Nutella-Berliner locken Massen in die Dolomiten: Ein unerwarteter Ansturm
Publiziert15. August 2026, 11:48
Nutella-BerlinerHunderte stürmen die Dolomiten – aber nicht wegen der Aussicht
Im Rifugio Friedrich August am Col Rodella gibts in den vergangenen Tagen einen regelrechten Ansturm. Nicht wegen der wunderschönen Aussicht, sondern wegen eines Berliners, gefüllt mit Nutella oder Creme.

Ein mit Creme gefüllter Berliner ist in den Dolomiten zum Ziel zahlreicher Ausflügler geworden. Vor dem Rifugio Friedrich August am Col Rodella bildeten sich in den vergangenen Tagen lange Schlangen. Hunderte Menschen wollen die Süssspeise unbedingt verkosten – weil zuvor Bilder und Videos in den sozialen Medien viral gegangen sind.
Nebst den viralen Videos haben auch die Betreiber der Hütte in den vergangenen Jahren die Berliner verstärkt in den sozialen Medien beworben und zu einem zentralen Bestandteil ihres Angebots gemacht, wie der «Corriere Alto Adige» berichtet. Das Gebäck hat sich somit zu einem Markenzeichen der Berghütte entwickelt, die auf 2300 Metern Höhe zwischen dem Col Rodella und dem Sellajoch liegt. Die Krapfen sind mit Creme gefüllt und mit Puderzucker bestäubt.
Die Berghütte liegt auf rund 2300 Metern Höhe am Fusse des Langkofels. Am Morgen werden dort zahlreiche Berliner auf einer langen Holztheke ausgelegt. Manche Wanderer kommen extra früh zur Hütte, andere legen auf ihrer Wanderung einen Umweg ein, um eine der beliebten Köstlichkeiten zu ergattern.
«Sie machen die Berge kaputt»
Ein Instagram-User hat ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie die Menschen in einer riesigen Warteschlange stehen. Dazu schreibt er: «Ich dachte zuerst, es ist Künstliche Intelligenz. Aber es handelt sich um eine reale Menschenmenge.»
Wie beeinflussen Social Media deine Reise- und Essensentscheidungen?
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Überhaupt nicht, ich meide solche Hypes bewusst.
Ich nutze Social Media nicht für solche Inspirationen.
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Unter dem Video, das in zwei Tagen bereits über eine Million Aufrufe erreicht hat, finden sich zahlreiche negative Kommentare. Ein User schreibt etwa, dass die Menschen so «die Berge kaputt machen». Ein anderer meint, solch einen Andrang in den Dolomiten hätten die Sozialen Medien und die besch******* Influencer angerichtet. «Reiseveranstalter haben dafür gesorgt, dass im Sommer wie im Winter Millionen von Idioten hierherkommen», so ein weiterer Kommentar.
Wer selbst probieren will, bezahlt vier Euro für einen Krapfen mit Creme oder Nutella. Und muss zumindest zu den besonders beliebten Zeiten mit einer längeren Wartezeit rechnen.
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Florian Osterwalder (fos) arbeitet seit 2021 für 20 Minuten und ist stellvertretender Co-Leiter des Newsdesks.
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