Lufthansa startet neuen Kostenlos-Service – und arbeitet dafür mit Elon Musk
Stand: 11.08.2026, 06:00 Uhr
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Die Lufthansa Gruppe rüstet ihre gesamte Flotte mit Starlink aus. Los geht es am 19. August mit einem Airbus A320neo. Kostenlos ist das Netz aber nicht für alle.
Frankfurt – Die Lufthansa Gruppe stattet ihre gesamte Flotte mit dem Satelliten-Internetdienst des amerikanischen Anbieters Starlink aus. Den Anfang macht am kommenden Mittwoch, 19. August, ein Mittelstreckenflugzeug vom Typ Airbus A320neo der Kernmarke Lufthansa, das erstmals mit dem neuen WLAN-Dienst unterwegs sein wird. Reisende haben damit die Möglichkeit, mit ihren eigenen Geräten schnell im Netz zu surfen, Videos zu streamen oder auf ihr Unternehmensnetzwerk zuzugreifen.
Laut Lufthansa soll die verfügbare Übertragungsgeschwindigkeit in vielen Situationen sogar die heimische oder bürobasierte Internetverbindung übertreffen. Damit zählt der im MDax notierte Konzern zu den ersten Fluggesellschaften weltweit, die diesen Dienst einsetzen. Starlink ist ein Dienst von SpaceX, dem Raumfahrtunternehmen des amerikanischen Milliardärs Elon Musk, das dafür ein Netz von mehr als 9000 Satelliten aufgebaut hat. Viele weitere Fluggesellschaften haben bereits Interesse an einem Wechsel zu Starlink bekundet. In Europa nimmt Air Baltic dabei eine Vorreiterrolle ein.
Schnelles Starlink-Internet in Lufthansa-Flügen soll für viele kostenlos sein
Für Vielflieger mit Statusmitgliedschaft sowie für alle Passagiere, die sich ein Konto unter der sogenannten „Travel-ID“ einrichten, soll die Nutzung des Internets an Bord kostenlos sein, wie Lufthansa ankündigt. Über die Höhe der Investitionen äußerte sich das Unternehmen nicht. Die erforderliche Ausrüstung wird im Rahmen ohnehin angesetzter Wartungsarbeiten in die Maschinen eingebaut. Vorstandsmitglied Dieter Vranckx erklärte: „Bis 2029 werden alle rund 850 Flugzeuge der Gruppe mit dieser Technologie ausgestattet sein“.
Eine Unternehmenssprecherin teilte mit, dass für sämtliche Fluggesellschaften der Gruppe bereits konkrete Rollout-Pläne vorlägen. Nach der A320-Flotte der Kernmarke Lufthansa folgen als nächste die Maschinen der Töchter Swiss, Austrian Airlines und Brussels Airlines. Wer das Angebot über das Portal „Lufthansa Group WiFi“ nutzen möchte, muss zunächst bestimmten Verhaltensregeln zustimmen. Dazu gehört unter anderem, beim Abspielen von Ton- und Videoinhalten stets Kopfhörer zu verwenden, auf Telefon- und Videogespräche zu verzichten sowie keine Live-Übertragungen aus dem Flugzeug heraus zu starten.