Anschlag Berlin: Kühnert – „Halte öffentlich nicht die Hand meines Partners“


Wichtige Updates

Kevin Kühnert: Nach dem Anschlag wurde nicht getrauert, sondern gefordert

Muslime erinnern beim Freitagsgebet an Terroropfer

Polizei stellt nahe dem Anschlagsort in Berlin Poller auf

Nach Anschlag: Deutsche Polizeigewerkschaft fordert Gesetzesreformen

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Jonas Stein

Jonas Stein

CSD-Anschlag: Polizei stellt nahe dem Tatort Poller auf

Rund um den Ort des Terroranschlags am Rande des CSD im Berliner Tiergarten erhöht die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen. Beamte stellten an Zugangswegen schwere Poller auf, sodass dort kein Auto mehr durchkommt. Die Poller sollen aber nicht dauerhaft dort bleiben.

Das Vorgehen gehöre zu polizeilichen Maßnahmen anlässlich einer Gedenkveranstaltung für die Anschlagsopfer am Sonntag und weiterer angekündigter Versammlungen in der direkten Umgebung, teilte die Polizei auf dpa-Anfrage mit. 

Die Poller sind demnach Teil eines „gesamtheitlichen Sicherheitskonzeptes“ und sollen nach jetzigem Stand temporär, also zeitlich begrenzt, im Tiergarten stehen. „Vergleichbare Maßnahmen für zukünftige Einsatzlagen können jedoch nicht ausgeschlossen werden“, hieß es. 

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

LSVD Verband lädt zur Mahnwache nach dem CSD-Anschlag ein

 

LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg und der LSVD⁺-Bundesverband laden für kommenden Sonntag, 2. August 2026, um 18 Uhr zu einer Mahnwache am Ort des Anschlags ein. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, findet diese am Ahornsteig im Großen Tiergarten in der Nähe der Lennéstraße statt. Gemeinsam solle der Opfer gedacht, den Verletzten und ihren Angehörigen Solidarität ausgesprochen und ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit und Hass gesetzt werden. Erwartet werden nach eigenen Angaben auch Vertreterinnen und Vertreter des CSD Berlin und CSD Deutschland.

"Der Anschlag hat die queere Community weit über Berlin hinaus tief erschüttert", so der Verband. Die Mahnwache biete Raum für Trauer und gemeinsames Gedenken. Zugleich mache sie deutlich, dass queerfeindliche Gewalt konsequent benannt, verfolgt und wirksam bekämpft werden muss. "Der Schutz queerer Menschen muss oberste politische Priorität haben."

Tobias Köberlein

Kevin Kühnert: Nach dem Anschlag wurde nicht getrauert, sondern gefordert

Der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat in einem Gastbetrag für die "Süddeutsche Zeitung" eine mangelnde Kultur des Trauerns um die Opfer des Anschlags auf den CSD beklagt. "Sollte seither jemand die Hoffnung gehabt haben, es könne so etwas wie einen pietätvollen Moment des Innehaltens mit Raum für Trauer und Wut geben, dann darf diese Hoffnung getrost als enttäuscht betrachtet werden", schrieb Kühnert.

Nach dem Anschlag seien kaum Fragen gestellt worden, beklagte das ehemalige Bundestagsmitglied. Stattdessen sei die Politik "in den sofortigen Sendemodus" gewechselt und habe jede Menge Forderungen gestellt. Wichtig sei dabei vor allem "die demonstrative Abgrenzung von einem anderen politisch-kulturellen Lager" gewesen, so Kühnert weiter. "Anlässe wie der Angriff auf den Berliner CSD rufen mir immer wieder in Erinnerung, wie wir Schwule, Lesben und Queers jeglicher Couleur uns ein Leben mit Umleitungen gebaut haben", schrieb Kühnert. Trotz einer weitgehenden rechtlichen Gleichstellung gebe es für queere Menschen weiterhin No-Go-Areas. "Wir machen keine Probleme, bekommen aber welche, wenn andere es so wollen", resümierte der 37-Jährige.

Zudem schreibt der 37-Jährige über "Umleitungen", durch die er als schwuler Mann Gefahren umgehe. "Ich halte in der Öffentlichkeit nicht die Hand meines Partners und rede mir standhaft ein, das sei einfach nicht mein Ding", so Kühnert. "Bevor ich ihn in der Öffentlichkeit küsse, scanne ich grundsätzlich die Umgebung – immer und überall."  Die Todesfahrt des CSD-Attentäters erinnere die queere Gemeinschaft daran, "wie fragil der eigene gesellschaftliche Status ist."

