Mineralwasser-Test: Welches ist das beste Mineralwasser?


Öko-Test prüft Mineralwasser regelmäßig auf Verunreinigungen, Mineralstoffgehalt und Geschmack. Im aktuellen Test kann das Verbraucherschutzmagazin zwar viele Flaschen empfehlen, warnt aber vor den Ewigkeitschemikalien PFAS und anderen Schadstoffen. Wir haben die Testergebnisse im Detail und zeigen dir die besten Mineralwasser in Deutschland.

Wasser ist der optimale Durstlöscher. Doch welches Wasser ist das beste? Jedes Jahr testet Öko-Test Mineralwasser. Aktuell prüfte Öko-Test Medium-Mineralwasser, in den Vorjahren auch stilles und spritziges Mineralwasser.

Wichtig zu wissen: Mineral­wasser darf nur aus ursprüng­lich reinen Quellen stammen, es muss also aus unterirdischen, vor Verunreinigung geschützten Wasservorkommen entnommen werden. Zudem ist Mineralwasser direkt an der Quelle abzu­füllen. Vor allen Verunreinigungen ist das Wasser trotzdem nicht sicher, das zeigen die Testergebnisse zahlreicher Wasser-Tests.

Schadstoffe: Öko-Test bewertet strenger als Stiftung Warentest

Warum schneiden Wasser in Sachen Schadstoffgehalt bei Öko-Test häufig schlechter ab als zum Beispiel bei Stiftung Warentest? Weil die Institutionen Schadstoffe unterschiedlich bewerten. Stiftung Warentest stuft einen Schadstoff in der Regel als unbedenklich ein, wenn er den gesetzlichen Grenzwert einhält. Öko-Test ist oft kritischer und bemängelt auch Mengen unterhalb gesetzlicher Grenzwerte, wenn der jeweilige Schadstoff nach Wissen der Tester:innen auch in geringen Mengen bedenklich sein kann.

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Medium-Mineralwasser bei Öko-Test 2026: Viele Testsieger – aber auch beunruhigende PFAS-Funde

Öko-Test schickte für den aktuellen Wasser-Test 56 Medium-Mineralwasser ins Testlabor. Dort ließ das Verbraucherschutzmagazin die Marken auf eine ganze Reihe an möglichen Schadstoffen prüfen, darunter Pestizidrückstände, Nitrat, Schwermetalle und die Ewigkeitschemikalien PFAS. Außerdem prüfte Öko-Test nach, ob Auslobungen wie „natriumarm“ oder „magnesiumhaltig“ mit dem tatsächlichen Mineralstoffgehalt im jeweiligen Mineralwasser übereinstimmen. Auch die Art der Verpackung spielte eine Rolle: Einweg-PET-Flaschen führten zur Abwertung, wenn diese einen zu geringen Recyclinganteil aufwiesen.

Nach dem Test steht fest: Die Qualität von Mineralwasser stimmt insgesamt und hat sich im Vergleich zu vergangenen Tests (weiter unten) weiter verbessert. 40 der 56 Mineralwässer schneiden bei Öko-Test „sehr gut“ ab, nur ein Produkt fällt im Test durch.

Testsieger: Diese Medium-Mineralwasser sind „sehr gut“

Zu den insgesamt 40 „sehr guten“ Testsiegern zählen:

Öko-Test Medium-Mineralwasser: Testergebnisse als ePaper kaufen

Arsen und PFAS in Mineralwasser bereiten Sorgen

Öko-Test übt im neuen Mineralwasser-Test aber auch Kritik: Dass die Tester:innen Schadstoffe nachweisen konnten, passe bei einigen Produkten nicht zum Versprechen der ursprünglichen Reinheit von Mineralwasser.

Das „Bad Harzburger Medium“ fällt im Test durch: Das Testlabor wies Arsen nach. Das Halbmetall kann Haut-, Lungen- und Harnwegstumore verursachen. Wie Öko-Test schreibt, sei die gemessene Menge „zwar nicht akut gesundheitsgefährdend“, doch die erlaubte Höchstmenge zu mehr als der Hälfte erreicht. Da das Wasser zusätzlich aus Sicht von Öko-Test erhöhte Rückstände von Trifluoressigsäure (TFA) enthält, lautet das Gesamturteil „mangelhaft„.

