ING erhöht Tagesgeld-Zinsen – das müssen Sparer beim Angebot beachten

Die ING hat die Tagesgeld-Zinsen um 0,3 Prozentpunkte erhöht.© Getty Images | Pixelbizz
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Die ING hebt die Tagesgeld-Zinsen für neue Kundinnen und Kunden an. Statt 3,2 Prozent gibt es jetzt 3,5 Prozent p. a. auf das sogenannte Extra-Konto. Die Zinsbindung ist weiterhin auf vier Monate beschränkt.
Das ist allerdings nicht das einzige Zinsangebot der Direktbank. Wer zusätzlich ein Girokonto eröffnet, erhält bei gleicher Zinsgarantie einen höheren Zinssatz von 3,75 Prozent p. a. aufs Tagesgeld. Auf einige Details sollten Sparerinnen und Sparer dabei allerdings achten.
>> Wichtige Zinsänderungen bekannter Banken für Tagesgeld und Festgeld finden Sie tagesaktuell im Spar-Ticker. <<
Das Tagesgeld-Angebot der ING auf einen Blick:
- Zinssatz Neukunden: bis zu 3,75 Prozent p. a. für vier Monate
- Basiszinssatz: 0,75 Prozent p. a.
- Maximalbetrag für Aktionszinssatz: 250.000 Euro
- Zinsauszahlung: jährlich
- Einlagensicherung: 100.000 Euro je Kunde (Deutschland)
- Besonderheiten: Eröffnung eines Girokontos erforderlich, ansonsten 3,5 Prozent p. a. für vier Monate
>> Aktion der ING* hier checken
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Tagesgeld-Angebote Wo platziert sich die ING mit ihren Zinsen?
Bei den Aktionszinsen gehört das Tagesgeldkonto der ING* mit bis zu 3,75 Prozent p. a. aktuell zu den besseren Angeboten. Es gibt aber noch einige Banken, die mehr bieten. Ganz vorn im Tagesgeld-Vergleich liegt Revolut* mit bis zu 4,25 Prozent p. a. für vier Monate. Auch hier ist allerdings die Eröffnung und sogar Nutzung eines Girokontos erforderlich. Mehr dazu im Check des Angebots.
Auf Platz zwei folgt die Advanzia mit 4,18 Prozent p. a. für drei Monate. Bei der Direktbank gilt allerdings eine Mindesteinlage von 5000 Euro. Ebenfalls hohe Aktionszinsen bieten die Bigbank* (4,15 Prozent p. a. für vier Monate) und die Crédit Agricole* (4,1 Prozent p. a. für vier Monate). Allerdings müssen Sparerinnen und Sparer bei allen drei Angeboten die Erträge über die Anlage KAP der Steuererklärung versteuern, weil die Banken Zinsen brutto auszahlen. Tipps dazu gibt ein Steuerexperte.
Wer es einfacher haben will, erhält etwa bei Chase* 4,0 Prozent p. a. für vier Monate. Und auch die 3,75 Prozent p. a. für sechs Monate der VW Bank* gibt es ohne Girokontozwang oder Steuerbesonderheiten.
Tagesgeld-Rechner: Zinsen der ING im Vergleich
Das sogenannte Extra-Konto der ING und weitere Angebote finden Sie auch im Tagesgeld-Rechner unten. Hier lassen sich aktuelle Tagesgeldaktionen nach Kriterien wie Zinssatz, geplanter Anlagedauer und Anlagesumme durchsuchen. Mehr Informationen zu den Angeboten bietet der Tagesgeld-Vergleich.
ING-Tagesgeld: 3,75 Prozent Zinsen nur unter einer Bedingung
Das Angebot der ING* richtet sich nur an Personen, die in den vergangenen zwölf Monaten nicht Kundin oder Kunde der Direktbank waren. Der Aktionszins gilt für Einlagen bis 250.000 Euro. Für jeden Euro darüber hinaus greift der variable Bestandskunden-Zinssatz, der aktuell 0,75 Prozent p. a. beträgt. Dieser gilt auch nach Ablauf der viermonatigen Zinsbindung.
Um die 3,75 Prozent p. a. für vier Monate zu erhalten, müssen Kundinnen und Kunden außerdem ein Girokonto eröffnen. Dieses ist für Personen unter 28 Jahren oder ab einem monatlichen Geldeingang von 1000 Euro kostenlos. Andernfalls werden 4,90 Euro pro Monat fällig. Laut ING genügt die Eröffnung des Girokontos*, das Tagesgeldkonto mit den Aktionskonditionen wird dann automatisch eingerichtet. Wer sich nur für ein ING-Tagesgeld* entscheidet, erhält 3,5 Prozent p. a. für vier Monate.