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin: Haltung nicht nur in Pride Week, sondern jeden Tag

Hamburgs Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) unterstützt den politischen Einsatz für Gleichstellung und fordert Haltung an jedem Tag im Jahr. Am Vortag des Christopher Street Day (CSD) in Hamburg sagte sie laut Mitteilung der Bürgerschaft: „Eine Woche, nachdem uns alle der islamistisch motivierte Angriff auf den Berliner CSD getroffen hat, kommen wir im Zentrum unserer Stadt zusammen und zeigen: Jetzt erst recht!“

In Gemeinschaft „zu singen, zu tanzen, bunt und laut zu sein“, sei „politischer Kampf für eine freie, gleiche und offene Gesellschaft und ein klares Zeichen gegen autoritäre Ideologien, die unsere Freiheit einschränken“, erklärte Veit. Die queere Community und alle mit ihr solidarischen Hamburgerinnen und Hamburger ließen sich nicht einschüchtern oder verdrängen.

„Blinder Hass ist keine Meinung. Solidarität heißt hinschauen. Freiheit hört nicht bei den eigenen Interessen auf“, erklärte Veit. „Diese Haltung brauchen wir nicht nur in der Pride Week – sondern an jedem Tag im Jahr. Denn queere Menschen gehören dorthin, wo wir morgen sein werden: in die Mitte unserer Stadtgesellschaft.“

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Muslime erinnern beim Freitagsgebet an Terroropfer

Rund 500 Menschen haben in der Pankower Khadija Moschee der Opfer des islamistischen Terroranschlags am vergangenen Wochenende gedacht. Gemeindemitglieder versammelten sich zu einem offenen Freitagsgebet, zu dem auch Gäste willkommen waren. Schwerpunktthema der Predigt war der Islamismus und die Verantwortung muslimischer Gemeinschaften im Umgang mit Extremismus.

"Es war eine entsetzliche Tat, für die unsere Religion instrumentalisiert wurde", sagte Imam Scharjil Khalid anschließend der Deutschen Presse-Agentur. "Wir verurteilen sie unmissverständlich." Der Islam rechtfertige keinen Terror. "Jetzt liegt es an uns, auf die Menschen in Berlin zuzugehen, ihre Sorgen ernst zu nehmen, ihre Fragen zu beantworten und zu zeigen, wofür der Islam wirklich steht." Die Deutungshoheit dürfe nicht Extremisten überlassen werden. 

Kritik übte Khalid an Politikern, die nach dem Anschlag Moscheevereine und den Islam an sich pauschal als Problem identifiziert hätten. "Sie müssen verstehen, dass muslimische Organisationen in erster Linie Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sind", sagte der Imam. "Man muss sie endlich als Verbündete und nicht als Verdächtige verstehen. Sie haben die beste Ahnung, um Extremismus vorzubeugen." Extremismus entstehe aus mangelndem theologischem Wissen und aus Isoliertheit. "Beides kann bei einem Muslim die Moscheegemeinde am besten bekämpfen."

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Polizei stellt nahe dem Anschlagsort in Berlin Poller auf

Rund um den Ort des Terroranschlags im Berliner Tiergarten erhöht die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen. Beamte stellten an Zugangswegen schwere Poller auf, sodass dort kein Auto mehr durchkommt. Das Vorgehen gehöre zu polizeilichen Maßnahmen anlässlich einer Gedenkveranstaltung für die Anschlagsopfer am Sonntag und weiterer angekündigter Versammlungen in der direkten Umgebung, teilte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Poller sind demnach Teil eines "gesamtheitlichen Sicherheitskonzeptes" und sollen nach jetzigem Stand temporär, also zeitlich begrenzt, im Tiergarten stehen. "Vergleichbare Maßnahmen für zukünftige Einsatzlagen können jedoch nicht ausgeschlossen werden", hieß es.

Am Sonntag ist vor Ort eine Mahnwache für die Opfer des Anschlags geplant, zu der unter anderem der Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg einlädt. Angemeldet sind laut Polizei 1000 Teilnehmer. 

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Grünen-Politiker: Veranstaltungen zum CSD auch für Kirche eine Chance

Der Grünen-Abgeordnete Max Lucks hat die katholische Kirche nach dem Anschlag beim Christopher Street Day aufgerufen, weiter auf die queere Community zuzugehen. Es wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, innerhalb der katholischen Kirche ein weiteres Kapitel der Öffnung gegenüber queeren Gläubigen aufzuschlagen, sagte Lucks der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Lucks verwies auf ein Statement des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße. Die Solidarität des Erzbischofs habe ihn sehr berührt. Das Signal sei etwas Besonderes und reiht sich ein in die breite Welle der Unterstützung für Deutschlands queere Community. „Sie trägt uns durch diese schweren Stunden und macht mich dankbar“, so der Grünen-Politiker. Lucks ist Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) und engagiert sich auch in der schwulen Community. In einer seiner ersten Bundestagsreden bezeichnete er sich selbst als „schwuler Katholik“.

