälfte kam Köln wieder bis auf ein Tor heran, mit einer Rodgauer 18:16-Führung ging es schließlich in die Pause.
Hoepffner wehrt den letzten Wurf ab
In der zweiten Hälfte war der Spielverlauf weiter eng, meist lagen die Rodgauer knapp in Führung. „Da haben wir gute Lösungen vorne finden können, sind gut in die Tiefe gegangen“, meinte Sommer. Die Rodgauer lagen mehrfach zwei Tore vorne. Hoddersen brachte Rodgau in der 57. Minute mit einem verwandelten Siebenmeter mit 30:29 in Führung. Wenige Sekunden später glichen die Gastgeber aus. Danach fiel kein Tor mehr. Jonas Markert und Nils Haus kamen auf Rodgauer Seite noch zum Abschluss. Der letzte Angriff gehörte den Kölnern. Philipp Hoepffner, der Ende der ersten Hälfte für Frederic Becker ins Tor der Rodgauer gekommen war, hielt den letzten Ball.
Punktgewinn bringt Selbstvertrauen
„So können wir sagen, dass wir etwas Zählbares mit nach Hause gebracht haben. Vor einem halben Jahr haben wir gegen die noch mit zwölf Toren Unterschied verloren. Der Punktgewinn gibt unserer jungen Mannschaft Selbstvertrauen“, meinte Sommer nach dem Remis gegen den Longericher SC, der in der vergangenen Woche in der ersten Runde des DHB-Pokals den Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen besiegt hatte. So gab es ein Lob des HSG-Trainers an das gesamte Team: „Die Körpersprache, der Wille, der Ehrgeiz – das war der Maßstab, den wir setzen müssen, um in dieser Liga bestehen zu können“, meinte Trainer Sommer.
Erste Auswärtspunkte seit dem 10. Januar
Für die Rodgauer war es der erste Punktgewinn in einem Drittliga-Auswärtsspiel seit dem 36:33-Sieg am 10. Januar bei der TSG Haßloch. Ihr erstes Heimspiel bestreitet die HSG am Samstag gegen den Topfavoriten HG Saarlouis. Da wird die Mannschaft wohl auf Sören Müller verzichten müssen, der sich in der Anfangsphase des Auftaktspiels eine Oberschenkelzerrung zuzog.
Zeitstrafen: 6:1 - 7m: 1/1 - 4/4
HSG Rodgau Nieder-Roden: Becker, Hoepffner, Bludau; Wucherpfennig (2), Kraus, Wunderlich, Haus (2), Stenger (1), Georgi, Weiland (2), Markert, Müller, Hoddersen (14/4), Brandt (5), Möller (4), Klein