Ludwig-Show gegen Gummersbach: Füchse feiern Big Points im Spitzenspiel
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Es dauerte am Sonntagabend sieben Minuten und zwei Sekunden, bis sich Lasse Ludwig dazu entschlossen hatte, ein Handballspiel zu entscheiden. Der Torhüter der Füchse Berlin hatte im Duell mit dem VfL Gummersbach gerade den Treffer zum 3:5 kassiert – und sollte ab jetzt für mehr als zwölf Minuten einfach gar kein Gegentor mehr zulassen.
Ludwig überragte mit von diesem Moment an neun Paraden bis zur Halbzeitpause. Seine Füchse nutzten das für einen 8:0-Lauf, der ihnen ein Polster bescherte, das sie bis zum Schluss nicht mehr hergaben. Das 33:28 (16:13) gegen die Gäste aus Nordrhein-Westfalen war ein großer Sieg in einem Spitzenduell der Handball-Bundesliga.
„Lasses Leistung heute spricht für sich selbst. Den Energieboost, den er uns mit unserer Abwehr gegeben hat, war top“, jubelte Trainer Nicolej Krickau. „Ich fühle mich momentan sehr wohl im Tor“, sagte Ludwig selbst. „Und das vor heimischer Kulisse bestätigen zu können, tut umso mehr gut.“
Handball-Bundesliga: Füchse Berlin besiegen den VfL Gummersbach
Krickau hatte schon im Vorfeld über Gummersbach gesagt: „Das ist ein absoluter Topgegner, der in seiner Intensität so unfassbar stabil ist. Das wird eine Herausforderung und ein absoluter Kracher.“ Der Füchse-Coach sollte Recht behalten, der VfL forderte sein Team bis aufs Äußerste.
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Doch die an diesem Abend großartige Defensive um Kapitän Max Darj und Mijajlo Marsenic ermöglichte in Zusammenarbeit mit Keeper Ludwig den Zwischenrausch bis zum 11:6 (20.). Über die Ballgewinne gelangen viele einfache Treffer im Tempospiel.
Ludwig setzt auch im zweiten Durchgang wichtige Akzente
Weil Gummersbach aber mittlerweile (wieder) zum Reigen der absoluten Top-Klubs der Bundesliga gehört, ließen die Gäste trotz des spektakulären Füchse-Laufs noch nicht ganz locker. So blieb es auch im zweiten Durchgang ein hartes Stück Arbeit, das die 8201 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle immer wieder von ihren Sitzen riss. Die Füchse spielten auffällig emotional und bejubelten selbst kleinere gelungene Aktionen ekstatisch, um den Schwung ihrer Fans mitzunehmen.
„Wir haben uns das dieses Jahr vorgenommen, dass wir noch mehr mit unseren tollen und energetischen Fans arbeiten wollen, die Halle noch mehr anzünden wollen“, sagte Matchwinner Ludwig. „Das ist uns heute ganz gut gelungen.“
Selbst in etwas zäheren Phasen hatten die Berliner Antworten, weil sich die Angriffsformation mit Matthes Langhoff und Tobias Gröndahl inzwischen gut gefunden hat. Einzig die Chancenverwertung machte hier und da etwas Probleme. Weil Ludwig aber auch im zweiten Durchgang wichtige Akzente setzte, geriet der Sieg nicht mehr ernsthaft in Gefahr.
Saisonstart für die Füchse geglückt
Mit 6:2 Punkten in der Bundesliga und dem gelungenen Auftakt in die Champions League (44:33 am Donnerstag bei Partizan Belgrad) steht nun unterm Strich ein gelungener Saisonstart. Der war den Füchsen angesichts des schwierigen Transfersommers und des anspruchsvollen Auftaktprogramms nur von den wenigsten zugetraut worden.
Am Mittwoch wartet schon die nächste Reifeprüfung. Zum ersten Heimspiel der Königsklasse kommt Veszprém HC in die Max-Schmeling-Halle (20.45 Uhr, Dyn). Am Sonntagabend in der Max-Schmeling-Halle dominierte jedoch zunächst der Jubel über Big Points in der Bundesliga.