Mehr als ein Zeichen: Wie es Magdeburg schaffte, Zukowski zu halten


In seiner offiziellen Pressemitteilung schrieb der 1. FC Magdeburg am Mittwoch selbst von einem „wichtigen Zeichen“. Mateusz Zukowski, bester Torschütze der Vorsaison und längst in den Fokus mehrerer Bundesligisten geraten, hat seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis zum 30. Juni 2029 verlängert. In 22 Pflichtspielen hatte er 17 Tore erzielt und drei weitere vorbereitet. Zukowski war letztlich einer der Garanten, warum der FCM trotz einer Horrorstarts in die Saison einigermaßen souverän den Klassenerhalt feiern konnte.

„Ich freue mich unglaublich, meinen Weg beim 1. FC Magdeburg weiter fortzusetzen. Mir war bewusst, dass diese Entscheidung eine sehr wichtige ist, deshalb wollte ich mir die nötige Zeit nehmen, um alle Aspekte in Ruhe abzuwägen. Die Gespräche mit den Verantwortlichen hatten dabei eine große Bedeutung für mich. Es war wichtig zu wissen, welchen Weg der Verein künftig gehen möchte und welche Rolle ich dabei einnehmen soll“, wurde der 24-Jährige in der Mitteilung zitiert. Die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und der 1. FC Köln hatten laut diverser Medienberichte Interesse an einer Verpflichtung des Polen, müssen sich nun aber anderweitig umschauen.

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Die Verantwortlichen um Sportdirektor Peer Jaekel haben in diesem Sommer mit der Zukowski-Verlängerung das nächste dicke Ausrufezeichen gesetzt. Zuvor hatte der Verein mit Paul Jaeckel (Preußen Münster), Emmanuel Iyoha (Fortuna Düsseldorf) und Moritz-Broni Kwarteng (VfL Bochum) schon drei Neuzugänge mit enormer Zweitliga-Erfahrung präsentiert. Jaeckel spielte 2023/24 mit dem 1. FC Union Berlin sogar in der Champions League.

Es war gleichzeitig die Saison, in der sich Kwarteng beim damaligen Bundesliga-Aufsteiger VfL Bochum eine neue Herausforderung suchte. Der inzwischen 28 Jahre alte Offensivspieler hatte zuvor in Magdeburg brilliert, unter Ex-Trainer Christian Titz zehn Tore in 29 Spielen erzielt. Nach dem Wechsel ins Ruhrgebiet konnte er allerdings, auch verletzungsbedingt, nicht mehr an seine frühere Form anknüpfen. Auch eine Leihe nach Düsseldorf hatte nicht den erhofften wiederbelebenden Effekt. Nun sucht er sein Glück ein zweites Mal in Magdeburg.

Ein Trio ging zu Ligakonkurrenten

Jaekel, der neben dem Trio auch noch Torben Müsel (Rot-Weiss Essen), Tony Reitz (Borussia Dortmund, U23), Anselmo García MacNulty (PEC Zwolle) und Kevin Manthey (Werder Bremen, U19) verpflichtet hat, scheint in diesem Sommer einen exzellenten Job gemacht zu haben. Mit Marcus Mathisen (FC St. Pauli), Jean Hugonet (Hannover 96), Silas Gnaka (ML Vitebsk) und Rayan Ghrieb (1. FC Nürnberg) hatten den Verein zuvor aber auch wichtige Akteure verlassen. Von einem Umbruch ist in Magdeburg die Rede.

Die Hoffnung ist groß, dass das neu formierte Team einen weitaus besseren Start als vor einem Jahr hinlegen kann. Schon im Auftaktspiel gegen Eintracht Braunschweig (8. August, 13 Uhr) soll ein Deja-vu verhindert werden. Auch in der vergangenen Saison waren die Niedersachsen am ersten Spieltag beim FCM zu Gast, siegten mit 1:0 und bereiteten so den Weg in einen kaum für möglich gehaltenen Abstiegsstrudel. Aus den ersten acht Partien holte Magdeburg nur drei Punkte. Markus Fiedler, drei Monate zuvor von der U23 des VfB Stuttgart gekommen, musste seinen Posten räumen.

Petrik Sander soll den 1. FC Magdeburg mit all seiner Erfahrung erneut zum Klassenerhalt führen - mindestens.

Petrik Sander soll den 1. FC Magdeburg mit all seiner Erfahrung erneut zum Klassenerhalt führen - mindestens.

© IMAGO/Christian Schroedter

Petrik Sander und Pascal Ibold stabilisierten die Mannschaft bis zur Winterpause – auch dank der Treffer von Zukowski, der erst am Deadline Day im September zur Mannschaft stieß. Nach der Partie gegen Braunschweig geht es für Magdeburg zu Aufsteiger VfL Osnabrück (15. August, 13 Uhr), ehe bei Oberligist Bahlinger SC eine Pflichtaufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals wartet (23. August, 15.30 Uhr).

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