Erzbischof Heße hatte der KNA gesagt: „Queere Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und verdienen Respekt, Schutz und die Freiheit, sichtbar zu leben.“ Jeder Mensch sei ein Ebenbild Gottes mit unverlierbarer Würde. Hass, Ausgrenzung und Gewalt seien mit dem christlichen Menschenbild unvereinbar. Wer Menschen Angst machen und sie aus dem öffentlichen Raum verdrängen wolle, dürfe damit keinen Erfolg haben.

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Innensenatorin: Berlin bleibt Stadt großer Veranstaltungen

Berlin bleibt nach Einschätzung von Innensenatorin Iris Spranger auch nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) eine Stadt großer Veranstaltungen und Versammlungen. "Wir lassen uns durch Gewalt und Terror nicht einschüchtern und tun alles dafür, dass die Menschen in unserer Stadt sicher friedlich demonstrieren und zusammenkommen können", sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. "Die Sicherheit und der Schutz von Menschen auf Veranstaltungen und Versammlungen stehen für Berlin an erster Stelle."

Spranger erinnerte daran, dass die Berliner Sicherheitsbehörden viel Erfahrung und Professionalität hätten, um Veranstaltungen und Versammlungen zu schützen. "Allein im vergangenen Jahr wurden rund 7000 Versammlungen durchgeführt, darunter 169 Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern", erläuterte sie. Als Beispiele nannte sie den Berlin-Marathon, die große Fahrradsternfahrt des ADFC Berlin sowie unzählige Kultur- und Musikveranstaltungen in der Stadt. 

Um den Schutz solcher Events zu verbessern, sei auch Geld in die Hand genommen worden. "Allein 2024 und 2025 hat mein Haus mehr als fünf Millionen Euro für hunderte neue, mobile Zufahrtsschutzelemente bereitgestellt." Gleichwohl könne es keine hundertprozentige Sicherheit geben, so Spranger. 

Tobias Köberlein

Keine "lückenlose" Aufklärung? - Saleh droht mit Untersuchungsausschuss

Der Berliner SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh hat am Freitag angekündigt, einen Untersuchungsausschuss einberufen zu wollen, sollte es keine "lückenlose" Aufklärung rund um den Anschlag auf den CSD geben. "Der Auftrag und die Erwartung, die ich habe, ist ganz klar. Ich erwarte eine lückenlose Aufklärung. Ansonsten gibt es ein Untersuchungsausschuss", sagte Saleh.

Dabei kritisierte er auch das Fernbleiben der Sondersitzung des Innenausschusses von Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) scharf.  "Ich habe kein Verständnis dafür, dass bei einem Sonderausschuss des Landes die zuständige Justizsenatorin nicht da war", so Saleh. Das habe für Befremden und Ratlosigkeit gesorgt. "Gerade auch die Bereiche Inneres und Justiz werden jetzt einen Beitrag zu einer schonungslosen, lückenlosen Aufklärung leisten müssen."

Pia Pentzlin

Pia Pentzlin

Weißer Ring hilft Opfern des Terroranschlags

Der Weiße Ring unterstützt die Opfer des Terroranschlags im Berliner Tiergarten. Die Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer habe umgehend erste Schritte eingeleitet, um Betroffene unbürokratisch unterstützen zu können, erklärte der Berliner Landesvorsitzende Rolf Schmachtenberg. «Wir sind jetzt für die Opfer dieser Tat da.» Der Weiße Ring ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Hilfsorganisation für Kriminalitätsopfer.

Professionell ausgebildete ehrenamtliche Opferhelfer könnten nicht nur finanzielle Soforthilfen auszahlen oder Kontakt zu Behörden und Hilfseinrichtungen herstellen, erläuterte er. "Wir begleiten die Betroffenen in dieser belastenden Situation und versuchen, ihnen Halt zu geben." Die Angebote richteten sich nicht nur an Verletzte, sondern auch an Angehörige, Helfer und Augenzeugen. "Wir lassen niemanden allein", so Schmachtenberg.

Ergänzend appellierte er an die Öffentlichkeit, den Blick auf die Opfer zu richten und nicht auf den Täter. Der Weiße Ring ist erreichbar über das Opfer-Telefon unter der Rufnummer 116006 oder über das Landesbüro Berlin unter der Nummer 030 8337060 und der Mailadresse [email protected].

