Kroatischer Urlaubsort Baška bekommt umstrittene Promenade


Krk

Kroatischer Urlaubsort Baška bekommt umstrittene Promenade

Auf der Insel Krk werden acht Millionen Euro in eine barrierefreie Promenade investiert. Ist doch wunderbar, oder?

Markus Böhm

Der beliebte Ferienort Baška auf der kroatischen Insel Krk steht vor einem umfassenden Umbau. Mit einem Investitionsvolumen von rund acht Millionen Euro sollen die Uferpromenade und die angrenzenden Strandbereiche modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Konkret ist geplant, die Promenade zu verbreitern und die Strandflächen auszubauen. Neue Bäume sollen künftig für mehr Schatten sorgen, zusätzlich sind Liege- und Aufenthaltsbereiche, moderne Beleuchtung sowie Duschen und Umkleiden vorgesehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit. Dafür werden unter anderem Rampen errichtet, die einen leichteren Zugang zum Strand ermöglichen sollen.

Der Umbau erstreckt sich über einen rund 445 Meter langen Abschnitt entlang der Küste. Nach Angaben der Gemeinde stehen für das Projekt insgesamt 8,02 Millionen Euro bereit, rund 2,5 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln der Europäischen Union.

Wie lange die Arbeiten dauern werden, ist noch nicht ganz klar. Laut Vertrag sind für die Bauarbeiten 15 Monate vorgesehen, während lokale Medien über eine mögliche Fertigstellung bereits Mitte 2027 berichten. Die Gemeinde nennt als Projektzeitraum Juni 2024 bis Juni 2027.

Drohnenaufnahme des Unterwasserparks Punat auf der Insel Krk, Kroatien. Der Strand ist von Bäumen umgeben, das Wasser ist klar, und Menschen genießen das Schwimmen und die Aktivitäten im Wasser. Sonnenschirme und Liegen säumen den Strand.
Kritiker bevorzugen unverbaute Strände wie in Punat, ebenfalls auf Krk.

Bei Urlaubern und Einheimischen stößt das Vorhaben auf unterschiedliche Reaktionen. Befürworter begrüßen die Modernisierung, zusätzliche Schattenplätze und die bessere Infrastruktur. Kritiker hingegen befürchten, dass der traditionsreiche Küstenort durch weitere bauliche Eingriffe an Charme verliert und der ohnehin starke Touristenandrang weiter zunimmt.

Hintergrund der Investition ist der anhaltende Tourismusboom in Kroatien. Das Land verzeichnete zuletzt Rekordwerte bei Ankünften und Übernachtungen und zählt weiterhin zu den gefragtesten Urlaubszielen an der Adria. (Markus Böhm, 13.10.2026)

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