Immer wache Assistenten: OpenAI startet Dots - Golem.de


OpenAI hat beim Devday 2026 mit Dots ein KI-Produkt präsentiert, das den Arbeitsalltag grundlegend verändern könnte.

Dots sind immerwährend arbeitende KI-Agenten. (Bild: OpenAI)

Dots sind immerwährend arbeitende KI-Agenten. Bild: OpenAI

OpenAI stellt Dots vor(öffnet im neuen Fenster): dauerhaft aktive Agenten, die Aufgaben eigenständig erledigen und mit Nutzern kommunizieren. Sie arbeiten auf eigenen Cloud-Computern, nutzen Plug-ins zur App-Anbindung und lernen aus Feedback. Damit vollzieht das Unternehmen einen weiteren Schritt hin zu autonomeren KI-Systemen in täglichen Softwareabläufen. Zunächst sind Dots nur in den USA verfügbar.

Jeder Dot arbeitet auf einem eigenen Cloud-Rechner mit Webbrowser. Er kann recherchieren, Daten analysieren, Dokumente erstellen oder Code schreiben. Das zugrundeliegende Modell ist GPT-6 Astra. Zugreifen lässt sich über ChatGPT, Slack und Microsoft Teams. Wenn der Dot nicht mit einer aktiven Aufgabe beschäftigt ist, schaltet er auf Nur-Lese-Betrieb und sucht nach neuen Arbeiten.

OpenAI positioniert das Produkt als Wendepunkt von der Ausführung einzelner Tasks hin zur dauerhaften Zusammenarbeit mit einem digitalen Kollegen. Jeder Dot trägt einen Namen und wird durch einen Avatar symbolisiert . Die Desktop-Oberfläche ist in zwei Fenster unterteilt: einen Chat-Bereich und ein Live-Fenster, das zeigt was der Dot gerade tut. Einen Klick auf "Übernehmen" genügt, um die Kontrolle zurückzugewinnen.

Bei der Veranstaltung wurde in Livedemos gezeigt, wie ein Dot einen gemeldeten Bug in Slack bis hin zu einem funktionierenden neuen Build verfolgte. In einem weiteren Test erkannte ein Dot eine vergessene Rechnung, bereitete diese vor und sendete sie nach Freigabe auf den Weg. Ziel ist es, künftig ganze Teams aus Dots arbeiten zu lassen, die sich gegenseitig unterstützen. Pro User gibt es zum Start jedoch lediglich einen einzelnen Dot.

Eigenen Regeln, eigene Grenzen

Nutzer definieren eigene Regeln für den Dot und legen fest, was autonom geschehen darf und was eine Freigabe erfordert. OpenAI räumte ein, dass Dots Fehler machen könnten, und empfiehlt, Ergebnisse mit weitreichenden Folgen kritisch zu prüfen. Ein Monitoringsystem kann den Betrieb bei Sicherheitsbedenken anhalten oder stoppen.

Kosten, Verfügbarkeit und Datenschutz

Konversationen mit dem Agenten werden nicht auf die Nutzungslimits bezogen. Von Dots initiierte Tasks in Codex oder ChatGPT Work werden aber wie gewohnt abgerechnet. Wer zusätzliche Dots für sich arbeiten lassen will, wird später vermutlich mehr zahlen müssen.

Europäische Nutzer bekommen das Produkt zum Start nicht zu sehen. Das gilt auch für die Schweiz und Großbritannien. Nur Business Premium Kunden in diesen Regionen erhalten Zugang. Ob die normalen Abonnenten Dots später nutzen können, ist nicht bekannt. Nutzer normaler Abos können selbst entscheiden, ob ihre Konversationen zur Verbesserung der Modelle herangezogen werden dürfen. Bei den anderen Abos ist dies von vornherein ausgeschlossen.

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