Kronenfest der Siebenbürger zieht 1000 Besucher an
Stand: 13.07.2026, 17:00 Uhr
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Die Siebenbürger Sachsen haben auf der Böhmwiese ihr traditionelles Kronenfest gefeiert. Kurzfristig wurde ein Ersatz für die Hauptattraktion nötig.
Geretsried – Für die vielen Helfer begann der Tag schon früh: Bis zum Gottesdienst um 12 Uhr mussten auf der Böhmwiese 100 Biergarnituren nebst schattenspendenden Zelten aufgebaut und der Baum mit seiner Krone aufgestellt werden. Rund 1000 Besucher feierten gemeinsam Kronenfest. Für die musikalische Unterhaltung sorgten die „Isartaler Adjuvanten“.

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Kronenfest der Siebenbürger zieht 1000 Besucher an
Das Fest der Siebenbürger Sachsen hat eine lange Tradition. 1764 wurde das „Baum-Besteigen am Johannestag“ in Großscheuern erstmals urkundlich erwähnt. Die Siebenbürger Sachsen ließen das Fest in Geretsried 2010 wieder aufleben – obwohl heutzutage kaum mehr jemand auf dem Feld arbeitet. Sie feierten auf der Böhmwiese, bewunderten die Tanzgruppen und fieberten mit dem damals 15-jährigen „Jungknecht“ Jonas Schunn mit, der den Kronenbaum hinaufkletterte. Uschy Meyndt, die heutige Vorsitzende der Siebenbürger Sachsen, kann sich noch gut an die Erstauflage – und die Hagelwalze die kurz zuvor über die Stadt zog – erinnern. „Wir waren in Gummistiefeln beim Aufbauen“, sagt sie und wischt sich, angesichts der Temperaturen von über 30 Grad, den Schweiß von der Stirn. „Etwas anders als heute.“
Doch eines hat sich nicht geändert: Der übergreifende Zusammenhalt, für den das Kronenfest auch steht. „Geretsried ist auch eine Art Schmelztiegel“, so Landrat Ludwig Schmid in seiner Rede. „Gemeinsamkeit wird großgeschrieben, man hilft einander.“ So besteht der Kronenbaum, wie Helmut Hahn, Vorsitzender der Eghalanda Gmoi im Gespräch berichtet, aus einem Teil des Maibaums, den die Egerländer 2024 aufgestellt hatten. Auch die Biertischgarnituren sind Gemeinschaftseigentum der Griechischen Gemeinde, der Siebenbürger und der Egerländer.
Nur die Kinder dürfen Süßigkeiten sammeln
Nach den Tänzen der Kinder- und Schülergruppen sowie der Gäste aus Landshut kletterte Enno Blum auf die Krone. Er musste kurzfristig einspringen, weil Mike Ongerth sich verletzt hatte. Souverän meisterte er den Aufstieg des glatten Stammes, zog sich über elf Meter in die Höhe. Er setzte sich in den Blumenkranz und hielt die Festrede: „Den Bauern sei Dank, dass sie das Feld bis heut‘ tüchtig hab’n bestellt.“
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Die Kinder konnten kaum das Ende der traditionellen Worte erwarten. Mit Tüten in der Hand drängten sie in Richtung Kronenbaum. Für sie kam nämlich nun der eigentliche Höhepunkt: Blum warf mit vollen Händen Süßigkeiten nach unten. „Und immer daran denken“, mahnte Vize-Vorsitzende Iris Maurus, „nur die Kinder dürfen sammeln – also keine Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel.“