Fast 2,9 Millionen Autos betroffen: VW und Audi warnen vor einem möglichen Ausfall der Lenkung


Korrosion an Schraube: Rückruf für Millionen VW- und Audi-Fahrzeuge weltweit könnte bevorstehen

Stand: 25.09.2026, 13:44 Uhr

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Die deutschen Autohersteller rufen ihre Fahrzeuge zurück: Eine fehlerhafte Schraubverbindung im Lenkgetriebe kann Probleme verursachen.

München – Eine beschädigte Schraube könnte bei rund 2,86 Millionen VW- und Audi-Fahrzeugen weltweit zum Ausfall der Lenkung führen, warnt das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Unter bestimmten Bedingungen kann Korrosion dazu führen, dass der Bolzen bricht, der das Lenkgetriebe fixiert. Im schlimmsten Fall verlieren Fahrer die Kontrolle über die Lenkung und das Unfallrisiko steigt.

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Dieser Artikel von Doloresz Katanich entstand in Kooperation mit Euronews

Auf der Internetseite der Behörde ist der Vorgang derzeit mit „in Prüfung“ gekennzeichnet. Eine endgültige Bewertung steht noch aus. Betroffen sind unter anderem der Audi Q3 sowie die VW-Modelle Golf, Golf Variant, Tiguan, Touran und Caddy.

Die deutschen Autohersteller rufen ihre Fahrzeuge zurück: Eine fehlerhafte Schraubverbindung im Lenkgetriebe kann Probleme verursachen. (Symbolbild)

Die deutschen Autohersteller rufen ihre Fahrzeuge zurück: Eine fehlerhafte Schraubverbindung im Lenkgetriebe kann Probleme verursachen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

Audi hat nach eigenen Angaben eine „vorsorgliche Rückrufaktion“ gestartet. Interne Prüfungen ergaben, dass Streusalz und andere Umwelteinflüsse über mehrere Jahre hinweg eine Schraube angreifen können, die das Lenksystem in einigen Q3-Modellen befestigt. Schreitet die Korrosion fort, kann sich das auf die Lenkung auswirken, so der Hersteller.

Korrosionsrisiko an Schraubverbindung im Lenkgetriebe

Die betroffenen Fahrzeuge sind Audi-Q3-Modelle, die zwischen dem 31. Oktober 2017 und dem 23. Mai 2024 mit einer bestimmten Kombination aus Lenksystem und Vorderachsträger gebaut wurden.

Audi rechnet mit einer Reparaturdauer von bis zu einer Stunde; für Kundinnen und Kunden ist sie kostenlos. Die betroffenen Volkswagen-Modelle wurden zwischen dem 24. September 2013 und dem 1. Juli 2024 produziert.

Millionen Fahrzeuge weltweit betroffen

Weltweit könnten fast 2,16 Millionen Volkswagen betroffen sein, darunter fast 900.000 in Deutschland. Bei Audi geht es um mehr als 696.000 Fahrzeuge weltweit, davon 58.555 in Deutschland. Euronews hat Volkswagen um eine Stellungnahme gebeten. Dem KBA sind nach eigenen Angaben bislang keine Vorfälle mit entsprechenden Sach- oder Personenschäden bekannt.

Der Rückruf folgt auf eine frühere Aktion des Volkswagen-Konzerns in diesem Jahr zu Batterien in einigen Elektro-Modellen der ID-Reihe. Sie betraf knapp 100.000 Elektroautos des Konzerns. Beide Rückrufaktionen bleiben deutlich hinter dem Diesel-Rückruf des VW-Konzerns zurück, der in Europa 8,5 Millionen Fahrzeuge umfasste.

Was betroffene Halter jetzt tun können

Wer vermutet, dass sein Wagen betroffen ist, kann mit der Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) eine autorisierte Werkstatt kontaktieren.