Deutsches Team nicht weiß genug? Jürgen Klopp nimmt sich Rassisten zur Brust
„Keine Zeit für Dummheit“: Klopps klare Kante gegen Rassismus
Stand: 30.09.2026, 19:34 Uhr
Auf das DFB-Team ist Rassismus eingeprasselt. Bundestrainer Jürgen Klopp schießt jetzt gegen diejenigen, die sich im Ton vergriffen haben.
München – Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft will endlich einen Weg aus der Krise finden. Unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp wartet man noch immer auf den ersten Sieg. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande wurde mit 0:1 gegen Griechenland verloren. Auf das Team prasselte harsche Kritik ein – viele Stimmen verließen dabei die konstruktive Ebene. Jetzt setzt sich Bundestrainer Jürgen Klopp zur Wehr.

Auf der Abschluss-Pressekonferenz vor dem dritten Nations-League-Spiel gegen Serbien am Donnerstag (alle TV-Infos hier) nahm sich der Bundestrainer die Kritiker zur Brust, die mit rassistischen Aussagen auffielen. Nach dem 0:1 gegen die Griechen wurden Stimmen laut, die deutsche Mannschaft wäre „nicht weiß“ genug.
Bundestrainer Klopp macht rassistischen Kritikern eine Ansage
„Es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen“, sagte Klopp. „Meine Gedanken kriegen sie nicht.“ Seine klare Botschaft: Stimmen wie diesen darf im besten Falle gar keine Aufmerksamkeit geschenkt werden. Glücklicherweise, so Klopp, habe er „im normalen Leben für Dummheit wenig Zeit und für die in den sozialen Medien auch nicht“.
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Für ihn sei es „die große Krux unseres Lebens“, dass sich im Internet jeder öffentlich äußern kann. „Wenn man es früher öffentlich machen wollte, musste man einen Leserbrief schreiben. Die Älteren unter uns erinnern sich.“ Heutzutage „hauen die Leute Sachen raus, da hab ich noch gar nicht angefangen zu denken. Das ist Wahnsinn, wenn da sowas war.“
Der Bundestrainer betonte: Der Zusammenhalt im Kader der deutschen Mannschaft ist phänomenal. Er betont: „Die Welt dürfte sich ein Beispiel an einer Sportumkleidekabine nehmen. Da wird jeder genau aufgrund der richtigen Tatsachen respektiert und nicht aufgrund der falschen Meinung diskreditiert. Das beste Signal ist, dass es in der Mannschaft kein Thema ist. Das ist ja das Verrückte: In keiner Mannschaft, in keinem Sport ist das ein Thema.“ (is)