Hobbykoch aus Bergkirchen brilliert bei der ZDF-Küchenschlacht
Stand: 08.09.2026, 07:22 Uhr
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Daniel Rammelmeier aus Deutenhausen kochte sich durch drei Runden der ZDF-Küchenschlacht. Sein Thai Curry kostete ihn das Weiterkommen.
Bergkirchen – „Die Küchenschlacht“ ist seit 2008 fester Bestandteil des ZDF-Programms. Von Montag bis Freitag treten dabei Hobbyköche gegeneinander an. Daniel Rammelmeier aus Deutenhausen (Gemeinde Bergkirchen) war jetzt mit dabei, und das anfangs ziemlich erfolgreich. Vergangene Woche war er nach einigen Runden ausgeschieden. Jetzt erzählt er, was er bei der Kochshow so erlebt hat, und wie es überhaupt dazu kam, dass er seine Gerichte fürs Fernsehen kochte.

Er liebt es, ins Fitnesscenter zu gehen, doch Daniel Rammelmeiers zweites Hobby ist das Kochen. Und das kann er so gut, dass seine Verlobte Fabienne ihm vorschlug, sich bei der Kochsendung „Die Küchenschlacht“ zu bewerben. „Meine Oma schaltet die Sendung regelmäßig ein“, sagt der Einzelhandelskaufmann bei Rewe in Indersdorf. Er selbst schaut das Programm eher sporadisch.
Das Kochen hat ihm die Mutter beigebracht
Das Kochen hat ihm die Mutter beigebracht. „Früher war ich nur Küchenhilfe. Aber ich wollte es dann richtig lernen.“ Große Scheu hatte der 26-Jährige nicht, sich zu bewerben, denn ein paar Rezepte könne er in- und auswendig. „Ein bisschen Respekt war aber schon dabei“, gibt Rammelmeier zu. Er lud sich im August 2025 das Kontaktformular runter, auf dem er Angaben zu seiner Person machen und Fotos von eigenen Gerichten mitliefern musste.
Bei der Küchenschlacht treten insgesamt sechs Hobbyköche von Montag bis Freitag in einem täglichen Ausscheidungskampf und jeweils unter einem Motto an. Am Montag ist es jedes Mal das persönliche Leibgericht, Dienstag eine kreative Vorspeise, Mittwoch ein vegetarisches Gericht, am Donnerstag ein zum vorgegebenen Motto passendes Hauptgericht, und am Freitag kochen die zwei noch verbleibenden Kandidaten ein Gericht nach einem vorgegebenen Rezept des moderierenden Kochs.
Knapp ein Jahr lang hatte er nichts vom ZDF gehört. „Ich dachte schon, meine Bewerbung sei untergegangen, und war fast ein bisschen enttäuscht. Ich hatte ja einigen Leuten bereits davon erzählt.“ Anfang Juli kam doch endlich die Zusage.
Er habe nicht Probe gekocht, so Rammelmeier. „Keine Zeit gehabt. Ich war ja vorher in Urlaub. Und das war dann zu kurzfristig.“ Aber er habe Gerichte gewählt, von denen er wusste, dass sie funktionieren.
Ende Juli flog er dann nach Hamburg und lernte seine Mitbewerber kennen, darunter eine Frau aus München und ein älterer Mann aus Österreich. Jeden Tag wurden die Hobbyköche mit einem Shuttlebus abgeholt. „Wir haben uns sofort gut verstanden, und es war auch ein totaler Zusammenhalt“, betont Daniel. Die Köche und das Team seien ebenfalls „supernett“ gewesen.
Ratschläge von Spitzenköchin
In dieser Staffel stand den Kandidaten Spitzenköchin Viktoria Fuchs mit Rat und Tat zur Seite. Die Juroren wechseln täglich. Alle Zutaten und Gerätschaften wurden natürlich gestellt und sauber an der jeweiligen Kochstelle bereitgelegt. Das habe es schon mal leicht gemacht, auch wenn keiner der Kandidaten trotzdem eine gewisse Anspannung verbergen konnte. „Das Publikum ist mir gar nicht aufgefallen. Es war alles in allem eine ungewohnte Situation mit den vielen Kameras und dem Zeitdruck“, gibt der 26-Jährige zu. Denn es wird tatsächlich in Echtzeit gekocht. Ein Nachdreh von verpatzten Handgriffen ist nicht möglich. Im Fernsehen wird die reine Kochzeit jedoch leicht gerafft dargestellt.
Kleine Pannen bleiben bei den Sendungen manchmal tatsächlich nicht aus. Zum Auftakt wollte Daniel Rinderfilet mit Kartoffelrösti, Prinzessbohnen im Speckmantel und Chimichurri, eine mexikanische Kräutersoße, zubereiten. Das Team habe ihm aber irrtümlich statt Filet ein Entrecote zur Verfügung gestellt. „Das wird anders gebraten“, weiß Daniel. Die kleine Verwechslung war für ihn nicht weiter schlimm und wurde berücksichtigt. Überhaupt fühlte sich Daniel von den Profiköchen, hier Cornelia Poletto, fair bewertet.
Caesar Salad mit knuspriger Maishähnchenbrust
Am Dienstag zauberte der junge Hobbykoch einen Caesar Salad mit knuspriger Maishähnchenbrust. Alles lief gut. Dem Juror Ralf Zacherl und dem Publikum, das sich stets durchprobieren darf, schmeckte es. Am Mittwoch stand ein vegetarisches rotes Thai Curry mit knusprigem Tofu bei ihm auf dem Speiseplan. Und dann das: Bei der Vorbereitung der Kochstelle samt Zutaten hatte Daniel den Herd zu stark aufgedreht, einiges vom Kochwasser für den Reis verdampfte. Außerdem wurde das Curry zu ölig. Kleinigkeiten, die Juror und Sternekoch Thomas Martin ankreidete, und die für ihn das Aus bedeuteten.
Daniel sah es gelassen. Jedem, der am Kochen Spaß hat, würde er empfehlen, mutig zu sein und es selbst einmal zu probieren. „So eine Erfahrung nimmt einem keiner.“ Die Ausstrahlung haben sich natürlich Kollegen, Kumpels und die Familie angeschaut. „Und die war besonders stolz.“
sas
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