„Dass man immer alles schlechtreden muss“: Kroatien-Urlauberin löst Diskussionen um Campingplatz in Bayern aus


Stand: 31.08.2026, 21:08 Uhr

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Über ihren Stopp am Chiemsee auf der Fahrt nach Kroatien berichtet eine Urlauberin. Das löst eine hitzige Debatte über Preise auf Campingplätzen aus.

München – Auf der Durchreise mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil einen geeigneten Übernachtungsplatz zu finden, ist nicht immer leicht. Praktische Stopps auf den klassischen Urlaubsrouten in den Süden sind bei vielen Reisenden gefragt. Ein Bayern-Tipp am Chiemsee schlug in der Facebook-Gruppe „Camping in Deutschland“ (mehr als 73.500 Mitglieder, Stand: 31. August 2026) hohe Wellen.

Urlauber vor einem Wohnanhänger packen aus.

Der Chiemsee in Bayern ist für viele Urlauber nur ein Zwischenstopp in den Süden (Symbolfoto). Plätze für eine Nacht sind gefragt. © Kirsten Neumann/dpa

In ihrem Beitrag empfahl eine Frau einen Zwischenstopp auf einem Campingplatz am Chiemsee. Sie mache dort mit ihrer Begleitung sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise regelmäßig Station. „Liegt direkt an der Autobahn, somit echt praktisch“, schrieb die Kroatien-Urlauberin in ihrem Post. „Alles sehr locker, kein Abkoppeln, stehen in Reihe.“ Den Platz habe sie ein halbes Jahr im Voraus reserviert, eine kurzfristige Anfrage per Telefon sei aber ebenfalls möglich. Der Preis beträgt 52 Euro pro Nacht, Strom, Sanitäranlagen und Duschen sind darin enthalten. Zudem seien Hunde willkommen. „Für die Durchreise super“, lobte sie. Der Post wirkt authentisch.

„Was für ein Preis“ – Chiemsee-Camping-Tipp von Kroatien-Urlauberin löst Preisdebatte aus

Allerdings schien der Preis von 52 Euro für einen Stopp auf dem Campingplatz ein besonders sensibles Thema zu sein. In den Kommentaren ließen sich Nutzerinnen und Nutzer gleich darüber aus. „52 Euro für einen Parkplatz mit Sanitärcontainer??? Da stehen wir lieber auf nem Rastplatz bei den LKWs“, schrieb eine Nutzerin. Eine weitere äußerte sich in dieselbe Richtung: „Was für ein Preis. Dafür bekomme ich schon ein Hotelzimmer.“ In einem einzelnen Kommentaren war sogar von „Abzocke“ die Rede.

Daneben gab es aber auch sachlichere Einschätzungen. „Am Chiemsee gibt‘s in der Hauptsaison nix günstiger. Die meisten haben sogar mindestens Übernachtungen von drei Nächten auf der Homepage. Die wollen keine Transitplätze sein“, erklärte eine Nutzerin. Andere Nutzer nannten günstigere Alternativen für eine Übernachtung – etwa in Nürnberg, Salzburg oder Sterzing. Auch ein weiterer Campingplatz am Chiemsee wurde als mögliche Option ins Spiel gebracht.

Camping in Bayern ist in den vergangenen Jahren spürbar teurer geworden. Betreiber verweisen dabei auf gestiegene Energie-, Personal- und Pachtkosten. Wer zum Vergleich am Tegernsee, Walchensee oder im Allgäu campen möchte, zahlt je nach Saison und Ausstattung oft ähnliche oder sogar höhere Preise – echte Schnäppchen sind an bayerischen Alpenseen in der Hauptsaison mittlerweile die Ausnahme. Nach Extremfällen von „Wildcamping“ arbeitet Schliersee an einem Konzept für Wohnmobile. Die Preise für Basis-Stellplätze sollen dann dort bei etwa zwölf Euro pro 24 Stunden liegen.

Urlauberin kann Kritik nicht verstehen: „Dass man immer alles schlecht und doof reden muss“

Ein Nutzer, der den Platz am Chiemsee nach eigenen Angaben bereits kennt, beschrieb seine Erfahrungen so: „Ist aber eher Parkplatz mit Sanicontainer und der Imbiss ist hauptsächlich TK Pizza (die Ofenfrische). Praktisch ist angehängt stehen und kommen und gehen wann man will. Man darf aber wirklich nichts erwarten.“

Auf die negativen Reaktionen schien die Verfasserin des Posts vorbereitet zu sein. Sie fügte ihrem Beitrag hinzu: „Wem es zu teuer oder zu doof ist, fährt halt nicht hin, dass man immer alles schlecht und doof reden muss.“

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Urlaubskosten sind ein Dauerthema, das regelmäßig für Diskussionen sorgt – auch und gerade in der Camping-Community. Gerade in Kroatien haben die Preise angezogen, doch im Vergleich zum bayerischen Urlaubsparadies Chiemsee sieht es ganz anders aus. Indes gab es mitten in der Sommersaison 2026 für ein Unternehmen aus München schlechte Nachrichten: Die Campervermietung Vanever meldete Insolvenz an. Für viele Urlauber ein harter Schlag. (Quelle: Facebook, Merkur.de) (ml)