„Die Würde des Kindes ist unantastbar“: Diese Auszeichnung krönt Königin Silvias Karriere


Nach Jahrzehnten im Einsatz: Diese Auszeichnung krönt Königin Silvias Karriere

Stand: 13.10.2026, 14:02 Uhr

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König Carl Gustaf und Königin Silvia lächeln bei ihrer Ankunft zum Goldhochzeitskonzert an der Königlichen Oper in Stockholm, elegant gekleidet und Arm in Arm

Königin Silvia und König Carl Gustaf treffen zum Goldhochzeitskonzert an der Königlichen Oper in Stockholm ein © Imago

Königin Silvia setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz von Kindern ein. In Düsseldorf wurde die schwedische Monarchin nun für ihr Engagement geehrt.

Düsseldorf – Königin Silvia von Schweden (82) hat in Düsseldorf eine besondere Anerkennung für ihren langjährigen Einsatz zum Schutz von Kindern erhalten. Am Freitag (9. Oktober) wurde der gebürtigen Deutschen im Hyatt Regency im Medienhafen der „Preis für Kindeswohl 2026“ verliehen. Mit der Auszeichnung würdigen die Stiftung Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland und der Heimatverein Düsseldorfer Jonges ihr jahrzehntelanges Engagement für die Rechte und den Schutz junger Menschen. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro, wie die „Bild“ berichtet.

Für Silvia ist der Einsatz für gefährdete Kinder seit vielen Jahren ein zentrales Anliegen. 1999 gründete sie die World Childhood Foundation. Die Organisation unterstützt inzwischen in zahlreichen Ländern Projekte für Kinder, die von Gewalt, sexuellem Missbrauch oder Vernachlässigung betroffen sind. Ihr Ziel ist es, gefährdete Mädchen und Jungen besser zu schützen und ihnen ein sicheres Aufwachsen zu ermöglichen.

Eine Stiftung mit klarem Auftrag

Warum Silvia mit der Ehrung ausgezeichnet wurde, erläuterte Norbert Hüsson (70), Vorstandsvorsitzender der Stiftung Regenbogenland. „Die Würde des Kindes ist unantastbar“, betonte er laut „Bild“. Der Preis solle Menschen würdigen, die Kindern Gehör verschaffen und Verantwortung für deren Schutz übernehmen. Silvias langjähriger Einsatz passe in besonderer Weise zu diesem Anliegen.

Durch den Abend führte Moderator Frank Plasberg (69). Die Laudatio hielt Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (56). Auch Elke Büdenbender (64), die Ehefrau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (70), gratulierte der Monarchin in einer Videobotschaft. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben. 2022 ging sie erstmals an die Rechtsmedizinerin Elisabeth Trube-Becker (1919–2012), die sich maßgeblich gegen Kindesmisshandlung eingesetzt hatte. 2024 wurde Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (74) geehrt.

Silvias Besuch in Düsseldorf war zugleich eine Rückkehr an einen wichtigen Ort ihrer Jugend. Wie „Antenne Düsseldorf“ berichtete, besuchte die Königin am selben Tag die Eröffnung des neuen Luisen-Gymnasiums. Dort hatte sie 1963 ihr Abitur abgelegt. Anschließend empfing Keller sie im Rathaus, wo sie sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Bei ihrer Rede am Gymnasium erinnerte Silvia an ihre eigene Schulzeit und die Veränderungen, die Düsseldorf seitdem erlebt hat. Zugleich würdigte sie die Bemühungen um gute Lernbedingungen für junge Menschen. 

Verwendete Quellen: Bild, Antenne Düsseldorf