Doppelpacker Munser ebnet Carl Zeiss Jena den Weg zum zweiten Saisonsieg gegen RSV Eintracht


Fußball | Regionalliga

Stand: 04.08.2026 21:53 Uhr

Carl Zeiss Jena liefert gegen den RSV Eintracht eine dominante Vorstellung ab. Ein Doppelpacker und zwei Joker sorgen dafür, dass die Thüringer vor heimischem Publikum einen ungefährdeten Heimsieg feiern.

von Sebastian Bondrea

Nach souveränen 90 Minuten feiert der FCC gegen den Aufsteiger aus Stahnsdorf einen zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Heimsieg. Am Ende steht ein souveränes 4:0 (2:0), entschieden war die Partie bereits Mitte des zweiten Durchgangs.

Ende

04.08.2026 19:00 Uhr

4:0(2:0)

Aufstellung

FC CZ Jena

M. Liesegang - M. Boog (60. M. Hehne), N. Butzen, E. Munser (46. J. Werner), S. Reddemann, M. Talabidi - D. Ajvazi (46. K. Lankford), M. Fritz (74. J. Kratzenberg), E. Löder (83. T. Teuber) - T. Burmeister, M. Eshele

RSV Eintracht 1949

F. Güldner - A. Bilbija, T. Fron, K. Herrmann (57. D. Chornenkyi), E. Smailović (57. J. Williams) - J. Hasenberg, D. Kim - I. Baraze (46. L. Pohlenz), T. Göth (57. O. Capoano), E. Jupolli, N. Kukanda (74. Y. Boulehris)

Tore

Weitere Daten zum Spiel

Fußball, Regionalliga Nordost (M)

Ergebnisse und Tabelle

Nach dem etwas holprigen Saisonstart mit der 1:2-Heimniederlage gegen den FSV Zwickau und dem mühsamen 1:0-Erfolg in Babelsberg wollte der FCC am dritten Spieltag den nächsten Schritt gehen. Gegen den bislang ungeschlagenen Aufsteiger sollte vor heimischer Kulisse der zweite Saisonsieg her. Die Gäste aus dem Landkreis Potsdam-Mittelmark waren mit vier Punkten stark gestartet, gerieten in Jena aber vom Anpfiff an in arge Bedrängnis.

Munser schnürt den Doppelpack

Bei hochsommerlichen 34 Grad übernahm die Elf von Marco Grote sofort das Kommando. Elias Löder (3.) und Emilio Munser (5.) sorgten früh für Gefahr, ehe die Gastgeber in Führung gingen. Malik Talabidi nutzte auf der linken Seite die großen Freiräume, die ihm die Stahnsdorfer Hintermannschaft immer wieder gab, und fand den auffälligen Munser, dessen leicht missglückter Abschluss für RSV-Keeper Felix Güldner zur unlösbaren Aufgabe wurde und ihm durch die Beine zum 1:0 rutschte (10.). Auch in der Folge blieb Jena klar spielbestimmend, gewann viele zweite Bälle und setzte die fehleranfällige Defensive der Gäste immer wieder unter Druck. Löder scheiterte nach einem Ballgewinn im Eins-gegen-eins an Güldner (15.), Timon Burmeister verzog aus der Distanz (28.).

Video: FCC-Torschütze Emilio Munser: "Dass es so gut läuft, hätte ich mir nicht ausmalen können" (2 Min)

Das 2:0 fiel schließlich nach einem kapitalen Aussetzer von Ernes Smailović, der sich im eigenen Strafraum verdribbelte. Munser spritzte dazwischen und schob aus kurzer Distanz ein (29.). Den Hattrick verpasste Munser kurz darauf nur knapp. Nach einem Steckpass von Manassé Eshele behielt Keeper Güldner gegen den stark aufspielenden 18-Jährigen die Oberhand (31.).

Es wurde nun vogelwild in der Stahnsdorfer Hintermannschaft – Tom Fron rettete nach Löders Kopfball für seinen geschlagenen Keeper auf der Linie (34.). Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte kam der RSV etwas besser ins Spiel, blieb offensiv gegen die kompakte FCC-Defensive jedoch weitgehend ideenlos. Die beste Chance vergab Endi Jupolli nach einem Ballverlust von Talabidi, als er mit Jenas Schlussmann Marius Liesegang zusammenprallte, bevor er zum Abschluss kam (42.). So ging Jena mit einer hochverdienten 2:0-Führung in die Pause.

Wechsel geglückt - Joker entscheiden die Partie

Zur Pause brachte Marco Grote zwei frische Kräfte – und bewies ein glückliches Händchen. Kaum zwei Minuten nach Wiederanpfiff traf Joker Kevin Lankford per Freistoß aus rund 22 Metern flach in die linke Ecke zum 3:0 (48.). Damit war die Partie im Grunde entschieden. Jena schaltete anschließend einen Gang zurück und überließ dem Aufsteiger den Ball. Die Gäste bemühten sich um den Anschlusstreffer, kamen durch Nathanael Kukanda (53.) und Aleksandar Bilbija (72.) auch zu Abschlüssen, stellten Marius Liesegang jedoch kaum vor ernsthafte Probleme.

Video: FCC-Coach Marco Grote: "Mit Steinen habe ich nichts zu tun" (3 Min)

Die Thüringer hatten hingegen noch einen finalen Akt zu bieten: Jannes Werner fiel in der 68. Minute der Ball rund 25 Meter vor dem gegnerischen Kasten vor die Füße. Der Joker, jugendlich unbekümmert, hielt einfach mal drauf und jagte die Kugel unhaltbar zum 4:0 in den linken Winkel. Spätestens jetzt steuerten die Hausherren vor 5.514 Zuschauern dem zweiten Saisonsieg entgegen. Anschließend schaltete Jena in den Eco-Modus und verwaltete mit minimalem Aufwand die Führung. Stahnsdorf blieb trotz zahlreicher Eckbälle und Flanken bis zum Abpfiff bemüht, fand gegen die stabile Jenaer Defensive aber kein Mittel mehr.

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RSV Eintracht 1949

F. Güldner - A. Bilbija, T. Fron, K. Herrmann (57. D. Chornenkyi), E. Smailović (57. J. Williams) - J. Hasenberg, D. Kim - I. Baraze (46. L. Pohlenz), T. Göth (57. O. Capoano), E. Jupolli, N. Kukanda (74. Y. Boulehris)

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