Ehud Barak: Netanyahu könnte Krieg anzetteln, um Wahlen zu verhindern
Interview
«Um die Wahlen zu verhindern, könnte Benjamin Netanyahu einen Krieg vom Zaun brechen»
Ehud Barak war selbst israelischer Ministerpräsident. Jetzt warnt er vor seinem Nachfolger Benjamin Netanyahu.
11.08.2026, 05.30 Uhr
9 Leseminuten

Wirft Benjamin Netanyahu einen Staatsstreich vor: der frühere Ministerpräsident Ehud Barak.
Imago
Sie blicken auf eine lange Beziehung zurück. Als die israelische Eliteeinheit Sayeret Matkal 1972 ein entführtes Flugzeug auf dem Flughafen Lod stürmte, zählten zwei spätere Spitzenpolitiker zum Kommando. Angeführt wurde es von Ehud Barak. An seiner Seite kämpfte der 19-jährige Soldat Benjamin Netanyahu.
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Fast drei Jahrzehnte später standen sich die beiden dann als Gegner gegenüber: Bei der Parlamentswahl 1999 wählten die Israeli Barak zum Ministerpräsidenten – er besiegte damit den Amtsinhaber Netanyahu. 2009 kehrten sich die Rollen erneut um: Netanyahu machte seinen einstigen Kommandanten zu seinem Verteidigungsminister. Bis 2013 dienten sie gemeinsam, dann trennten sich ihre Wege endgültig. Heute zählt Barak zu Netanyahus schärfsten Kritikern.
Herr Barak, wie führt man einen Krieg?
Die Regeln sind eigentlich simpel: Wer in den Kampf zieht, braucht ein klares Ziel. Man muss die militärischen Mittel und den politischen Willen haben, dieses Ziel trotz Rückschlägen zu verfolgen. Der Krieg sollte entschlossen geführt werden, kurz dauern und möglichst auf dem Territorium des Gegners stattfinden. Und man sollte wissen, wie sich militärische Erfolge in politische und diplomatische Ergebnisse übersetzen lassen.
Gelingt das Israel an seinen drei Fronten in Gaza, in Libanon und in Iran?
Ganz und gar nicht. Im Gegenteil, Israel führt seit fast drei Jahren Krieg und hat trotz den beeindruckenden Erfolgen der Armee, seiner Luftwaffe und seiner Geheimdienste bislang kein einziges seiner Kriegsziele erreicht. Nicht weil die Regierung nicht wüsste, wie ein Krieg zu führen ist, sondern weil sie ihn absichtlich nicht beenden will.
Wie kommen Sie zu diesem Befund?
Nehmen wir nur Iran. Im vergangenen Jahr hiess es, das Ziel sei die Zerstörung des iranischen Atom- und Raketenprogramms. Nach zwölf Tagen wurde die Operation beendet, und Donald Trump erklärte umgehend, die iranischen Atomanlagen seien vollständig zerstört. Benjamin Netanyahu sagte praktisch dasselbe: Israel habe eine existenzielle Bedrohung beseitigt. Er sprach damals von einem historischen Sieg, der Generationen überdauern werde.
Sie haben daran gezweifelt?
Ich bin schon am nächsten Tag im Fernsehen aufgetreten und habe gesagt: Das ist Unsinn. Und wurde von der Realität bestätigt: Im Februar, also wenige Monate später, zogen die USA und Israel erneut gegen Iran in den Krieg. Diesmal auf Basis der verrückten Illusion, man könne ein Regime stürzen, indem man ein Dutzend Leute eliminiere. Und wieder erklärte Netanyahu am Ende, er habe Israel gerettet – hätte er nicht gehandelt, besässe Iran heute die Bombe.
Die existenzielle Bedrohung für Israel, von der Netanyahu sprach, wurde also nicht beseitigt?
Die iranische Bedrohung für Israel ist nicht beseitigt worden, und das militärische Atomprogramm wurde nicht zerstört. Die Ironie ist ja, dass Netanyahu einmal als Politiker mit dem Versprechen angetreten ist, eine iranische Atombombe zu verhindern. In die Geschichte könnte er dennoch als «Vater der iranischen Bombe» eingehen.
Das müssen Sie erklären.
