Nach der partiellen Mondfinsternis: Wann leuchtet der Blutmond wieder über Deutschland?
Mondfinsternis verpasst? Wann der nächste Blutmond am Himmel über Frankfurt steht
Stand: 28.08.2026, 07:32 Uhr
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Die Mondfinsternis 2026 ist Geschichte, doch wann kann man die nächste Mondfinsternis am Himmel über Deutschland sehen? Die kommenden MoFi-Termine.
Frankfurt – Wer am frühen Morgen (28. August 2026) den Wecker gestellt hatte, wurde belohnt: Eine partielle Mondfinsternis verdunkelte den Vollmond zu etwa 93 Prozent. Der Erdschatten schob sich kurz vor Monduntergang über den Erdtrabanten – ein beeindruckendes Schauspiel für alle, die freie Sicht nach Westen hatten. Doch nach diesem Himmelsereignis stellt sich für viele die Frage: Wann lässt sich die nächste Mondfinsternis in Deutschland beobachten?

Die Antwort fällt zwiespältig aus. Zwar findet bereits am 20. Februar 2027 um 23.14 Uhr die nächste von ganz Deutschland aus sichtbare Mondfinsternis statt. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um eine partielle Halbschattenfinsternis. Bei diesem Phänomen streift nur der äußere Schattenbereich der Erde den Mond. Das Ergebnis: Ein kaum wahrnehmbarer Grauschleier legt sich über die Mondoberfläche. Mit bloßem Auge ist diese Verdunkelung nur schwer zu erkennen.
Nächste Mondfinsternis in Deutschland: Erst einmal ist Geduld angesagt
Die darauffolgende Mondfinsternis am 12. August 2028 enttäuscht ebenfalls. Zwar bedeckt der Halbschatten den Mond vollständig, doch der Kernschatten der Erde berührt die Vollmondscheibe nur minimal. Ob sich das frühe Aufstehen dafür lohnt, muss jede und jeder selbst entscheiden.
Noch frustrierender dürfte für viele die Mondfinsternis am 7. Juli 2028 ausfallen. An diesem Tag verfinstert der Kernschatten der Erde den Mond immerhin zu etwa einem Drittel. Das Problem: In Deutschland geht der Mond erst auf, wenn das Spektakel bereits vorüber ist. Beobachten lässt sich hier also nichts.
Nächste Mondfinsternis: Am Silvesterabend 2028 steht der Blutmond über Deutschland
Erst am 31. Dezember 2028 wird es für Himmelsbeobachterinnen und Himmelsbeobachter wieder richtig spannend. Am frühen Silvesterabend ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die von Deutschland aus größtenteils zu sehen ist. Der Mond geht zwar erst auf, wenn er schon teilweise verfinstert ist. Den wichtigsten Moment können Interessierte hierzulande jedoch miterleben, wenn das Wetter mitspielt: die Totalität mit dem rötlich leuchtenden Blutmond.
| Datum/Uhrzeit der maximalen Verfinsterung | Anmerkung |
|---|---|
| 20. Februar 2027 um 23.14 Uhr | partielle Halbschatten-Finsternis – nur der Halbschatten legt sich über den Mond |
| 12. Januar 2028 um 04.14 Uhr | partielle Mondfinsternis, der Mond wird nur minimal vom Erdschatten verdunkelt |
| 6. Juli 2028 um 18.20 Uhr | partielle Mondfinsternis, in Deutschland geschieht die Verdunklung, bevor der Mond aufgeht |
| 31. Dezember 2028 um 16.53 Uhr | totale Mondfinsternis, in Deutschland beginnt die Totalität kurz nachdem der Mond aufgegangen ist |
| 26. Juni 2029 um 03.23 Uhr | totale Mondfinsternis, in Deutschland geht der Mond während der Totalität unter |
| 20. Dezember 2029 um 22.43 Uhr | totale Mondfinsternis, in Deutschland perfekt zu sehen |
| 15. Juni 2030 um 18.34 Uhr | partielle Mondfinsternis, in Deutschland wird der Mond etwa zur Hälfte verdeckt |
| Quelle: timeanddate.com |
Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn Sonne, Erde und Mond exakt auf einer Linie stehen – in dieser Reihenfolge. Die Erde wirft dabei einen langen Schatten in den Weltraum, der auf den Vollmond fällt. Je nachdem, wie dieser Schatten die Mondscheibe trifft, entsteht eine partielle, totale oder kaum sichtbare Halbschattenfinsternis. Der charakteristische Blutmond zeigt sich ausschließlich bei einer totalen Mondfinsternis. Dabei filtert die Erdatmosphäre das Sonnenlicht, das den Mond noch erreicht. Vor allem rotes Licht dringt hindurch – der Mond erscheint kupferrot bis rostfarben.
Mondfinsternis lässt sich mit bloßem Auge am einfachsten beobachten
Anders als bei einer Sonnenfinsternis benötigt man für die Beobachtung einer Mondfinsternis keine besonderen Hilfsmittel. Der Mond lässt sich gefahrlos mit bloßem Auge betrachten. Ein kleines Fernglas kann die Beobachtung unterstützen. Wer ein Teleskop nutzt, benötigt keine Schutzfolie. Ein Mondfilter kann jedoch sinnvoll sein, da der Vollmond sehr hell leuchtet, solange er noch nicht stark verdunkelt ist. (Quellen: Eigene Recherche, timeanddate.de) (tab)