Fast zehn Millionen Euro: Dieses Nordsee-Haus sprengt alle Vorstellungen
Luxus-Wohnen im 250 Jahre alten Nordsee-Haus: Diese Immobilie sprengt alle Register
Stand: 28.07.2026, 18:00 Uhr
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Fast zehn Millionen Euro für ein rund 250 Jahre altes Reetdachhaus auf Sylt: Das Luxus-Anwesen zählt zu den teuersten Ferienimmobilien Deutschlands – und steht für die explodierenden Preise an der Nordsee.
Sylt – Wer sich den Traum vom Ferienhaus in Deutschland erfüllen möchte, muss auf Sylt besonders tief in die Tasche greifen. Nirgendwo sind Häuser teurer als in Kampen. Das zeigt ein Ranking von immowelt.de, das die Angebotspreise in 68 deutschen Ferienorten ausgewertet hat. Mit durchschnittlich 24.327 Euro pro Quadratmeter liegt Kampen bundesweit an der Spitze. Dahinter folgen Wenningstedt-Braderup (14.941 Euro) und die Gemeinde Sylt (12.225 Euro) – ebenfalls auf Deutschlands größter Nordseeinsel. Erst auf Platz fünf taucht mit Norderney ein Ferienort auf, der nicht zu Sylt gehört.
Dass Sylt den deutschen Markt seit Jahren dominiert, liegt nach Einschätzung von Immobilienexperten vor allem am knappen Angebot. Wie welt.de berichtet, treffen auf der Insel eine hohe Nachfrage wohlhabender Käufer, ein begrenztes Flächenangebot und strenge Bauvorgaben aufeinander. Das halte das Preisniveau hoch.
Nicht nur an der Nordsee teuer: Diese Ferienorte in den Alpen gehören ebenfalls zu Deutschlands teuersten
Auch in den deutschen Alpen müssen Käufer für Ferienhäuser tief in die Tasche greifen. Spitzenreiter im Immowelt-Ranking ist Rottach-Egern am Tegernsee mit durchschnittlich 12.684 Euro pro Quadratmeter. Es folgen Tegernsee (12.530 Euro) und Kreuth (10.683 Euro). An die Preise auf Sylt reicht jedoch keine Alpengemeinde heran. Laut Immowelt treiben insbesondere die Seelage, das Alpenpanorama und die Nähe zu München die Preise rund um den Tegernsee.
Nordsee-Haus sprengt alle Preisrekorde: Luxus-Anwesen auf Sylt für 9,95 Millionen Euro
Dass die Durchschnittspreise nur einen Teil des Marktes zeigen, verdeutlichen aktuelle Luxusangebote. Zu den teuersten Inseraten zählt ein historisches Anwesen in Keitum auf Sylt. Das reetgedeckte Haus aus dem Jahr 1776 wurde laut Exposé originalgetreu saniert und verfügt über rund 255 Quadratmeter Wohnfläche auf einem etwa 2000 Quadratmeter großen Grundstück. Der Angebotspreis liegt bei 9,95 Millionen Euro.

Rechnerisch entspricht das einem Quadratmeterpreis von rund 39.000 Euro und liegt damit deutlich über dem ohnehin hohen Durchschnitt in der Gemeinde Sylt. Ebenfalls auf Sylt wird ein friesisches Kapitänshaus in Kampen für 9,25 Millionen Euro angeboten. Am Tegernsee kostet ein denkmalgeschütztes Bauernhaus mit See- und Bergblick 9,6 Millionen Euro.
Wer nicht unbedingt in den bekanntesten Ferienorten kaufen möchte, findet deutlich günstigere Alternativen. Laut der Auswertung kosten Häuser an der Wurster Nordseeküste im Durchschnitt 1.440 Euro pro Quadratmeter, in Esens 1.691 Euro. In den Bergen zählen Isny im Allgäu (3.555 Euro) und Bad Hindelang (4.124 Euro) zu den günstigeren Standorten.
Immobilien an der Nordsee: Was hinter dem Preisranking von Immowelt steckt
Für das Ranking wertete immowelt Angebote in 68 deutschen Ferienorten aus. Grundlage sind Angebotspreise für typische Einfamilienhäuser und Wohnungen zum Stichtag 1. Juni 2026. Es handelt sich nicht um tatsächlich erzielte Kaufpreise, sondern um modellierte Durchschnittswerte für Musterimmobilien. Dadurch können einzelne Objekte – insbesondere exklusive Luxusimmobilien oder sanierungsbedürftige Häuser – deutlich von den genannten Durchschnittspreisen abweichen.