Tödlicher Unfall auf Alp Kohlschlag: Uhrzeit der Fahrt wirft Fragen auf
Publiziert30. Juli 2026, 20:27
Mädris-Vermol SGNach tödlichem Unfall helfen Freiwillige auf der Alp aus
Der Unfall mit zwei Todesopfern auf der Alp Kohlschlag erschüttert die Region. Freiwillige übernehmen nun Alparbeiten, damit die Tiere versorgt sind.
Darum gehts
- Am Mittwoch kurz nach 2 Uhr kam es auf der Alpstrasse zwischen der Alp Hochsäss und der Alp Chläui zu einem Unfall.
- Ein 18-Jähriger und eine 19-Jährige verstarben. Ein 21-Jähriger verletzte sich schwer und ein 17-Jähriger leicht.
- Die Unfallopfer hatten einen Bezug zur Alp Kohlschlag. Nach Recherchen von 20 Minuten sei einer von ihnen dort angestellt. Noch am Mittwoch kamen Aushilfen auf die Alp, um den Betrieb zu unterstützen.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kam es unterhalb der Alp Chläui zu einem tragischen Unfall: Aus bislang unbekannten Gründen kam ein Auto von der Strasse ab und stürzte hundert Meter den steilen Hang hinunter.
Ein 18-Jähriger und eine 19-Jährige wurden dabei tödlich verletzt. Ein 21-Jähriger wurde mit schweren, ein 17-Jähriger mit leichten Verletzungen ins Spital geflogen.
Uhrzeit des Unfalls wirft Fragen auf
Die Alpstrasse zwischen der Alp Hochsäss und der Alp Chläui darf nur mit einer Fahrbewilligung befahren werden. Vor Ort bestätigten mehrere Personen, dass der Fahrer eine Fahrbewilligung besessen hatte. Warum die Gruppe jedoch nachts um 2 Uhr unterwegs war, bleibt allen ein Rätsel.
Die Kantonspolizei St. Gallen teilt auf Anfrage mit, dass die Ermittlungen noch laufen und die Unfallursache sowie der Grund für die Fahrt in der Nacht noch nicht bekannt sind.
Grosse Solidarität
Recherchen von 20 Minuten zeigen, dass die vier Jugendlichen einen Bezug zu einer Alpkorporation haben, zu der die Alp Hochsäss und die Alp Chläui gehören. Der 21-Jährige war auf der grossen Privat-Alp als Kuhhirte angestellt. Auch die anderen drei Personen sollen auf der Alp tätig gewesen sein.
Der tragische Unfall erschüttert die Älpler: «Es ist tragisch», so das Echo. Als Folge des schweren Unfalls hat das Sennäbeizli auf der Alp Kohlschlag seinen 1.-August-Brunch abgesagt. In der Region ist grosse Solidarität zu spüren: Freiwillige haben sich bereits gemeldet, um die anstehenden Alparbeiten zu übernehmen – damit sichergestellt wird, dass die Tiere versorgt werden.
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