Ledger-Wallets im Visier von Krypto-Kriminellen


t3n als bevorzugte Quelle bei Google hinzufügen

Verpasse keine News mehr!

Über manipulierte Hardware-Wallets von Ledger sollen Krypto-Kriminelle rund 90 Millionen US-Dollar erbeutet haben. Zunächst schien das Problem auf Asien beschränkt. Doch jetzt will ein Nutzer in Deutschland ein verstecktes Implantat gefunden haben.

Anzeige

Ledger Hardware-Wallets

Eigentlich sollen Hardware-Wallets wie jene von Ledger Kryptowährungen sicher aufbewahren. (Foto: Ledger)

Mit „Not Your Keys, Not Your Coins“ haben Fans von Kryptowährungen einen wichtigen Schlüsselsatz geprägt. Wer Bitcoin und Co auf einer Börse oder Plattform liegen lässt, besitzt sie nicht wirklich, weil andere über die privaten Schlüssel verfügen. Demnach sind die Coins nur auf einer eigenen (Hardware-)Wallet wirklich sicher.

Anzeige

Millionenschaden durch manipulierte Wallets

Dieser Krypto-Grundsatz ist derzeit allerdings ordentlich ins Wanken geraten. Denn ausgerechnet Hardware-Wallets des bekannten Anbieters Ledger scheinen ein Sicherheitsproblem zu haben. Wie Computerbild berichtet, sollen Krypto-Kriminelle über manipulierte Ledger-Wallets mehr als 86 Millionen Dollar erbeutet haben.

Top-Artikel

${content}

${custom_anzeige-badge} ${custom_tr-badge} ${section}

${title}

${custom_anzeige-badge}

${custom_tr-badge} ${section}

${title}

Einige Branchenbeobachter:innen beziffern die Fehlbeträge sogar mit rund 93 Millionen Dollar. Zahlreiche Ledger-Nutzer:innen haben von entsprechenden Diebstählen berichtet. Allein 6,6 Millionen Dollar in Kryptowährungen sollen einer einzelnen Person abhanden gekommen sein.

Anzeige

Ledger untersucht Vorfälle in Asien

Ledger hat mittlerweile Untersuchungen eingeleitet. Ersten Erkenntnissen zufolge befand sich in mindestens einem untersuchten Gerät eine Hardware-Erweiterung, die wohl die beim Einrichten angezeigte Seed-Phrase abfangen konnte. Diese privaten Schlüssel dienen der Wiederherstellung des Zugangs zur Wallet – und öffnen Angreifer:innen das Tor zu den darauf verwahrten Kryptowährungen.

Eigentlich schien das Problem auf Asien und den dort tätigen Ledger-Händler Cryptbilis beschränkt zu sein. Dieser hat nach Aufforderung des Herstellers vorübergehend den Verkauf der Wallets eingestellt.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von TargetVideo GmbH auf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden.

Hinweis zum Datenschutz

Berichte über Hardware-Implantat in Europa

Mittlerweile soll es aber auch aus Europa Berichte über manipulierte Ledger-Wallets geben. So teilte ein deutscher Nutzer via X Bilder einer mutmaßlich mit einem Hardware-Implantat versehenen Wallet, die er bei Mediamarkt gekauft haben will.

Von sinnfreien Sicherheitsfragen bis zu unsicheren Passwörtern: Die dümmsten Security-Patzer

Eine Bestätigung des Herstellers gibt es dazu noch nicht. Laut Computerbild ist auch unklar, ob dieser Fall mit jenen in Asien zusammenhängt. Ledger, das die Fälle in Asien eingeräumt hat, erklärte, dass seine direkten Verkaufswege sicher seien.

Anzeige

Nutzer sollten neue Wallet einrichten

Sicherheitshalber rät das Unternehmen Nutzer:innen aber, ihre Kryptowährungen auf eine neue Wallet umzuziehen, bei denen sie die Seed-Phrase neu erzeugen lassen. Bevor aber nicht geklärt ist, ob auch Ledger-Wallets in Europa und Deutschland betroffen sind, sollten Nutzer:innen hierzulande diesen Rat mit Vorsicht genießen.

Startseite