Frankfurter Fußballerinnen vor Mini-Turnier: Mit der Eintracht-DNA in die Champions League


Sara Doorsoun will mit der Eintracht gut in die Saison starten.

Frankfurter Fußballerinnen vor Mini-Turnier Mit der Eintracht-DNA in die Champions League

Stand: 04.08.2026 • 21:52 Uhr

Ein Jahr lang haben die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt dafür gearbeitet, inmitten der Vorbereitung ganz wichtige Pflichtspiele absolvieren zu dürfen. Im eigenen Stadion geht's in einem Mini-Turnier um den nächsten Schritt Richtung Champions League.

Der Chef der Frankfurter Fußballerinnen, Trainer Niko Arnautis, wollte am Tag vor dem ersten Saison-Highlight gar nicht so viel vorausblicken. Denn: "Ich bin Praktiker, kein Theoretiker." Was bringe also all das Prognostizieren, all das Reden im Vorfeld, wenn doch am Ende vor allem eins stimmen müsse: das Ergebnis.

Die Eintracht Frankfurt Frauen kämpfen in dieser Woche um den nächsten Schritt zur Champions League. Im eigenen Stadion am Brentanobad wird am Mittwoch und Samstag ein Mini-Turnier mit vier Teams ausgetragen. Die Eintracht bekommt es am Mittwoch (19 Uhr) in einem K.o.-Duell mit Omonia Nikosia aus Zypern zu tun, dem krassen Außenseiter, und würde bei einem Erfolg am Samstag (19 Uhr) auf die Siegerinnen aus dem Duell zwischen Valerenga (Norwegen) und Malmö FF (Schweden) treffen. Die Gewinnerinnen des Finals rücken dann in die dritte Quali-Runde auf, die am 26. August und 2. September stattfindet. Vor einem Jahr waren die Hessinnen an Real Madrid gescheitert.

"Wir wollen das Mini-Turnier gewinnen"

"Wir wollen das Mini-Turnier gewinnen", sagt Eintracht-Spielerin Sara Doursoon, das sei das klare Ziel. Erstmal jedoch müsse die Hürde gegen Nikosia genommen werden, betont indes Coach Arnautis, der sich wie sein Team aber natürlich ebenso den Heimerfolg vorgenommen hat. "Wir haben ein Jahr lang sehr hart dafür gearbeitet und haben Bock auf das Turnier", so der Trainer. Zum fünften Mal hintereinander haben sich die Frankfurterinnen als Liga-Dritte der vergangenen Saison ein Ticket für den europäischen Wettbewerb erspielt. Dabei ist es ihnen nur einmal (2023/24) gelungen, in die Gruppenphase der Champions League vorzudringen.

Gerade Nikosia ist jetzt aber erstmal ein absolut machbarer Gegner. Die skandinavischen Teams seien dagegen "sehr, sehr ernstzunehmende Gegner", wie Arnautis betont. Unabhängig von den anderen Teams stehe aber ohnehin das eigene Tun im Fokus. "Wir sind Eintracht Frankfurt und leben eine gewisse DNA", so der Coach: "Wir wollen die Leute mitnehmen und begeistern, wollen attraktiven und zielstrebigen Fußball spielen."

Freigang bleibt Kapitänin

Die Eintracht spielt ihr Heim-Turnier inmitten der eigenen Vorbereitung. Vier Wochen sind die Spielerinnen nun beisammen, zwei weitere warten noch bis zum Bundesliga-Beginn. Trotz des Kaltstarts sieht die erfahrene Verteidigerin Doorsoun kein Problem darin, sofort heiß zu laufen. "Mini-Turnier, Champions Leage, Fokus. Ich habe einfach Lust, dass es losgeht", sagt sie.

Mit dabei ist auch Laura Freigang, die das Team weiterhin als Kapitänin anführen wird, wie Arnautis kundtat. Zuletzt galt auch Doorsoun als Option für diesen Posten, erlebt Freigang doch eine schwierige Zeit. Ihre drei verpassten Dopingkontrollen führten nicht nur zu einer Untersuchung des DFB, sondern auch zu einer wahren Hängepartie. Bis der Fall, der in einer Sperre für Freigang münden könnte, abschließend bewertet ist, kann es noch eine ganze Weile dauern.

Arnautis aber drückt das Thema weg. "Wir sitzen nicht jeden Morgen im Sitzkreis und reden darüber. Wenn wir nicht jeden Tag daran erinnert würden, hätten wir es schon vergessen." Die Kapitänsbinde für Freigang darf sicherlich als zusätzliche Unterstützung für die Führungsspielerin gewertet werden.