Er war es, der Donald Trump davon überzeugt hat, aus dem Atomabkommen JCPOA auszusteigen. Das Abkommen von 2015 war keineswegs perfekt, es hatte viele Schwächen. Aber man musste es mit der realistischen Alternative vergleichen. Damals war Iran noch anderthalb Jahre davon entfernt, eine nukleare Schwellenmacht zu werden. Ein Staat also, der zumindest technisch in der Lage ist, in relativ kurzer Zeit eine Bombe zu bauen.
Sie glauben, das Aufkündigen des Abkommens 2018 hat dem iranischen Atomprogramm neuen Schub gegeben?
Ja, denn von diesem Moment an fühlte sich Teheran nicht länger an die Auflagen gebunden. Inspektoren wurden behindert oder ausgewiesen, Überwachungskameras abgeschaltet. Iran holte den technologischen Rückstand aus den Jahren des Abkommens auf und wurde zur nuklearen Schwellenmacht.
Aber haben die israelisch-amerikanischen Angriffe das Programm nicht auch zurückgeworfen?
Nur in sehr begrenztem Masse. Der israelisch-amerikanische Angriff konnte das iranische Atomprogramm höchstens um einige Monate verzögern – als direkte Folge des Ausstiegs aus dem Abkommen. Und hier liegt die Ironie: Selbst nach den militärischen Operationen gegen Iran stellt sich die Frage, was die rationale Schlussfolgerung der iranischen Führung ist. Vermutlich diese: All das wäre nicht passiert, hätte Iran bereits über Atomwaffen verfügt. Das Vorgehen könnte also genau das Gegenteil dessen bewirken, was beabsichtigt war. Iran könnte heimlich weiterarbeiten, verborgene Anlagen betreiben, irgendwann einen Nukleartest durchführen. Teheran könnte sogar versuchen, sich vorübergehend Atomwaffen von Nordkorea zu beschaffen, bis eigene einsatzbereit sind.

Ehud Barak warnt vor einem nuklearen Wettrennen im Nahen Osten.
I-Images/Imago
Der Albtraum eines Atomkriegs zwischen Iran und Israel rückt also ein Stück weit näher an die Realität?
Iran besitzt noch keine Atomwaffe. Ich hoffe, dass es auch keine bekommen wird. In jedem Fall könnte es noch einige Zeit dauern. Israel verfügt über eine starke Abschreckungsmacht. Und genauso wenig, wie Nordkorea ernsthaft erwägt, eine Bombe auf Südkorea, Japan oder die Amerikaner auf Guam abzuwerfen – weil es weiss, dass dies Nordkorea in die Steinzeit zurückwerfen würde –, gilt dies in vielerlei Hinsicht auch für das Verhältnis zwischen Iran und Israel. Die eigentliche Gefahr liegt woanders . . .
Worin?
Nicht nur darin, dass Iran zur Atommacht wird, sondern darin, dass die gesamte Region nuklear aufrüstet. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit dem damaligen türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu. Wenn Iran Atomwaffen bekomme, würden auch die Türkei, Ägypten und Saudiarabien aufrüsten, sagte er mir. Saudiarabien könnte sogar als Erstes über Atomwaffen verfügen. Es gibt seit langem Spekulationen, dass die Saudi Pakistan finanziell unterstützt haben und im Ernstfall Zugriff auf pakistanische Waffen erhalten könnten.
Das würde die Sicherheitsarchitektur der Region nachhaltig verändern.
Genau. Sobald der Atomwaffensperrvertrag seine Glaubwürdigkeit verliert, wird jedes autoritäre Regime mit genügend Geld und einigen Dutzend fähigen Wissenschaftern versuchen, Atomwaffen zu entwickeln. Das physikalische Wissen existiert seit Jahrzehnten. Heute geht es im Wesentlichen um Ingenieurskunst, und diese Technologie lässt sich beschaffen. Doch selbst das ist nicht das schlimmste Szenario.
Sondern?
Staatsführer werden Atomwaffen möglicherweise nicht einsetzen, weil sie Vergeltung fürchten. Irgendwann aber könnten primitive Nuklearwaffen in die Hände terroristischer Gruppen gelangen, die sie in einem Container nach New York, Rotterdam oder Ashdod schmuggeln. Dieser Prozess könnte ein oder zwei Jahrzehnte dauern. Darin liegt jedoch die eigentliche Gefahr. Deshalb müssen wir alles tun, um sie zu verhindern – mit klugen Entscheidungen und angemessenen Vorbereitungen, nicht auf der Grundlage von Illusionen.
