New York verbietet Pferdekutschen im Central Park
Nach tödlichem Unfall :
New York verbietet Pferdekutschen
14.10.2026, 13:01Lesezeit: 2 Min.

Zu gefährlich: Im Juni entlief im Central Park ein Kutschpferd, ein Tourist aus Indien kam ums Leben.dpa
Im Sommer 2028 sollen die letzten Pferdekutschen durch New York fahren. Das Gesetz, das die Kutschen verbietet, wird nach einem Jugendlichen benannt, der bei einem Unfall mit einer Kutsche getötet wurde.
Mit Kutschfahrten durch New York ist es bald vorbei. Nach jahrzehntelangen Debatten über die Sicherheit von Fahrgästen und Pferden kündigte der Stadtrat jetzt an, bei der Sitzung in der kommenden Woche für ein Verbot der Kutschen zu stimmen. Im Mai oder Juni 2028 sollen die letzten Pferdekutschen durch New York fahren. Die Sprecherin des Stadtrats, Julie Menin, begründete das neue Gesetz mit der öffentlichen Sicherheit.
Der Central Park, in dem die Kutschen zu den bekanntesten Touristenattraktionen gehören, sei inzwischen zu belebt, um die traditionellen Gespanne sicher lenken zu können. Das erwartete Gesetz soll nach dem indischen Jugendlichen Romanch Mahajan benannt werden. Der Achtzehnjährige war im vergangenen Juni bei einem Unfall im Central Park verstorben. Als das Pferd damals mit der Kutsche durchging, in dem Romanch mit seiner Familie saß, hatte er sich schwere Kopfverletzungen zugezogen.
Kutschfahrten haben eine lange Tradition
Die Kutschfahrten durch den Central Pak sind so alt wie die Grünanlage selbst. Verschiedene Unternehmer boten nach der Eröffnung im Jahr 1858 die ersten Fahrten an, um Besucher die mehr als 340 Hektar große Fläche zwischen Upper West Side und Upper East Side in Manhattan erkunden zu lassen. „Eines ist in New York bei Weltwirtschaftskrise, zwei Weltkriegen, wechselnden Bürgermeistern und Jahrzehnten des Wandels geblieben, wie es war: Man konnte immer mit einer Kutsche durch den Central Park fahren“, heißt es auf der Website der Horse Carriage Company.
Nach Schätzungen der Betreiber werden jedes Jahr mehr als 330.000 Kutschfahrten gebucht. Tierschützer hatten in der Vergangenheit dennoch wiederholt ein Ende der Kutschfahrten gefordert. Im vergangenen Juni, kurz vor Romanchs tödlichem Unfall, flammten die Proteste abermals auf, als ein Pferd auf den geteerten Wegen zusammenbrach und vor den Augen Dutzender Besucher starb.