Nach Schuss auf 14-Jährigen in Schwabing: Rathaus-Politiker fordern schärfere Regeln für Spielzeug-Waffen
Stand: 23.08.2026, 12:21 Uhr
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Ein 14-Jähriger wurde in Schwabing von einem Polizisten angeschossen. Nun drängen Grüne und SPD auf strengere Vorgaben für Softair-Waffen.
München – Ein 14-Jähriger war in Schwabing mit einer offenbar täuschend echt aussehenden Softair-Pistole unterwegs. Passanten hielten das Spielzeug für eine echte Waffe und alarmierten die Polizei. Über den weiteren Verlauf gibt es widersprüchliche Aussagen. Die Ermittlungen dazu dauern an. Fest steht: Ein Beamter schießt dem Jugendlichen in den Oberkörper. Der 14-Jährige kommt ins Krankenhaus, überlebt. Grüne und SPD im Münchner Rathaus nehmen den Vorfall zum Anlass, schärfere Regeln für Softair-Waffen zu fordern. Schließlich könnten täuschend echte Spielzeug- und Softairwaffen zu lebensgefährlichen Verwechslungen führen, heißt es in einer Mitteilung.
Nach Vorfall in Schwabing: Grüne und SPD fordern schärfere Regeln für Spielzeug-Waffen
Die Fraktionen fordern daher, dass die Stadt sich gegenüber Bund, Freistaat und über den Deutschen Städtetag für eine Verschärfung der gesetzlichen Regelungen einsetzt. Spielzeug-, Softair- und vergleichbare Waffen sollten nicht mehr verkauft werden dürfen, wenn sie aufgrund von Größe, Form und Gestaltung nicht unmittelbar von echten Schusswaffen zu unterscheiden sind.
„Spielzeug darf nicht mit einer echten Waffe zu verwechseln sein“, sagt Serzan Celik (Grüne). Denn im Ernstfall blieben nur Sekunden, um die Situation einzuschätzen. „Der Vorfall in Schwabing zeigt, welche lebensgefährlichen Folgen diese Verwechslung haben kann. Deshalb brauchen wir strengere Regeln für täuschend echte Waffenimitate. Es ist höchste Zeit, klare Grenzen zu setzen.“
Nach Vorfall in Schwabing: „Der beste Schutz wäre eine entsprechende Gesetzesänderung.“
Es gebe keinen nachvollziehbaren Grund, warum es täuschend echt aussehende Spielzeugwaffen geben sollte, sagt SPD-Stadträtin Lena Odell. „Sie sind potentiell eskalativ, wie der Vorfall in Schwabing tragisch gezeigt hat. Der beste Schutz vor Missverständnissen wäre eine entsprechende Gesetzesänderung.“