Leidenschaft weitergeben: Ex-Radprofi Tobi Heimkreitner gründet Verein in Marienstein


Stand: 08.09.2026, 07:22 Uhr

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Radfahren ist ihre Leidenschaft: Tobias Heimkreitner hat einen Verein gegründet, um Kinder für den Sport zu begeistern.

Radfahren ist ihre Leidenschaft: Tobias Heimkreitner hat einen Verein gegründet, um Kinder für den Sport zu begeistern. © Privat

Tobias Heimkreitner hat den RRC Marienstein gegründet, um Kindern eine Leidenschaft zu vermitteln. Rund 20 Nachwuchs-Biker trainiert der frühere Profi bereits jeden Donnerstag.

Marienstein – Er wurde Achter bei der Mountainbike-Marathon Europameisterschaft, gewann die Xenofit-Master-Gesamtserie und den Mountainbike-Marathon in Willingen. Tobias Heimkreitner hat Erfolge und Erfahrungen fürs Leben gesammelt. Diese Erfahrungen will er nicht nur an andere weitergeben, sondern ihnen auch selbst ermöglichen. Deshalb hat der ehemalige Radsport-Profi den Radrennclub (RRC) Marienstein gegründet.

„Ich will Kindern damit eine Identität geben“, sagt der gebürtige Bad Tölzer, der mittlerweile mit seiner Familie in Marienstein lebt. Nach seiner Profikarriere studierte Heimkreitner Lehramt und ist heute Lehrer an der Mittelschule Holzkirchen. „Ich beobachte, dass sich Kinder immer weniger mit etwas identifizieren.“ Der RRC Marienstein setzt den Fokus deshalb auf die Förderung des Nachwuchses. „Ich will einen Ort schaffen, an dem Kinder eine Leidenschaft aufbauen und an dem sie sich wohlfühlen.“ Schon länger habe der 46-Jährige mit dem Gedanken gespielt, seine Expertise und sein Netzwerk zu nutzen. So reifte der Gedanke, etwas Eigenes aufzubauen. Im August gründeten Heimkreitner, seine Frau Leila und fünf weitere Mitglieder deshalb den Verein.

Interessierte

Eltern, Ehrenamtliche oder Radlfahrer können sich bei Tobi Heimkreitner unter Tel. 0163/7001976 oder per Mail an [email protected] melden. Das Training findet donnerstags um 16 Uhr am Eisplatz in Marienstein statt.

Beim Radfahren erlernen die Kinder nicht nur sportliche Fähigkeiten, weiß der Trainer. „Die Kinder lernen Durchsetzungsvermögen, Mut, Zielstrebigkeit und auch eine Frustrationstoleranz. Das sind Werte, die ein ganzes Leben lang wichtig sind.“ Die Kinder und Jugendlichen sollen beim RRC nicht nur trainieren, sondern als „Racing Rockets“ auch Rennen fahren. „Da lernt man viel über Sozialkompetenz und Emotionen.“

Erste Erfolge konnte der junge Verein schon feiern: Beim Bergzeitfahren zur Niederhofer Alm gewannen alle vier RRC-Fahrer in ihrer Altersklasse. „Das ist ein Einstand nach Maß.“ Das Training findet immer donnerstags am Eisplatz in Marienstein statt. Die Basis legt Heimkreitner bei der U7 mit Mountainbiken. Die Kinder fahren über Rampen und Hindernisse, üben Balance und Geschicklichkeit. Ab der U11/U13 können die Nachwuchs-Biker dann auch Straßenrennen fahren. Heimkreitner geht es aber nicht um künftige Platzierungen, sondern um eine Gemeinschaft. Um diese zu stärken, soll es demnächst auch ein einheitliches Trikot für alle Fahrer geben. „Mir geht es um den Spirit. Ich will die Kinder bestmöglich unterstützen: ideell, aber auch mit Material.“

Rund 20 Kinder trainiert Heimkreitner, der auch Vorsitzender des Vereins ist, derzeit. Mit Robert Gorgos, Ausbilder im Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und Trainer beim Bayerischen Radsportverband, und der ehemaligen US-amerikanischen Biathlon-Olympionikin Annelies Cook hat der Mariensteiner zwei „hochkarätige“ Unterstützer. „Annelies und Robert sind langjährige Freunde“, erklärt der Lehrer. Weitere Ehrenamtliche sind gerne gesehen. „Ich will ein großes Netzwerk ausbauen.“

Der Fokus liegt zwar beim Nachwuchs, doch auch Erwachsene sind im RRC willkommen, betont der Vorsitzende. Für ihn war seine aktive Karriere als Radprofi eine sehr prägende Zeit. Den Kontakt zum Sport habe er nie verloren. „Das ‚Radlvirus‘ ist dann auch auf meine beiden Buam übergegangen. Für mich ist es Ehrensache, dass ich das auch anderen Kindern weitergebe.“