Trotz Ihrer heutigen Kritik an Netanyahus Iran-Politik haben Sie unter ihm als Verteidigungsminister gedient – gegen den Widerstand Ihrer eigenen Partei, die Ihnen daraufhin Verrat vorgeworfen hat. Hatte Ihre Partei recht?
Nein. Iran war damals noch zweieinhalb Jahre davon entfernt, eine atomare Schwellenmacht zu werden. Ein Angriff hätte diesen Prozess um weitere zweieinhalb Jahre verzögert. Ich habe mich entschieden, im Amt zu bleiben, weil ich tief in die Planungen eingebunden war. Ich war überzeugt, dass meine Anwesenheit bei diesen heiklen Entscheidungen zu durchdachteren und erfolgreicheren Plänen führen würde. Ich konnte das damals nicht öffentlich erklären, und nicht einmal meine eigene Partei hat es verstanden. Sie konnte der Versuchung nicht widerstehen, in die Opposition zu gehen. Sie ist meinem Massstab, dem Land zu dienen, nicht gerecht geworden. Deshalb bin ich allein in der Regierung geblieben.
Unter Beschuss Ihrer eigenen Partei gerieten Sie allerdings schon viel früher, nämlich als Ministerpräsident im Jahr 2000. Damals hatten Sie den Wählern eine friedliche Lösung mit den Palästinensern versprochen, nur um kurz darauf zu erklären, dass es gar keinen Verhandlungspartner für den Frieden gebe . . .
Ich habe nie Frieden mit den Palästinensern versprochen, sondern lediglich versprochen, mich ernsthaft und nach besten Kräften darum zu bemühen. Ich sagte auch nicht, dass wir keinen Partner für den Frieden hätten. Ich sagte lediglich, dass wir in Yasir Arafat zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinen Partner hätten. Das ist etwas völlig anderes, als grundsätzlich zu behaupten, es gebe überhaupt keinen palästinensischen Friedenspartner und es werde auch in Zukunft keinen geben. Ich wusste aus den Erkenntnissen der Nachrichtendienste und durch gesunden Menschenverstand, dass wir auf eine neue Eskalation zusteuerten, nämlich das, was wir heute als die zweite Intifada kennen.
Haben Sie dem Friedensprozess damals überhaupt eine reelle Chance gegeben?
Unmittelbar nach meinem Amtsantritt habe ich den Generalstab der Streitkräfte versammelt und klargestellt, dass ich einen politischen Prozess anstosse, der darauf abzielt, einen Durchbruch auf dem Weg zu einem Frieden mit den Palästinensern und, wenn möglich, mit Syrien zu erzielen. Ich wäre bereit, dafür weitreichende und schmerzhafte Kompromisse in Betracht zu ziehen. Aber nicht um jeden Preis. Gleichzeitig habe ich betont, dass niemand wisse, wie er ausgehen werde. Eines aber stand fest: Gibt es keinen Prozess oder scheitert er, wird es zu einer zweiten Intifada kommen. Und diesmal nicht mit Steinen und Stöcken, sondern mit scharfer Munition, weil wir den Palästinensern im Rahmen der Verträge erlaubt hatten, eigene Sicherheitskräfte aufzubauen. Ich habe dem Militär befohlen, sich genau auf dieses Szenario vorzubereiten.
Sie werfen Netanyahu vor, mit einer erneuten Besetzung Libanons einen Fehler zu machen. Auf der anderen Seite tragen Sie die Verantwortung für den damaligen Rückzug, der dazu geführt hat, dass der Hizbullah seither freie Bahn hat, um auf Israel zu feuern . . .
Zunächst einmal: Die heutige Lage lässt sich nicht mit der von damals vergleichen. Als wir 1982 nach Libanon einmarschierten, wurden wir von den Schiiten noch mit Duftreis empfangen. Sie freuten sich, dass wir die PLO vertrieben hatten, die dort für Unruhe gesorgt hatte. Aber der Hizbullah ist überhaupt erst entstanden, weil wir geblieben sind. Der dauerhafte Konflikt hat ihn nur stärker gemacht. Dort zu bleiben, war schlichtweg dumm. Ich ordnete den Rückzug aus Libanon an, weil die Sicherheitszone in Südlibanon den Sicherheitsinteressen Israels damals weder diente noch dienen konnte.
