Metallbau Repp eröffnet Halle, die zehnmal so groß ist wie der alte Standort


Stand: 19.09.2026, 12:00 Uhr

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Ein Jahr nach dem Spatenstich ist der Neubau fertig: Alexander Repp begrüßt die Gäste in der Stahlwerkstatt.

Ein Jahr nach dem Spatenstich ist der Neubau fertig: Alexander Repp begrüßt die Gäste in der Stahlwerkstatt. © Nici Merz

Die Firma Repp Metallbau hat ihr neues Gebäude im Gewerbegebiet Berstadt eingeweiht – nur elf Monate nach dem Spatenstich. Besonderes Herzstück ist eine Lehrwerkstatt, die auch Schüler der Singbergschule nutzen sollen.

Wölfersheim – Die neue Stahlwerkstatt der Firma Repp Metallbau + Schlosserei GmbH ist riesig. In der Halle begrüßte der Inhaber und Geschäftsführer Alexander Repp am Freitag zahlreiche Gäste zur Einweihung des neuen Firmenstandortes in Berstadt. In Echzell, wo das Familienunternehmen mit 25 Mitarbeitern bislang ansässig war, gab es keine Erweiterungsmöglichkeit. In der Nachbarkommune Wölfersheim wurde Repp fündig: Das Betriebsgelände im Industrie- und Gewerbegebiet Berstadt ist zehnmal so groß wie das in Echzell. Allein die Stahlwerkstatt hat die Ausmaße des alten Standorts. Repp dankte seiner Familie und den vielen Helfern: „Ein solcher Umzug ist keine leichte Aufgabe.“

Vertreter aus Politik und Wirtschaft feiern mit Alexander und Andrea Repp (3. und v.r.).

Delegierte aus Politik und Wirtschaft feiern mit Alexander und Andrea Repp (3. und 4. v. r.). © Nici Merz

Viel Lob für Lehrwerkstatt

Neben der Verwaltung im vorderen Teil sowie einem Seminarraum und Sozialräumen im Obergeschoss gibt es in dem neuen Gebäude auch abtrennbare Bereiche für die Endmontage und die Veredelung. Außerdem, und darauf legte Repp ebenso viel Wert wie die Gastredner, eine Lehrwerkstatt, nicht nur für die derzeit fünf eigenen Azubis. So werden zum Beispiel regelmäßig Jugendliche der Wölfersheimer Singbergschule dorthin kommen, um über einen längeren Zeitraum einen Einblick in das Handwerk zu bekommen.

„Rekordverdächtig“

Die tatsächliche Bauzeit für die neue Gewerbe-Immobilie habe elf Monate betragen, sagte Alexander Repp. „Das ist in Deutschland rekordverdächtig.“ Ebenso, dass die geplanten Baukosten hätten gehalten werden können – ohne Fördermittel.

Der Betrieb arbeite nun komplett CO₂‑neutral. Die Photovoltaikanlage decke den gesamten eigenen Stromverbrauch, der Rest werde eingespeist. „Wir haben eine Wärmepumpe, außerdem eine Klimaanlage im Massivbaubereich und eine Fußbodenheizung im gesamten Gebäude.“ Die ersten E-Autos seien bestellt, die Ladestationen stünden bereit.

Auf Geschenke zum Einzug verzichtete das Unternehmen, das 2025 den Hessischen Fachkräftepreis für Nachwuchsförderung erhalten hat und dessen Azubis regelmäßig für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. Stattdessen stand ein Sparschwein für die weitere Ausstattung der Lehrwerkstatt bereit.

„Das schafft tolle Rahmenbedingungen für den Nachwuchs“, hob Landrat Jan Weckler (CDU) die Bedeutung einer solchen Werkstatt für die Wissensvermittlung hervor. „Das ist eine Investition in die Zukunft.“ Überhaupt sei die Firma Repp in den 54 Jahren ihres Bestehens immer mit der Zeit gegangen. Die Faktoren ihres Erfolgs seien u. a. Innovation und Flexibilität. Der Chef habe den Beruf von der Pike auf gelernt und sein Wissen weitergegeben. Inzwischen stehe die dritte Generation bereit, sagte Weckler mit Blick auf die Kinder Florian und Leonie. „Jeder, der ein Unternehmen führt, weiß: Das ist nicht selbstverständlich.“

Da spricht einer aus der Praxis für die Praxis.

Auch auf Repps Ehrenämter wies der Landrat hin, vom Präsidenten der Arbeitgeberverbände des hessischen Handwerks bis zum Landesinnungsmeister des Fachverbands Metall Hessen. „Wir in der Wetterau sind sehr stolz darauf, dass Sie die Stimme des Handwerks bis in den Bund hinauf sind.“ Diesen Aspekt griff auch der Hessische Handwerkskammerpräsident Stefan Füll auf: „Du bist überall mit dabei. Da spricht einer aus der Praxis für die Praxis.“

„Die Firma Repp steht dafür, was wir mehr brauchen“, sagte Leopold Born, Generalsekretär der Hessen-CDU, der auch Grüße des Vorsitzenden, Ministerpräsident Boris Rhein, überbrachte: „Was wir hier sehen, ist Kreativität und Durchsetzungskraft, das ist Unternehmertum pur.“ Nicht allen Betrieben gehe es so gut, sagte Born, und nannte hohe Kosten, Fachkräftemangel und schwierige Investitionstätigkeit als drängende wirtschaftliche Probleme. „Da müssen wir liefern“, das hätten auch die jüngsten Wahlergebnisse gezeigt.

Beim Rundgang durch das neue Gebäude: Im vorderen Teil ist die Verwaltung untergebracht.

Beim Rundgang durch das neue Gebäude: Im vorderen Teil ist die Verwaltung untergebracht. © Nici Merz

Neben der Landtagsabgeordneten Lisa Gnadl (SPD) und dem Bundestagsabgeordneten Thomas Pauls (CDU) ergriff auch Bürgermeister Eike See (SPD) das Wort: „Sie passen perfekt nach Wölfersheim“, wünschte er dem Unternehmen einen „grandiosen“ Start am neuen Ort. Angesichts der kurzen Bauzeit von nur elf Monaten äußerte er einen Wunsch: „Wir bauen eine neue Turnhalle, für die wir drei Jahre angesetzt haben. Wenn Ihnen langweilig ist, melden Sie sich!“

Tag der offenen Tür

Für den heutigen Samstag, 19. September, sind alle Interessierten zum Tag der offenen Tür eingeladen: Von 10 bis 14 Uhr können sie sich ein eigenes Bild vom neuen Standort der Firma Repp in der Dieselstraße 34 im Industrie- und Gewerbegebiet Berstadt machen.