Mondfinsternis am 28. August: Das müssen Sie über das Himmelsschauspiel wissen


Stand: 02.08.2026, 21:47 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Auf eine Sonnenfinsternis folgt eine Mondfinsternis mit ähnlichen Beobachtungsschwierigkeiten. Wie Sie das Himmelsschauspiel trotzdem sehen können.

Frankfurt – In den Wochen vor oder nach einer Sonnenfinsternis tritt meistens eine Mondfinsternis auf – und diese Regel gilt auch im August 2026. Nur gut zwei Wochen nach der Sonnenfinsternis, die man in Deutschland partiell und in Spanien und Island als totale Finsternis bewundern kann, findet eine Mondfinsternis statt.

Bei einer Mondfinsternis wird der Mond vom Erdschatten bedeckt: (Archivbild)

Bei einer Mondfinsternis wird der Mond vom Erdschatten bedeckt: (Archivbild) © Thomas Warnack/dpa

Diese sieht auf dem Papier erst einmal gut aus, denn der Mond wird dabei fast vollständig vom Erdschatten verfinstert. Doch in der Praxis hat sie dasselbe Problem wie die Sonnenfinsternis zwei Wochen zuvor: Der Mond wird kurz vor seinem Untergang verfinstert, was die Beobachtung schwierig macht. Trotzdem sollte man sich nicht entmutigen lassen und das Himmelsschauspiel genießen, solange man es sehen kann.

Mondfinsternis am 28. August 2026: Der Mond verfinstert sich kurz vor seinem Untergang

Die letzte Mondfinsternis des Jahres 2026 ist am frühen Morgen des 28. August zu sehen. „Die partielle Phase, zu welcher der Mond in den Kernschatten eintritt, beginnt um 4:33 Uhr. Ab dieser Zeit ist die Verfinsterung klar zu erkennen“, erklärt Uwe Pilz von der Vereinigung der Sternfreunde auf Nachfrage der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media. Der Experte weiß allerdings auch um das Problem, dass der Mond schon sehr tief am Horizont steht, wenn die Mondfinsternis spannend wird.

„Leider steht der Erdtrabant schon recht tief über dem Westhimmel, nur wenig mehr als 10 Grad. Die größte Verfinsterung tritt um 6:11 Uhr ein, hier in Leipzig gerade zu Sonnenaufgang. Der Mond ist dann fast völlig verfinstert, nur ein kleines Stück am Nordrand leuchtet noch. Allerdings lässt sich dies im deutschen Sprachraum kaum beobachten“, sagt Pilz und erklärt, woran das liegt: Der Mond sei zu diesem Zeitpunkt in weiten Teilen Deutschlands bereits untergegangen oder stehe nur noch knapp über dem Horizont.

Wann man damit beginnen sollte, die Mondfinsternis zu beobachten

Dazu kommt ein zweiter Aspekt: „Der Himmel ist zu Sonnenaufgang schon recht hell. Es lohnt also, ab halb fünf mit der Beobachtung zu beginnen und zu schauen, wie weit man das Ereignis verfolgen kann“, rät Pilz. Doch nicht alles ist negativ – gerade für Fotografinnen und Fotografen bietet die Mondfinsternis kurz vor Monduntergang Möglichkeiten: „Der heller werdende Himmel und die Position des Mondes in Horizontnähe bieten gute Chancen für Fotografen, da irdische Objekte einbezogen werden können“, betont der Experte.

Wer die Mondfinsternis am 28. August beobachten möchte, sollte sich rechtzeitig nach einem guten Beobachtungsort umschauen. Ideal ist ein Ort, von dem aus man eine freie Sicht zum westlichen Horizont hat, da sich die Mondfinsternis dort abspielen wird. Da man für die Mondfinsternis sehr früh aufstehen muss, sollte man sich den Ort idealerweise schon mindestens am Vortag aussuchen, um das Himmelsschauspiel am frühen Morgen nicht bei der Suche zu verpassen.

Greifen Sie mit unserem Astronomie-Newsletter nach den Sternen!

Die Weltraum-Woche. Ihr wöchentlicher Blick auf Astronomie und Raumfahrt.

Die Weltraum-Woche. Ihr wöchentlicher Blick auf Astronomie und Raumfahrt. © Tanja Banner

Wann lohnt sich der Blick in den Nachthimmel besonders? Der Newsletter „Weltraum‑Woche“ liefert Ihnen jeden Freitag einen kompakten Überblick: die schönsten Himmels-Highlights der nächsten Tage, aktuelle Themen aus der Astronomie und was in der Raumfahrt als Nächstes ansteht. Abonnieren Sie jetzt – und bleiben Sie Woche für Woche auf dem Laufenden, was im All passiert.

Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Beobachtung der Mondfinsternis: Keine Hilfsmittel nötig

Für die Beobachtung der Mondfinsternis benötigt man keinerlei Hilfsmittel – das bloße Auge reicht. Ein Fernglas oder Teleskop ermöglicht es jedoch, das Schauspiel noch deutlicher zu beobachten. Hoffen sollte man dagegen darauf, dass das Wetter am 28. August mitspielt. Da der Mond während der Finsternis schon sehr tief am Himmel steht, kann auch aufziehender Dunst den Blick auf das Phänomen verstellen. Die nächste Mondfinsternis, die in Deutschland zu sehen ist, ist eine totale Mondfinsternis am 31. Dezember 2028. (Quellen: Eigene Recherche) (tab)