Einen Fehler wollen Sie sich also nicht vorwerfen lassen?
Ganz sicher war das kein Fehler. Auf die Entscheidung, aus Libanon abzuziehen, bin ich bis heute stolz. Ich habe damit eine Tragödie beendet, die über fünfzehn Jahre angedauert hatte und in der wir unzählige Soldaten verloren haben, ohne jemals etwas zu erreichen. Die eigentliche Frage lautet nicht, warum wir uns im Jahr 2000 aus Libanon zurückgezogen haben, sondern warum wir es nicht schon fünfzehn Jahre früher getan haben.
Dennoch, ist Ihre Kritik nicht wohlfeil? Welche Alternative hat Netanyahu denn, um die Menschen in Haifa, Metulla oder Kiryat Shmona vor den Raketen des Hizbullah zu schützen?
Solange die Spannungen im Norden eskalieren, ist es völlig legitim, zunächst eine Sicherheitszone durch mobile Truppen einzurichten. Das schützt vor direktem Beschuss durch moderne Panzerabwehrlenkwaffen. Das ist sinnvoll, solange wir keine dauerhafte Präsenz mit israelischer Infrastruktur und Logistik innerhalb Libanons aufbauen. Die Vorstellung dieser Regierung allerdings, dass wir dort dauerhaft bleiben müssen, ist weltfremd. Das lässt sich schlicht nicht durchhalten.
Warum handelt Netanyahu so?
Man muss verstehen, dass die Sicherheits- und Nationalinteressen Israels nicht identisch mit Netanyahus persönlichen Interessen sind. Er wurde demokratisch gewählt, hat sich aber auf eine Weise verhalten, die ihn politisch illegitim gemacht hat. Da wären zum Beispiel seine Angriffe auf die demokratischen Institutionen und die Gewaltenteilung. Seine Besessenheit, die Justiz zu schwächen, dient einem persönlichen Ziel: zu verhindern, dass sein Strafprozess wegen Korruption, Betrug und Untreue zu einem Urteil führt, das ihn ins Gefängnis bringen könnte.
Das sind schwere Vorwürfe.
Sie entsprechen aber der Wahrheit. Im Krieg gegen die Hamas in Gaza etwa hat er sich gegen eine sechswöchige Feuerpause zum Geiselaustausch gestemmt. Er wusste, dass während einer solchen Pause seine Gerichtsverfahren beschleunigt und der Druck auf eine unabhängige Untersuchung der Anschläge vom 7. Oktober 2023 wachsen würde. Gleichzeitig würde auch sein persönliches Versagen als Ministerpräsident erneut in den Mittelpunkt rücken.
Netanyahu ist dabei nicht der erste Spitzenpolitiker Israels, der sich vor Gericht verantworten musste.
Das stimmt. Wir hatten einen Staatspräsidenten, Minister und Ministerpräsidenten, gegen die ermittelt oder Anklage erhoben wurde – Ehud Olmert sass sogar im Gefängnis. Yitzhak Rabin trat wegen einer vergleichsweise kleinen Affäre zurück. Alle akzeptierten letztlich aber die Autorität des Gerichts. Netanyahu tat das nicht. Er griff öffentlich Polizei und Staatsanwaltschaft an und stellte die Unabhängigkeit der Justiz infrage. Seitdem verfolgt er das, was wir einen Staatsstreich nennen.
Wie erklären Sie sich sein Verhalten?
Er verhält sich wie ein in die Enge getriebenes Tier, das verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Netanyahu wird deshalb alles unternehmen, um eine Wahlniederlage zu verhindern. Er könnte versuchen, Kandidaten anderer Parteien bestechen zu lassen, schon zwei oder drei Überläufer könnten die Mehrheitsverhältnisse kippen. Er könnte Deepfakes missbrauchen, um Gegenkandidaten zu desavouieren, oder er könnte die Stimmenauszählung beeinflussen. Ich bin nicht einmal sicher, ob in hundert Tagen überhaupt freie Wahlen stattfinden werden.