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Reul: Freilassung von Gefährdern kann man sich nicht erlauben

NRW-Innenminister Herbert Reul fordert mehr Durchgriff im Umgang mit Gefährdern. „Das kann so nicht weitergehen“, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Wenn Anklage gegen einen Gefährder erhoben werde, „kann man sich eigentlich nicht erlauben, ihn auf freien Fuß zu setzen“, betonte Reul. Auch die Abläufe in solchen Verfahren müssten beschleunigt werden.

Der Attentäter Abdul B. war im Mai 2026 zu einer Jugendstrafe von 22 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird, sollte erst sechs Monate später entschieden werden, so dass er aus der Untersuchungshaft frei gekommen war.

Man müsse auch Möglichkeiten abwägen, Gefährder abzuschieben, bevor sie Straftaten begehen, sagte Reul. „Wenn einer wirklich zu gefährlich für unsere Gesellschaft ist, muss man nachdenken, ob man da auch nicht einen Weg findet zu sagen: Dann geh' doch dahin, wo du deinen Krieg führen willst.“ In NRW leben nach Zahlen des Düsseldorfer Innenministeriums 48 Gefährder, die keinen deutschen Pass haben.

Besonders schwierig sei die Lage bei doppelter Staatsbürgerschaft. „Wenn der Mensch, der die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen hat, überhaupt nicht bereit ist, auch die Grundsätze dieses Staates anzuerkennen, sondern der Meinung ist, hier müsste ein ganz anderes Recht – nämlich die Scharia – herrschen, dann frage ich mich, wieso will er die deutsche Staatsbürgerschaft und warum behält er die?“, sagte Reul. Über Handlungsoptionen nachzudenken, sei legitim. Nach den vielen Anschlägen der vergangenen Jahre seien zu wenige praktische Konsequenzen gezogen worden, kritisierte der Innenminister.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

CSD in Hamburg – mehr Polizeipräsenz nach Angriff in Berlin 

Eine Woche nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin steht Hamburg im Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen. Rund 250.000 Menschen werden am Samstag nach Angaben der Veranstalter zu einer Demonstration und den begleitenden Veranstaltungen am Wochenende erwartet. Im Mittelpunkt steht auch in diesem Jahr ein gemeinsames Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und den Schutz queerer Menschen.

Nach dem islamistisch motivierten Angriff auf feiernde Menschen in Berlin werden bei der Hamburger Demonstration deutlich mehr Polizisten im Einsatz sein als 2025. Das bestätigte die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In Deutschland bestehe weiterhin eine abstrakt hohe Gefährdungslage. Mit jetzigem Stand bestünden jedoch für die Veranstaltungen rund um den Hamburger CSD keine konkreten Gefährdungshinweise.

Philipp Luther

Philipp Luther

Vater half Polizei offenbar bei der Suche nach Abdul Ballout

21 Stunden lang war Abdul Ballout auf der Flucht vor den Sicherheitskräften. Schließlich kam die Polizei seinem Versteck auf die Spur - in einer Kleingartenanlage im Berliner Nordwesten fanden sie den 21-Jährigen. Dorthin gelangten die Fahnder mithilfe von Tipps aus dem Umfeld Ballouts.

Die "Bild"-Zeitung berichtet nun, was viele längst geahnt hatten: Der Vater habe der Polizei bei der Suche geholfen, heißt es in der "Bild". Aus Sicherheitskreisen habe das Blatt erfahren, dass der Vater und ein Freund die wichtigsten Hinweisgeber in dem Fall gewesen seien. Von dem namentlich nicht genannten Freund sei der Hinweis auf die Kleingartenanlage gekommen. Dort erschossen wenig später Polizisten den mutmaßlichen Attentäter.

Philipp Luther

Philipp Luther

Berliner Imame: Religiös begründeter Extremismus ist reale Gefahr

Die Berliner Imame haben den Anschlag am Rande des Christopher Street Days am Samstagabend scharf verurteilt. Weiterhin verurteilten sie jede verbale, physische und psychische Gewalt gegen queere Personen oder Angehörige anderer Minderheiten, teilten die Imame am Dienstag mit. Religiös begründeter Extremismus sei eine reale Gefahr.

Die Imame betonen, Radikalisierung geschehe selten plötzlich. Sie sei meist Ergebnis eines schleichenden Prozesses, der sich heute häufig im Internet und in Sozialen Medien vollziehe. Der Rat Berliner Imame werde auch weiter seinen Beitrag zur Prävention leisten. „In unseren Gemeinden und unserer Bildungsarbeit treten wir entschieden gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit sowie religiös oder politisch begründetem Extremismus ein“, heißt es weiter. 

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