Wer bei der ING nur ein Tagesgeldkonto eröffnet, erhält niedrigere Zinsen.© Getty Images/iStockphoto | AndreyPopov
Wichtig zu wissen: Wer mehrere Girokonten gleichzeitig unterhält, muss unter Umständen mit Auswirkungen auf den eigenen Schufa-Score rechnen. Eine Rolle können dabei insbesondere eingeräumte Dispositionskredite und die damit verbundenen Kreditrahmen spielen. Wie die Schufa die Bonität einer Person bewertet, hängt allerdings von zahlreichen weiteren Merkmalen ab – die Anzahl der Girokonten allein ist daher nicht ausschlaggebend.
Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren persönlichen Schufa-Basisscore kostenlos über Bonify* einsehen. Dort erhalten sie zudem Hinweise darauf, welche Faktoren ihre Bonität beeinflussen können. Tagesgeldkonten gelten in diesem Zusammenhang grundsätzlich als unproblematisch: Da sie ausschließlich auf Guthabenbasis geführt werden und keinen Kreditrahmen bieten, wirken sie sich üblicherweise nicht auf den Schufa-Score aus.
ING-Tagesgeldkonto: Deutsche Einlagensicherung gilt
Guthaben bei der ING sind im Rahmen der gesetzlichen Einlagensicherung bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Kundin oder Kunde abgesichert. Zwar gehört das Institut zum niederländischen ING-Konzern, das deutsche Bankgeschäft wird jedoch von der ING-DiBa AG mit Sitz in Frankfurt am Main betrieben. Sie ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken und unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland gilt als besonders sicher, weil hinter ihr der finanzstarke deutsche Staat steht. Weitere Angebote, die unter den deutschen Schutzschirm fallen, finden Sie im Artikel „Tagesgeld mit deutscher Einlagensicherung“. Details zum Sicherungssystem erklärt der Ratgeber „So sicher sind Tagesgeld und Festgeld“.

Beim Tagesgeld lohnt sich ein genauer Vergleich der Angebote.© Getty Images | Milan Markovic
Fazit: ING-Tagesgeld kann sich lohnen
Die ING* bietet mit bis zu 3,75 Prozent p. a. einen der besseren Zinssätze in unserem Tagesgeld-Vergleich. Die Zinsgarantie von vier Monaten bewegt sich im marktüblichen Rahmen. Ein weiterer Pluspunkt ist die deutsche Einlagensicherung. Voraussetzung für das Angebot ist allerdings die Eröffnung eines Girokontos – eine Bedingung, die nicht alle Sparerinnen und Sparer erfüllen möchten. Mit der VW Bank* und Chase* gibt es außerdem zwei Alternativen, die keine Nebenbedingungen stellen und höhere Zinsen oder eine längere Zinsgarantie bieten.
Wer sich dennoch für das Tagesgeldkonto der ING entscheidet, sollte nach Ablauf der Zinsbindung einen Anbieterwechsel prüfen. Denn der anschließende Zinssatz fällt mit 0,75 Prozent p. a. vergleichsweise gering aus. Bei vielen anderen Geldhäusern erhalten Bestandskunden bessere Konditionen, etwa bei Chase mit 2,25 Prozent.