Magdeburger Klinikum erhält 43,2 Millionen Euro – Teil aus Corona-Sondervermögen
Das Städtische Klinikum Magdeburg erhält 43,2 Millionen Euro für den Ausbau seiner Notfallversorgung. Mit dem Geld sollen unter anderem eine neue zentrale Notaufnahme mit Infektionsabteilung, eine Beobachtungsstation, ein Ambulanzbereich und ein ambulantes Operationszentrum entstehen.
Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) übergaben den Förderbescheid am Freitag an Klinik-Geschäftsführer Willi Lamp. Hintergrund für den Ausbau ist die stark gestiegene Zahl der Patienten.
Neue Infektionsabteilung mit 24 Betten
Die bestehende Notaufnahme war ursprünglich für rund 10.000 ambulante und 14.000 stationäre Patienten pro Jahr ausgelegt. Inzwischen versorgt das Klinikum nach Angaben des Ministeriums jährlich rund 43.000 Menschen in der Notaufnahme.
Bis 2030 sollen mehrere Baumaßnahmen umgesetzt werden. Im Mittelpunkt steht der Neubau der Zentralen Notaufnahme. Sie soll künftig stärker auf pandemische Situationen vorbereitet sein.
Infektiöse und nicht-infektiöse Patienten sollen räumlich getrennt behandelt werden können. Dafür sind unter anderem separate Wartebereiche und Schleusen vorgesehen. Im Neubau entsteht außerdem eine Infektionsabteilung mit 24 Betten. Geplant sind Ein- und Zweibettzimmer mit eigenen Sanitärbereichen sowie Schleusen vor den Patientenzimmern.
Nach Fertigstellung des Neubaus soll im bisherigen Gebäude der Notaufnahme eine Beobachtungsstation mit neun Betten eingerichtet werden. Hinzu kommen ein neuer Ambulanzbereich und ein ambulantes Operationszentrum.
Corona- und Infrastruktur-Sondervermögen finanzieren den Ausbau
Die Fördermittel stammen nach Angaben des Gesundheitsministeriums Sachsen-Anhalt unter anderem aus dem Sondervermögen „Corona“ und dem Sondervermögen „Infrastruktur“. Sondervermögen sind zweckgebundene Finanzmittel außerhalb des regulären laufenden Landeshaushalts.
Das Corona-Sondervermögen war eingerichtet worden, um pandemiebedingte Ausgaben und Investitionen zu finanzieren und Strukturen widerstandsfähiger gegen künftige Krisen zu machen. Dazu zählen auch Investitionen in den Infektionsschutz und die medizinische Versorgung. Wie sich die 43,2 Millionen Euro konkret auf die beiden Sondervermögen verteilen, geht aus der Mitteilung des Ministeriums nicht hervor.
Das Klinikum Magdeburg gehört nach Angaben des Landes zu den Krankenhäusern mit der höchsten Stufe der Notfallversorgung in Sachsen-Anhalt. Die neue Infrastruktur soll die medizinische Versorgung in Magdeburg und im Umland langfristig absichern.
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