Max Stiegler ist neuer Schützenkönig in Bromskirchen


Stand: 03.08.2026, 17:40 Uhr

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Der neue Schützenkönig: Max Stiegler (32) mit dem 210. Schuss.

Der neue Schützenkönig: Max Stiegler (32) traf den Vogel mit dem 210. Schuss. © Foto: Gerhard Meiser

Hochsommerliche Temperaturen, ein zäher Vogel und ein dramatisches Finale: Das Königsschießen des Schützenvereins St. Hubertus Bromskirchen entwickelte sich am Montag zu einem Krimi.

Bromskirchen – Bei 33 Grad Celsius lieferten sich Max Stiegler, Leon Luka Graßhoff und Jannik Schöpfer ein packendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Königswürde. Am Ende hatte Max Stiegler das glücklichere Ende für sich und wurde unter dem großen Jubel neuer König der rund 450 Mitglieder zählenden Schützengemeinschaft.

Jeder der drei Finalisten brachte beste Voraussetzungen mit: Max Stieglers Mutter Ute war bereits 2006 Schützenkönigin in Bromskirchen, Leon Luka Graßhoffs Vater Dietmar regierte den Verein 1998. Und Barbara Schöpfer, die Mutter von Jannik, trug die Königswürde noch im Jahr 2022. 

Holzvogel 72 Meter entfernt

Pünktlich um 10.30 Uhr eröffnete der noch amtierende Schützenkönig Frank Müller den Wettbewerb. Anschließend richteten die Schützen ihre Großkalibergewehre auf den rund 72 Meter entfernten Holzvogel, der auf der anderen Seite der Landesstraße montiert war. 16 Teilnehmer gingen zunächst an den Start. Bis kurz vor 13 Uhr hatte sich das Feld jedoch deutlich gelichtet – nur noch drei Anwärter kämpften um den entscheidenden Treffer. Der Vogel erwies sich dabei als ausgesprochen hartnäckiger Gegner. Zahlreiche Schüsse gingen knapp rechts oder links vorbei. „Der leichte Wind macht sich bemerkbar“, gab der frühere Schützenkönig Dietmar Graßhoff den Schützen als hilfreichen Hinweis mit auf den Weg.

300 Besucher auf dem Ruppelsberg

Gespanntes Publikum: Etwa 300 Besucher verfolgten das Vogelschießen auf dem Ruppelsberg. © Foto: Gerhard Meiser

Schon früh zeigte Max Stiegler seine Treffsicherheit. Mit dem 55. Schuss holte er die Krone vom Vogel, nur zwei Schüsse später sicherte sich Dennis Stuhlmann den Reichsapfel. Das Zepter fiel schließlich mit dem 117. Schuss ebenfalls an Max Stiegler. Mit steigenden Temperaturen wuchs auch die Spannung auf dem Ruppelsberg. Rund 300 Zuschauer verfolgten jeden Schuss aufmerksam und kommentierten lautstark jede Bewegung des Vogels. „Der Vogel ist unglaublich zäh“, war immer wieder zu hören. Die Entscheidung fiel völlig überraschend. Mit dem 210. Schuss beendete Max Stiegler den zähen Wettkampf und brachte den Vogel um 13.59 Uhr zu Fall. Sofort erklang das „Waidmannsheil“ der Stadtkapelle Frankenberg, während auf dem Schützenplatz großer Jubel ausbrach. Insgesamt hatte das Königsschießen 209 Minuten gedauert. Vor zwei Jahren war der Vogel bereits nach dem 142. Schuss gefallen.

Auf den Schultern gefeiert

Nach seinem entscheidenden Treffer wurde der 32-Jährige auf den Schultern seiner Schützenkameraden gefeiert. Zur Königin erwählte er sich seine Freundin Peggy Werth (25) aus Liesen. Sie erfuhr von ihrem Glück zunächst am Handy, denn sie verfolgte das Königsschießen in ihrem Heimatort. Nach der freudigen Nachricht machte sie sich sofort auf den Weg nach Bromskirchen. „Ich bin überglücklich“, sagte Max Stiegler nach seinem Triumph. Trotz aller Freude vergaß er seine beiden Mitstreiter nicht. „Es hätte jeder Schützenkönig werden können. Am Ende spielte auch das Glück eine große Rolle“, sagte der neue Regent.

Peggy Werth ist Königin

Im Anschluss zogen die Schützen in die festlich geschmückte Schützenhalle ein. Dort konnte Max Stiegler dann auch seine Königin Peggy Werth in die Arme schließen. Mit der feierlichen Inthronisierung und den Klängen der Stadtkapelle Frankenberg begann das neue Königsjahr des Schützenvereins St. Hubertus Bromskirchen.