Iron Maiden: Bruce Dickinson macht sich über Trumps „Lake America“ lustig


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Donald Trumps Vorliebe für neue geografische Namen ist nun auch bei Iron Maiden angekommen. Beim Start der Nordamerika-Tour der britischen Metal-Band in Toronto machte Bruce Dickinson deutlich, was er von der jüngsten Entscheidung des US-Präsidenten hält: nicht besonders viel.

Anlass war Trumps Anordnung, den Lake Ontario innerhalb der US-Bundesverwaltung künftig als „Lake America“ zu führen. Dickinson stand am Samstag mit Iron Maiden in der Scotiabank Arena auf der kanadischen Seite des Sees – und benutzte demonstrativ weiterhin dessen bekannten Namen.

Schon bei der Begrüßung der Fans baute der Sänger das Thema in seine Ansage ein. Die Band habe auf dem Weg nach Kanada den Lake Ontario überquert, erklärte Dickinson. Im selben Atemzug erwähnte er eine weitere von Trump verfügte Namensänderung: den Golf von Mexiko, den die US-Regierung seit 2025 als „Gulf of America“ bezeichnet.

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Dickinson beließ es nicht bei dieser ersten Spitze. Im weiteren Verlauf des Konzerts verwandelte er einen seiner bekanntesten Publikumsrufe in einen Kommentar zur Debatte und forderte diesmal ausdrücklich den „Lake Ontario“ zum Schreien auf.

Eine ausführliche politische Rede machte der Iron-Maiden-Frontmann daraus nicht. Zuvor hatte er lediglich den gegenwärtigen Zustand der Welt mit drastischen Worten als lächerlich bezeichnet und anschließend wissen wollen, wie es seinem kanadischen Publikum gehe.

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Gerade die demonstrative Verwendung des alten Namens machte den Witz unmissverständlich. Während Washington das Gewässer auf Bundesebene mit einem neuen Namen versehen hat, blieb es für Dickinson bei seinem Auftritt schlicht der Lake Ontario.

Trump verfügte auch „Gulf of America“

Die Anspielung auf den Golf von Mexiko hatte einen konkreten Hintergrund. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit 2025 hatte Trump angeordnet, dass US-Bundesbehörden für einen Teil des Gewässers die Bezeichnung „Gulf of America“ verwenden sollen.

Im August 2026 folgte ein vergleichbarer Schritt beim Lake Ontario. Die amerikanische Namensgebung ändert allerdings nicht, wie Kanada den zwischen beiden Staaten liegenden See bezeichnet. Dort bleibt es beim Lake Ontario.

Für Dickinson lieferte die Kontroverse damit eine ideale Vorlage: Ausgerechnet beim Tourauftakt in Kanada konnte er beide Trump-Namen gleichzeitig aufs Korn nehmen – und brauchte dafür kaum mehr als die traditionellen Bezeichnungen der beiden Gewässer.