DFB-Pokal: 1. FC Köln und VfL Wolfsburg entgehen Blamagen
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Ein lange Zeit einfallsloser 1. FC Köln um Jungstar Said El Mala hat eine Auftaktblamage im DFB-Pokal gegen Drittliga-Aufsteiger Würzburger Kickers gerade noch abgewendet. Dank eines Doppelpacks von Isak Johannesson drehte die Mannschaft von Trainer René Wagner beim mühsamen 2:1 (0:1) einen Rückstand in der zweiten Halbzeit gegen tapfere Unterfranken und zog mit Ach und Krach zum vierten Mal in Serie in die zweite Runde des Wettbewerbs ein.

Vor 12.100 Zuschauern in der ausverkauften Kickers-Arena ließ David Abrangao die Würzburger mit seinem Treffer in der 18. Minute nach einer Flanke von Tim Kraus auf die Sensation hoffen. Mit einem Doppelpack bewahrte Johannesson (62., 77.) die lange schlampig spielenden Kölner vor dem Bundesligabeginn am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim vor einem bösen Fehlstart.
Said El Mala: Mit der 10 wie einst Podolski
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Das vermeintliche Kölner Erfolgskonzept war zu durchschaubar: Ball auf El Mala - und ihm wird schon etwas einfallen. Das war aber kaum der Fall, weil auch die Teamkollegen zu selten auf den Jungstar eingingen. Außerdem arbeitete sich an El Mala der Würzburger Liam Omore ab, der auch immer wieder von Leo Eberle unterstützt wurde. So hatten die Kölner zwar mehr Ballbesitz gegen tief stehende Würzburger, doch ein Klassenunterschied blitzte so anfangs kaum auf.
El Mala hatte den Kölner Transfersommer bestimmt. Bietet ein Verein angeblich mehr als 50 Millionen Euro für den Offensivspieler? Es fand sich kein Club, zuletzt stieg auch Borussia Dortmund aus dem Poker aus. Und so verlängerte El Mala seinen Vertrag vorzeitig um eine weitere Saison bis zum Sommer 2031. Dafür gab es für den deutschen Junioren-Nationalspieler dann auch die prestigeträchtige Trikotnummer 10. Als erster Kölner seit Vereinsikone Lukas Podolski darf sie El Mala tragen.
Der Rückstand fiel zwar ein wenig wie aus dem Nichts, doch die Kickers warfen ihre ganze Leidenschaft in die Waagschale. Wenige Minuten später flogen Tennisbälle aus dem Kölner Fanblock auf den Rasen, um gegen die Montagsspiele im Profifußball zu protestieren. Dann schlug Johannesson zu, der bei seinem zweiten Treffer Hilfe vom Pfosten hatte. Glück hatte Köln, als Würzburg kurz vor Schluss noch Aluminium traf.
DFB-Pokal: HSV bereit für Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund

Erst 16 Jahre alt und schon Torschütze für den HSV: Louis Lemke (vorn).© firo Sportphoto | firo Sportphoto
Souverän ist dagegen der Hamburger SV in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Bundesligist gewann beim Drittligisten SC Verl in der mit 5207 Zuschauern ausverkauften Sportclub-Arena in Ostwestfalen mit 3:0 (1:0). Das dritte Tor für die Hamburger erzielte der erst 16 Jahre alte Louis Lemke (50. Minute). Die weiteren Treffer für die Rothosen, die nach dem Tod des jahrelangen Investors Klaus-Michael Kühne mit einem Trauerflor aufliefen, erzielte Stürmer Albert Grönbaek (41., 46.).
Der Bundesligist kam im ersten Pflichtspiel der Saison nur schwer in die Partie. Nach dem gelungenen Auftakt geht es für den Hamburger SV am Wochenende in der Bundesliga direkt mit einem schwierigen Auswärtsspiel los: Die Hamburger treten am Samstagabend im Topspiel bei Vizemeister Borussia Dortmund an.
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Dank Arnold und Elfmeter-Können: VfL Wolfsburg zieht Kopf noch aus der Pokalschlinge
Mit Maximilian Arnold kam die Wende: Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg hat im DFB-Pokal nur mit viel Mühe eine Blamage verhindert. Das Team von Cheftrainer Tobias Strobl gewann beim Regionalligisten VSG Altglienicke nach dreimaligem Rückstand 6:5 im Elfmeterschießen und zog zum fünften Mal in Folge in die zweite Runde ein. Nach 120 Minuten hatte es 3:3 (2:2, 0:1) gestanden. Torhüter Jakub Zielinski überzeugte mit zwei gehaltenen Elfmetern gegen Sven Sonnenberg und Mehmet Ibrahimi, Verteidiger Kilian Fischer verwandelte den entscheidenden Versuch.
Kapitän Arnold traf im Amateurstadion von Hertha BSC nach seiner Einwechslung doppelt (55./83.), zudem war Hauke Wahl (117.) erfolgreich. Der krasse Außenseiter war durch Jonas Nietfeld (6.), Jonas Saliger (71.) und Ibrahimi (109.) dreimal in Führung gegangen, doch Wolfsburg entging anders als der zweite Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim (2:5 beim SSV Jeddeloh II) einer peinlichen Pleite.