Das klingt dramatisch.
Genau deshalb spreche ich öffentlich darüber. Wenn Menschen sich später daran erinnern, dass sie davor gewarnt wurden, könnte das Netanyahu davon abhalten, diesen Weg zu gehen. Erkennt er wenige Tage vor der Wahl, dass er verlieren wird, könnte er einen militärischen Zwischenfall provozieren – etwa der Luftwaffe befehlen, ein Ziel des Hizbullah in Libanon anzugreifen. Der Hizbullah würde mit Drohnen reagieren und Soldaten an der Grenze angreifen, Netanyahu könnte massive Vergeltung anordnen. Israel würde sich dann sehr schnell wieder in einem Krieg mit dem Hizbullah wiederfinden, der auch auf Iran übergreifen könnte.
Das wäre ein gewagtes Manöver, um Wahlen zu verhindern.
Ich glaube nicht, dass Netanyahu davor zurückschrecken würde. Und wenn es mit dem Hizbullah nicht funktioniert, kann er das Gleiche in Gaza probieren. Auch das Westjordanland kann er sehr einfach anzünden. Es wirkt so, als würden einige Minister seiner Regierung genau das vorbereiten. Die Lage dort gleicht einem Fass voller Benzindämpfe, es braucht nur einen Funken. Zögern wird er nicht: Während eines Krieges gibt es technisch keine Möglichkeit, Wahlen abzuhalten. Natürlich hoffe ich, dass diese düsteren Szenarien nicht eintreten werden. Um realistisch zu sein, müssen wir uns jedoch ernsthaft darauf vorbereiten, die Wahlen gegen Netanyahu gewinnen und ein neues Kapitel in der Geschichte Israels aufschlagen.
10 Kommentare
Christian Schweiger
vor 14 Minuten
Den Israel Kritikern ins Handbuch! Beim Konflikt im Nahen Osten versagt der Grossteil der Welt mit ihren Reaktionen auf die Probleme. Beispiel: Als der Krieg in Gaza in vollem Gange war und Israel versuchte die Geiseln zu befreien gab es weltweit Demonstrationen gegen die Kriegsführung Israels! Israel wurde aufgefordert die Angriffe einzustellen. Wo waren die Forderungen der weltweiten Öffentlichkeit und der Politik an die Hamas das Leid der EIGENEN Bevölkerung zu beenden indem sie die Geiseln freilässt und kapituliert? Warum das einen entscheidenden Unterschied macht? Das Eintreten für die Palästinenser, deren "Regierung" den Krieg ausgelöst hat, bringt eine Verlängerung des Krieges und keinen Frieden für die Palästinenser. Welchen Grund hätte die Hamas einzulenken wenn ihr das Leid der eigenen Bevölkerung gleichgültig ist und es in der Meinung der Weltöffentlichkeit so gut läuft und alle Israel kritisieren? Palästinenser-Unterstützer sind vor allem vorrangig Israel-Gegner! Der Wunsch nach Frieden für die Palästinenser ist nur zweitrangig. Wäre das nicht so würden sie die Palästinenser dazu auffordern Israel nicht mehr anzugreifen. Aber die Unterstützer haben ja auch alle nicht verstanden, dass Israel zwar JETZT auch keinen Staat Palästina mehr akzeptiert. Dass die Palästinenser, beginnend von der PLO bis zur Hamas NOCH NIE eine 2-Staaten-Lösung wollten! Wenn die Palästinenser einen eigenen Staat wollten hätten sie ihn längst - Israel hat das MEHRFACH angeboten. Sie möchten aber das ganze Land "from the river to the sea" OHNE Israel. Wenn die Freunde der Palästinenser das endlich verstehen würden dann würden sie auch erkennen, dass nicht Israel an dem langandauernden Konflikt Schuld ist! Ich behaupte - Israel wäre immer noch in den Grenzen die ihnen vom Völkerbund zugesprochen wurden - wenn die arabischen Staaten den Staat nicht schon einen Tag nach der Gründung angegriffen hätten (und es mehrfach wieder versucht haben!) um Israel zu vernichten.
Vincent Kraeutler
vor 16 Minuten
If the only tool you have is a hammer, all your problems start to look like nails.
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