Letzte Hausarztpraxis im Ort macht dicht– Grund für Schließung unbekannt


Stand: 17.07.2026, 17:32 Uhr

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Auf der Webseite ihrer Arztpraxis verkündet Dr. Silvia Müller-Gongoll die Schließung.

Auf der Webseite ihrer Arztpraxis verkündet Dr. Silvia Müller-Gongoll die Schließung. © Robin Taskin

Dr. Silvia Müller-Gongoll hat ihre Arztpraxis dauerhaft geschlossen. Rund 1.400 Patienten fragen sich jetzt, wie es weitergeht.

Asendorf – Die letzte verbliebene Hausarztpraxis in Asendorf ist „dauerhaft geschlossen“. So steht es seit Kurzem auf der Webseite von Internistin Dr. Silvia Müller-Gongoll. Zu den Gründen macht sie dort keine Angaben. Auch eine Anfrage der Mediengruppe Kreiszeitung lässt die Medizinerin bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

„Es hat mich gewundert, dass nicht mehr kommuniziert wurde“, sagt Asendorfs Bürgermeister Gerd Brüning am Telefon. Jüngst habe er von Müller-Gongoll per E-Mail erfahren, dass sie ihre Praxis schließt. Über die Ursache sei auch er nicht informiert worden. Und so kann er die nach eigener Aussage dutzenden Bürger, die ihn zurzeit wegen des Themas kontaktieren, allenfalls bedingt aufklären.

Nach Arztpraxis-Schließung: Bürgermeister sucht nach Lösung

Brüning berichtet, dass die Ärztin zuletzt eine eineinhalbmonatige Pause eingelegt hatte. „Eigentlich hätte sie jetzt wieder angefangen zu arbeiten“, so der ehrenamtliche Bürgermeister.

Wie es nun für die laut Brüning rund 1.400 Patienten der Praxis weitergeht, ist offen. Kommende Woche sei er zusammen mit Samtgemeinde-Wirtschaftsförderin Uta Seim-Schwartz für ein Gespräch mit Vertretern der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) verabredet. Eine der Kernaufgaben der KVN ist es, die flächendeckende medizinische Versorgung sicherzustellen.

Laut KVN-Pressesprecher Detlef Haffke informiert die Vereinigung in Fällen von Praxisaufgaben die Ärzte in der Umgebung, „dass sie sich auf stärkeren Zulauf einstellen müssen“. Eine Pflicht zur Aufnahme von Patienten, die ihre Hausärzte verloren haben, gebe es demzufolge nicht. In der Regel gelinge es aber „ganz gut“, die Menschen anderweitig medizinisch anzubinden.