10 Millionen Dollar Kopfgeld: Iran soll Barron Trump mit ins Visier genommen haben – auch Netanjahu erhebt Vorwürfe


Netanjahu: „Iran wollte einen meiner Söhne töten“ – auch Trump-Sohn im Visier?

Stand: 24.08.2026, 20:38 Uhr

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Netanjahu erhebt schwere Vorwürfe gegen Teheran – gleichzeitig kursiert ein Video, in dem ein Kopfgeld auf Trumps jüngsten Sohn genannt wird.

Tel Aviv/Teheran – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat berichtet, dass der Iran versucht haben soll, einen seiner Söhne zu ermorden. Nahezu zeitgleich kursiert ein Video des iranischen Staatssenders Channel 3, das offenbar ein Kopfgeld auf Barron Trump, den Sohn von US-Präsident Donald Trump, ausruft.

Israels Ministerpräsident Netanjahu und US-Präsident Trump

Netanjahu und Trump führen gemeinsam Krieg gegen den Iran. (Archivfoto) © Alex Brandon/AP/dpa

Beide Vorfälle sind bislang von iranischer Seite nicht kommentiert worden – sie reihen sich jedoch in ein wachsendes Muster von Drohungen gegen Familienangehörige westlicher Staatschefs ein. Trump hatte erst vor wenigen Tagen angesichts der stockenden Verhandlungen mit dem Iran einen „Wirtschaftskrieg“ gegen das Land angekündigt. Es werde sich um „die vernichtendste Wirtschaftsoperation“ aller Zeiten handeln, erklärte er.

Netanjahu berichtet von mutmaßlichem Attentatsversuch auf einen seiner Söhne

In einem Telefonat mit dem Militärkorrespondenten Noam Amir vom israelischen Sender Channel 14 hat Netanjahu am Montag schwere Vorwürfe gegen Teheran erhoben. „Etwas Unglaubliches ist geschehen: Der Iran hat einen meiner Söhne ins Visier genommen“, sagte der Ministerpräsident laut einem Mitschnitt des Gesprächs, wie die Jerusalem Post berichtet. Netanjahu ließ offen, welcher seiner beiden Söhne – Yair oder Avner – gemeint war. Auch über den genauen Zeitpunkt oder die Umstände des mutmaßlichen Attentatsversuchs machte er keine Angaben.

Im selben Gespräch betonte Netanjahu, dass der Schutz seiner Familie keine Selbstverständlichkeit sei. „Ohne diesen Schutz könnten sie Erfolg haben“, sagte er mit Blick auf die iranische Bedrohung. Bereits im Juli hatte das israelische Ministerialkomitee für Shin-Bet-Angelegenheiten einen erweiterten Personenschutz für Netanjahus Frau Sara sowie die Söhne genehmigt. Eine offizielle Stellungnahme aus Teheran zu den Vorwürfen liegt nicht vor.

Kurz nach Bekanntwerden der Äußerungen Netanjahus erklärte der bekannte israelische Journalist Amit Segal auf seinem Telegram-Kanal, dass der angebliche Mordanschlag seit „Monaten“ bekannt sei, aber einer Nachrichtensperre unterliege.

KI-Video oder Propaganda aus Teheran? „Zehn Millionen Dollar“ für Barron Trump

Unabhängig davon hat der iranische Staatssender Channel 3 offenbar ein Video ausgestrahlt, das Barron Trump, den 20-jährigen Sohn von US-Präsident Donald Trump, ins Visier nimmt. Das knapp dreiminütige Video trug den Titel „Wo soll man Barron Trump umbringen?“ und soll ein Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar auf ihn ausgerufen haben. Ob das Video tatsächlich im Auftrag der iranischen Regierung produziert wurde und ein Kopfgeld ausgesetzt ist, ist nicht bekannt. Der iranische Exil-Journalist Niyak Ghorbani hatte den Clip zuerst auf der Plattform X veröffentlicht und damit internationale Aufmerksamkeit erregt.

Das mutmaßlich mit Künstlicher Intelligenz generierte Video beschreibt laut Medienberichten den Alltag des jüngsten Trump-Sohnes in Washington – darunter seinen Weg zur Universität und seine Präsenz auf dem Campus. Im Video heißt es demnach: „Auf dem Campus ist er niemals allein, nicht einmal für eine Sekunde.“ Zugang zu Barrons Studentenwohnheim habe nur die „Oberschicht“ der Studenten, weshalb der „erste Schritt“ darin bestehe, Kontakt zu diesen Kommilitonen herzustellen. Dazu habe Teheran die Online-Accounts von Barron Trump bei Discord und dem Fußball-Videospiel FIFA identifiziert.

Das Video schließt laut Berichten mit dem Satz: „Millionen FIFA-Spieler gegen Trump warten darauf, von uns einen Preis von zehn Millionen Dollar zu erhalten.“

Aus dem Iran folgten bereits Morddrohungen gegen Melania Trump

Das Video ist neben sozialen Medien auch auf der Website eines iranischen Instituts zur Verbreitung religiöser Informationen abrufbar (Stand: 24. August). Eine offizielle Reaktion der US-Regierung auf den Vorfall ist in den vorliegenden Quellen nicht dokumentiert. Auch der Iran hat sich bislang nicht zu dem Video mit dem Titel „Wo soll man Barron Trump töten?“ geäußert.

Bereits im letzten Monat wurden Barron Trump sowie dessen Mutter Melania in einem mit dem Iran in Verbindung stehenden Video bedroht. Der Clip mit dem Titel „Wo soll man Melania töten?“ zeigt die First Lady und ruft „Freiheitskämpfer“ dazu auf, gegen Trumps Ehefrau vorzugehen, berichtet Newsweek. Der Secret Service erklärte gegenüber dem US-Portal, dass man alles untersuche, „was als Bedrohung für die von uns geschützten Personen angesehen werden könnte“. (Quellen: Jerusalem Post, AFP, Channel 3, Welt, Channel 14, Newsweek) (nak)