Spanien kündigt Kontrollen an der Grenze zu Italien an
Migrationskrise in Ceuta Spanien führt Grenzkontrollen für Reisende aus Italien ein
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- Spanien führt vorübergehend Grenzkontrollen für Reisende aus Italien an Häfen und Flughäfen ein.
- Das kündigte die Regierung am Abend an, wie spanische Medien übereinstimmend berichten.
- Kontrollen würden ab Mitternacht bis zum 7. September durchgeführt.
Hintergrund ist ein Streit mit Italien: Die italienische Regierung hatte am Samstag ihrerseits Grenzkontrollen für Reisende aus Spanien eingeführt – als Reaktion auf die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta.
Spanien verlangte am Nachmittag, dass Italien diese Kontrollen wieder aufhebe. «Sollte sie dies bis Sonntag, den 9. August, nicht tun, sieht sich Spanien gezwungen, verhältnismässige Massnahmen zum Schutz der Interessen und der Würde seiner Bürger zu ergreifen», zitierte der staatliche spanische TV-Sender RTVE wie auch andere spanische Medien aus einer offiziellen Mitteilung der Regierung in Madrid.
Pedro Sánchez und Giorgia Meloni: Die italienische Ministerpräsidentin lehnte ein Ultimatum von spanischer Seite ab.
Keystone/AP Photo/Manu Fernandez
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni machte deutlich, dass sie sich an kein Ultimatum halten werde. «Italien akzeptiert keine Ultimaten oder Vorgaben aus dem Ausland, was die nationale Sicherheit und die Grenzkontrolle betrifft», heisst es in einer Erklärung ihres Büros, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.
Italien hatte das Schengen-Abkommen über den freien Personenverkehr in der EU gegenüber Spanien seit vergangenem Samstag angesichts der Migrationskrise in Spaniens Nordafrika-Exklave Ceuta ausgesetzt. Vorübergehend hatten rund 72'000 Menschen von Marokko aus Ceuta erreicht. Italien hat keine Landgrenze mit Spanien. Die von Meloni verkündete Massnahme betrifft den See- und Luftverkehr.
SRF 4 News, 7.8.2026, 22 Uhr ; reu/awp/baus;hesa