Nati-Stars machen Geheimnis um geplante Aktion
Vor brisantem Israel-Duell
Nati-Stars machen Geheimnis um geplante Aktion
Das Playoff-Duell der Nati gegen Israel ist nicht nur sportlich, sondern auch politisch brisant, nachdem es rund um die Nations-League-Spiele von Israels Männern zu Aktionen und Vorfällen gekommen ist. Ana-Maria Crnogorcevic will nicht verraten, was die Mannschaft im Vorfeld für eine Aktion geplant hat.
Publiziert: 19:55 Uhr
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef
Als die Frauen-Nati 2014 das letzte Mal gegen Israel spielte (und 9:0 und 5:0 gewann), war Ana-Maria Crnogorcevic (36) bereits mit dabei. Ebenso wie Captain Lia Wälti und Noelle Maritz. Alle drei gehören heute, zwölf Jahre später, zum vierköpfigen Mannschaftsrat im Team von Rafel Navarro. Die vierte im Bunde ist Géraldine Reuteler.
Dem Gremium kommt in diesen Tagen eine spezielle Rolle zu, schliesslich stellt sich die Frage, ob die Nati im Vorfeld des politisch brisanten Duells mit Israel eine Aktion geplant hat, wie dies zuletzt die Iren und Kosovaren bei den Männer-Spielen getan hatten. Die Antwort lautet zwar ja, klar ist aber, dass es am Spieltag selbst keine Aktion geben wird. «Wir respektieren auf dem Platz unsere Gegnerinnen», so Crnogorcevic. Verraten, was von Seite der Spielerinnen zu erwarten ist, will die Rekord-Internationale 48 Stunden vor Anpfiff aber nicht. «Ihr werdet es sehen.»
Gespräch zwischen Team und Verband
Somit geht der letzte Woche geäusserte Wunsch von Trainer von Rafel Navarro («Was ich nicht möchte, ist, dass wir am Tag vor dem Spiel über solche Dinge sprechen müssen») nicht in Erfüllung, will die Nati mit ihrer Aktion im Vorfeld des politisch brisanten Duells eine Botschaft platzieren und damit Aufmerksamkeit erregen. Der Spielerinnen-Rat vermittelte in den letzten Tagen zwischen Mannschaft und Verband. Am Dienstag fand unter der Führung von Captain Wälti eine Teamsitzung statt, in der jede Spielerin ihre Meinung kundtun konnte. «Recht unspektakulär», so Crnogorcevic.
Für die Berner Oberländerin ist das Thema nicht neu. Bereits bei den letzten Duellen 2014, aber auch in den letzten Jahren nach Ausbruch des Gaza-Konflikts, wurde über die politische Situation im Land des Gegners am Freitag immer wieder gesprochen. «Wir sind eine interessierte Mannschaft, die untereinander immer wieder darüber diskutiert, was in der Welt passiert.»