Trifluoressigsäure (TFA) zählt zu den per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), den sogenannten Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt nur sehr schlecht abbauen. Sie gelangen dadurch in den menschlichen Körper und können langfristig gesundheitliche Folgen haben, etwa die Leber schädigen. TFA war in über 30 Mineralwassermarken nachweisbar, in den meisten aber nur in Spuren.

Auch in vergangenen Wasser-Untersuchungen wurde TFA gefunden, etwa in einer deutschlandweiten BUND-Studie Ende 2025. Naturschutzorganisationen fordern deshalb eine umfassende Beschränkung der PFAS-Stoffgruppe.

Neben Arsen und PFAS fand Öko-Test in einigen Mineralwassern auch Pestizidabbauprodukte und Süßstoffe.

Alle Details und Testergebnisse kannst du in der Öko-Test-Ausgabe 07/2026 nachlesen oder online auf ökotest.de.

Stilles Mineralwasser bei Öko-Test 2025: Die Testsieger

Für die Juli-Ausgabe 2025 hat das Öko-Test-Labor 53 stille Mineralwässer untersucht. Die Testergebnisse sind auch im Jahrbuch für 2026 abrufbar. Kam es zwischenzeitlich zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder teilten die Anbieter Produktänderungen mit, ließ Öko-Test die Produkte neu testen.

Öko-Test nahm für den Mineralwasser-Test Markenprodukte von Volvic, Evian und Adelholzener unter die Lupe, aber auch Wasser von Supermarkt- und Discounter-Eigenmarken sowie Bio-Produkte und für Säuglinge geeignetes Wasser. Zwar schneiden viele Produkte „sehr gut“ ab – doch gleich mehrere fallen mit gravierenden Mängeln auf.

Insgesamt kann Öko-Test über die Hälfte der Produkte mit der Bestnote „sehr gut“ empfehlen. Dazu zählen unter anderem das „Adelholzener Naturell“ und das „Franken Brunnen Naturelle„. Doch auch günstige Produkte für weniger als 20 Cent pro Liter gehören zu den Testsiegern – zum Beispiel das „Quellbrunn Natürliches Mineralwasser Naturell“ (Aldi Nord und Aldi Süd).

Öko-Test stilles Mineralwasser: Testergebnisse als ePaper kaufen

Schwermetalle und Nitrat: Die Verlierer im Wasser-Test 2025

Zwei Discounterwasser fielen im Test dagegen besonders negativ auf: Die stillen Mineralwässer von „Gut & Günstigvon Edeka und „Naturalis“ von Netto erhielten die Note „ungenügend“ – beide wiesen erhöhte Werte des krebserregenden Chrom(VI) auf. Öko-Test fand das Schwermetall noch in neun weiteren Produkten.

Gut zu wissen: Die Textilindustrie verwendet Chromsalze bei der Lederherstellung, aus denen sich ebenfalls das schädliche Chrom VI bilden kann. Lies dazu auch: Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Textilien – und wie du sie meidest

Auch auf das giftige Halbmetall Arsen stießen die Tester:innen 2025 wie 2026. Öko-Test entdeckte den Stoff in einem Bio-Wasser in erhöhten Mengen. Zudem stellte das Labor bei diesem Produkt eine erhöhte Keimzahl fest.

Auch am stillen Mineralwasser der bekannten Marke Volvic gab es Kritik: Das Wasser wies einen erhöhten Nitratwert auf, obwohl es laut Deklaration für Säuglinge geeignet ist.

Alle Details und Testergebnisse kannst du im Öko-Test-Jahrbuch für 2026 oder online auf ökotest.de nachlesen.

Mineralwasser-Test 2024: Öko-Test kritisiert einige Classic-Wasser

Auch 2024 konnten längst nicht alle 55 getesteten Mineralwasser Classic überzeugen. Fünf Produkte im Test sind als Bio-Mineralwasser ausgelobt, zehn auch für die Zubereitung von Säuglingswasser geeignet.

Entwarnung gab das Verbraucherschutzmagazin damals bei Nitrat. Auch wenn der Nitrateintrag in die Böden – vor allem durch landwirtschaftlichen Dünger – hoch ist, steckten in den getesteten Mineralwassern höchstens Spuren von Nitrat.

