„Invasion“ der OFC-Anhänger in Bornheim hinterlässt Eindruck


Stand: 06.09.2026, 18:19 Uhr

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Freudiger empfangen wurden die OFC-Spieler von ihren Fans auf dem Weg zum Derby am Bornheimer Hang.

Freudiger empfangen wurden die OFC-Spieler von ihren Fans auf dem Weg zum Derby am Bornheimer Hang. © Harald Bremes

Fanmarsch über die Kaiserleibrücke, Empfang vor dem Stadion und rote Wand im Gästeblock lassen auch Kickers Offenbachs Trainer Mark Zimmermann staunen

Frankfurt – Die Offenbacher Kickers hatten vor dem Mainderby reichlich mobilgemacht und sogar mentale Unterstützung aus den Niederlanden erhalten. Jouke Faber, einst Co-Trainer unter dem damaligen Chefcoach Christian Neidhart (weilte unter den Zuschauern), wünschte per Videobotschaft viel Glück für die Partie beim FSV Frankfurt. Der Fanshop im Stadion am Bieberer Berg war geschlossen und das sonst bei Auswärtsspielen übliche Public Viewing im Fanmuseum fiel aus, weil alle an der „Kickers-Invasion“ teilnahmen.

Immer wieder ein imposanter Anblick: Ein Großteil der OFC-Anhänger machte sich am Vormittag per Fanmarsch über die Kaiserleibrücke auf den Weg zum Bornheimer Hang.

Immer wieder ein imposanter Anblick: Ein Großteil der OFC-Anhänger machte sich am Vormittag per Fanmarsch über die Kaiserleibrücke auf den Weg zum Bornheimer Hang. © Harald Bremes

Letztlich verfolgten 6739 Zuschauer das Spiel am Bornheimer Hang, mehr als die Hälfte davon kam aus Offenbach. Ein Großteil der OFC-Anhänger nahm am traditionellen Fanmarsch über die Kaiserleibrücke teil. Kurz vor dem Stadion trafen sie auf den Mannschaftsbus. Spieler und Trainer stiegen aus, gemeinsam stimmte man sich aufs Derby ein.

Gemeinsame Einstimmung auf das Mainderby: Der OFC-Mannschaftsbus wurde vor dem Stadion von den Fans empfangen. Spieler und Trainer stiegen aus, klatschten und sangen mit den Anhängern.

Gemeinsame Einstimmung auf das Mainderby: Der OFC-Mannschaftsbus wurde vor dem Stadion von den Fans empfangen. Spieler und Trainer stiegen aus, klatschten und sangen mit den Anhängern. © Harald Bremes

„Das habe ich in der Form das erste Mal in meiner Karriere erlebt“, gab der erfahrene Kickers-Coach Mark Zimmermann zu. Selbst für Spieler, die aus der 3. Liga kamen, sei das neu gewesen. „Wahnsinn, was für Emotionen da kommen. Unfassbar“, sagte der 52-Jährige. „Dann kommst du auf den Platz und dann ist da diese rote Wand, das ist schon beeindruckend. Dafür lohnt es sich, sich den Arsch aufzureißen.“

„Das war geil. Leider konnten wir das nicht mit drei Punkten belohnen. Aber die Einstellung stimmt. Das ist, was die Leute sehen wollen“, ergänzte Mittelfeldspieler Robin Krauße. Kapitän und Torwart Johannes Brinkies sah es ähnlich: „Vor so einer Kulisse zu spielen, macht Spaß. Da will man jeden noch so kleinen Moment zurückgeben.“ Dass das nicht in vollem Umfang gelang, habe auch am starken FSV gelegen. Dessen Trainer Viktor Kleinhenz trauerte der Atmosphäre bereits bei der Pressekonferenz nach dem Spiel hinterher: „Ich weiß, dass das wahrscheinlich das einzige Derby war, das wir vor so einer Kulisse erleben. Das war cool.“

Reichlich Prominenz auf den Rängen

Wenn zwei Traditionsklubs so nah beisammenliegen, gibt es oft Grenzgänger. Kein Wunder, dass beim Derby zwischen dem FSV Frankfurt und Kickers Offenbach viele einstige Spieler und Funktionäre zusahen, die auf beiden Seiten des Mains tätig waren. Allen voran Karl-Heinz Volz, 1970 DFB-Pokalsieger mit dem OFC. Klaus Gerster, Patrick Glöckner, Nino Berndroth und Alexandros Theodosiadis ließen sich das Nachbarduell ebenfalls nicht entgehen. Auch zwei Ex-Offenbacher mit Eintracht-Vergangenheit waren da: Steffen Menze und Daniyel Cimen. Es gab zudem spontane Gäste, wie den einstigen OFC-Trainer Christian Neidhart. Als er auf der Kickers-Bank saß, hieß der FSV-Coach noch Tim Görner, der natürlich auch da war.