Robbie Williams überrascht WM-Studio: Klopp und Müller in Lachtränen
Publiziert20. Juli 2026, 18:37
Final-TalkKokain-Krümel auf Mikrofon? Robbie Williams crasht WM-Studio
Nach dem WM-Final platzte Popstar Robbie Williams in einen Talk mit Jürgen Klopp und Thomas Müller. Dort sorgte er mit einer skurrilen Anekdote und Szene für Lacher.

Darum gehts
- Popstar Robbie Williams crashte nach dem WM-Final in New York das MagentaTV-Studio mit Jürgen Klopp und Thomas Müller.
- Der 52-jährige Engländer lieferte eine Analyse zum Spiel und kritisierte die negative Mentalität in England gegenüber Spielern wie Jude Bellingham.
- Für Lacher sorgte Klopp mit einer Unterwäsche-Anekdote – und Müller, der Williams' Sonnenbrille klaute.
Es war ein absolutes Star-Aufgebot, das der deutsche Sender MagentaTV für den grossen WM-Final in New York aufgefahren hatte: Neben dem Moderations-Duo Johannes B. Kerner und Laura Wontorra analysierten die Experten wie Mats Hummels, Thomas Müller und Jürgen Klopp den spanischen Triumph über Argentinien. Doch plötzlich spazierte noch ein ganz anderer Star ins Bild: Robbie Williams.

Die britische Pop-Ikone hatte kurz vor dem Anpfiff zusammen mit Laura Pausini und Nicole Scherzinger die offizielle Fifa-Hymne «Desire» auf dem Rasen performt. Sein spontaner Besuch im deutschen Studio startete sogleich mit einem Spass: Jürgen Klopp musste den Sänger erst einmal darauf hinweisen, dass er im Studio noch immer seine Sonnenbrille trug.
Der designierte deutsche Bundestrainer sorgte zudem mit einem frechen Spruch für den ersten Lacher: «Als ich ihn das letzte Mal getroffen habe, trug er nur Unterwäsche», grinste Klopp. Auf weitere Details wartete das Publikum vergebens, denn Moderator Kerner blockte sofort ab: «Das sind zu viele Informationen.»
Messi, Tränen und ein komischer Krümel
Wer nun dachte, Williams sei nur für ein paar Promi-Witze ins Studio gekommen, irrte sich gewaltig. Der 52-jährige Engländer lieferte eine feine Analyse ab, die es absolut in sich hatte. «Heute Abend gab es nur Spanien. Von Anfang an waren sie völlig überlegen. Argentinien war wirklich nicht präsent», brachte er das zähe Endspiel der beiden Nationen perfekt auf den Punkt.
Für Irritation sorgte zu Beginn seiner Ausführung ein kleiner weisser Brösel, der ihm aus dem Mund sprang und auf dem Mikrofon landete. Wenig später klebte das rätselhafte Objekt plötzlich an seiner Stirn.

In den sozialen Medien wurde danach wild spekuliert, ob es sich um einen Krümel Koks, einen Nikotin-Kaugummi oder einfach die Reste eines Pfefferminz-Bonbons handelte. Williams selbst nahm das Malheur gelassen – und plauderte munter weiter.
Etwas ernster wurde der Entertainer zum traurigen Abgang von Lionel Messi: «Es war sehr bewegend, Messi am Ende zu sehen. Mit Tränen in den Augen. Es fühlt sich so an, als wäre es das letzte Mal, dass wir ihn auf einer internationalen Bühne sehen. Er ist der Beste, den es je gab.»
Williams über Bellingham: «Jeder versucht, ihn runterzuziehen»
Richtig emotional wurde der bekennende Fussballfan, der das Turnier in den USA als seine «Lieblings-WM» bezeichnete, als er auf die Leistung der englischen Nationalmannschaft angesprochen wurde. Die «Three Lions» waren im Halbfinal gescheitert, woraufhin der deutsche Trainer Thomas Tuchel von der britischen Presse massiv in die Mangel genommen wurde.
Williams atmete im TV schwer durch und setzte zu einer Wutrede auf seine Landsleute an: «Ich glaube, es gibt ein psychologisches Problem in England.» Man rede sich in der Heimat stattdessen permanent ein, dass man es ohnehin nicht schaffen könne. «Wir müssen das überwinden, bevor ich sterbe!»

Besonders deutlich wurde der Superstar auch am Beispiel von England-Juwel Jude Bellingham: «Wir haben einen Typ, der da vorne steht und sagt: ‹Ich kann das›. Das ist Jude Bellingham. Und jeder in England versucht, ihn nach unten zu ziehen.»
Ein diebischer Müller
Auch für den stark kritisierten Trainer Thomas Tuchel brach Williams daraufhin vehement eine Lanze. «Die englische Presse zerstört Thomas, aber das macht sie mit jedem, der dieses Amt hat», schimpfte der Sänger über die heimischen Medien. Dabei spiele es überhaupt keine Rolle, ob der Trainer Tuchel, Gareth Southgate oder Eddie Howe heisse.
Am Ende seines denkwürdigen Kurz-Auftritts wurde Williams von der TV-Runde immerhin noch mit einem signierten Fussball beschenkt.
Und seine Sonnenbrille? Die bekam der Popstar schliesslich auch wieder zurück – der diebische Thomas Müller hatte sie sich das Mammut-Model zum Schluss selbst auf die Nase gesetzt – und sorgte damit für den letzten Lacher der illustren Runde.
Wie stehst du zu Robbie Williams' Kritik, dass in England eigene Fussballstars oft heruntergemacht werden?
Er hat absolut recht, das ist leider eine Mentalität, die man oft sieht.
Ich finde es gut, dass er das Problem anspricht, es betrifft nicht nur den Fussball.
Das gehört zum Sport dazu, man muss auch Kritik einstecken können.
Ich finde seine Kritik übertrieben, die Medien machen nur ihren Job.
Ich verfolge den englischen Fussball nicht und habe dazu keine Meinung.

Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.
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