Classic-Mineralwasser bei Öko-Test: Adelholzener, Gerolsteiner, Selters, Vilsa. Welches ist das beste Wasser?
Classic-Mineralwasser bei Öko-Test: Adelholzener, Gerolsteiner, Selters, Vilsa (Fotos: Öko-Test)

Auch das als krebserregend eingestufte Chrom VI wies das Labor – anders als in vergangenen Tests – nur in solch geringen Spuren nach, dass Öko-Test die betreffenden Produkte nicht abwertete. Die Ewigkeitschemikalien PFAS waren 2024 ebenfalls in keinem Mineralwasser nachweisbar.

Mit der Bestnote „sehr gut“ schnitten insgesamt 29 Classic-Wasser ab, darunter:

Öko-Test findet Schadstoffe in Mineralwasser

Doch nicht alle geprüften Mineralwasser sind frei von Schadstoffen. Grundsätzlich legt die Mineral-­ und Tafelwasserverordnung in Deutschland die Höchstmengen für beispielsweise Bor, Nickel und Uran in Mineralwasser fest. Denn diese Stoffe kommen zwar natürlicherweise im Boden vor, sind in bestimmten Mengen allerdings für den Menschen schädlich. Öko-Test wies in insgesamt 13 Produkten kritische Stoffe nach – darunter Pestizidabbauprodukte, Uran, Nickel und Bor. In insgesamt sechs Wassermarken fand das Labor Abbauprodukte von Pestiziden. Diese stammen vor allem aus der konventionellen Landwirtschaft.

Mineralwasser bei Öko-Test: Zu den Ergebnissen

Schwermetalle in mehreren Sprudelwassern

Im Bio-Mineralwasser „Bad Dürrheimer Classic“ (Gesamtnote: „befriedigend“) fand das Labor Uran. Das radioaktive Schwermetall kommt natürlicherweise im Boden vor, allerdings kann es Leber und Nieren schädigen, weshalb Lebensmittel wissenschaftlichen Empfehlungen zufolge so wenig Uran wie möglich enthalten sollten.

In zwei anderen Mineralwässern steckt Bor. Das Metall kann sich bei Tieren laut dem Bundesamt für Risikobewertung (BfR) Langzeitstudien zufolge toxisch auf die Entwicklung und Fortpflanzung auswirken. Öko-Test wertet bei gefundenen Bor-Rückständen deshalb ab. Als ebenfalls bedenklich stufen die Verbraucherschützer:innen Nickel ein werteten ein Wasser im Test deshalb ab.

Süßstoffe in Mineralwasser?

Öko-Test wies einen weiteren Fremdstoff nach: Süßstoffe in Mineralwasser. Menschen nehmen diese Stoffe etwa mit Softdrinks auf und scheiden sie anschließend wieder aus. Da Kläranlagen Süßstoffe nur unzureichend aus dem Abwasser herausfiltern, gelangen sie bis in tiefer gelegene Grundwasserschichten und damit auch ins Mineralwasser. In fünf Wassern wurde Öko-Test fündig, darunter die „Emsland Quelle Classic“ mit einer „ausreichenden“ Gesamtnote.

Alle Testergebnisse kannst du in der Ausgabe 06/24 oder auf ökotest.de nachlesen.

Leitungswasser in Deutschland vs. Mineralwasser aus der Flasche: die Kosten

Test-Fazit: Das beste Wasser bleibt Leitungswasser

Utopia meint: Wasser aus Plastikflaschen halten wir hierzulande für überflüssig. Wegen der hohen Umweltbelastung durch Produktion, Entsorgung und Recycling des Plastiks sowie teils weiter Transportwege raten wir dazu, kein Wasser in Plastikflaschen zu kaufen.

Etwas ökologischer ist regionales Mineralwasser aus Glasflaschen. Mehrwegflaschen aus der Region sind laut Umweltbundesamt die umweltfreundlichste Verpackung für Mineralwasser. Glasflaschen können in der Regel öfter wiederbefüllt werden als Kunststoffflaschen.

Wir empfehlen jedoch, Leitungswasser zu trinken – das spart jede Menge Geld, Material, Transporte und aufwendiges Schleppen von Wasserflaschen. Das Leitungswasser ist hierzulande fast überall bedenkenlos trinkbar und per Trinkflasche leicht zu transportieren. Damit schonst du nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel: Leitungswasser ist deutlich günstiger als Mineralwasser in Flaschen.

Wenn du Wasser mit Sprudel lieber magst, füg ihn einfach selbst hinzu. In Wassersprudler-Tests kannst du nachlesen, welche Modelle empfehlenswert sind.

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