Kreuzfahrt in den Tod
Stand: 21.07.2026, 00:00 Uhr

„Passagier 23 - Verschwunden auf hoher See“, ein weiterer Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek, war bei seiner Free-TV-Premiere 2018 auf beunruhigende Weise aktuell. Nun wiederholt RTL den Film mit Lucas Gregorowicz.
Ein Kreuzfahrtschiff - ein Ort für einen Selbstmord? Tatsächlich verschwinden immer wieder Passagiere von den schwimmenden Vergnügungsparks, 23 im Jahr sollen es sein - behauptet zumindest Bestsellerautor Sebastian Fitzek in seinem Roman „Passagier 23“, den RTL 2018 verfilmte und nun in der Primetime wiederholt.

Die Menschen in Fitzeks Thriller gehen allerdings nicht freiwillig von Bord. Auch Polizeipsychologe Martin Schwartz, Hauptfigur von Buch und Film und gespielt von Lucas Gregorowicz („Polizeiruf 110“), glaubt nicht, dass es Selbstmord war, als vor fünf Jahren seine Frau und sein kleiner Sohn an Bord der „Sirius“ verschwanden. Fünf Jahre später ruft die alte, seltsame Dame Gerlinde Dobkowitz (Judy Winter) den taffen Hund Schwartz auf das Schiff, das gerade zu einer Atlantikpassage aufbricht: „Es ist wieder jemand verschwunden. Mutter und Kind“, erklärt sie.
„Der Ort fürs perfekte Verbrechen“
Kaum hat das Schiff den Hafen verlassen, taucht das verschwundene Mädchen (Annalee Ranft) wieder auf, hochgradig verstört - und in der Hand hält es jenen Teddy, den Martins Sohn bei sich hatte, als er vor fünf Jahren vermeintlich mit seiner Mutter ins Wasser fiel. Zusammen mit dem schneidigen Kapitän Bonhoeffer (Ex-„Tatort“-Star Oliver Mommsen) und der unterkühlten Schiffsärztin Dr. Beck (Picco von Groote) macht Schwartz sich auf die Suche nach der Mutter des Mädchens - und seiner eigenen Familie.
„Ein Kreuzfahrtschiff“, sagt Sebastian Fitzek, „ist der Ort fürs perfekte Verbrechen.“ Klingt paranoid, aber: Ein spannenderes Setting kann man sich für einen Thriller kaum denken. Wo die Romanvorlage allerdings noch voller Cliffhanger war, hat die Verfilmung durch Regisseur Alexander Dierbach mit so manchem Durchhänger zu kämpfen. Sehenswert ist der RTL-Thriller dennoch. Gedreht wurde der Film auf einem echten Kreuzfahrtschiff, bei laufendem Betrieb. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)