Neuauflage von „4 Tage – 4 Bands" 2027: Stadt rechnet mit 52.000 Euro Zuschussbedarf
Stand: 28.07.2026, 09:07 Uhr
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Der Ausschuss hat das Budget für das Festival „4 Tage – 4 Bands“ im Bürgergarten beschlossen. Kombitickets wird es künftig nicht mehr geben.
Bad Tölz – „Django 3000“ setzte den musikalischen Schlusspunkt, als die Stadt Bad Tölz 2025 zum Festival „4 Tage – 4 Bands“ in den Bürgergarten einlud. Die Fans waren aus dem Häuschen. Solche Veranstaltungen kosten indes – nicht wenig – Geld. Der Kur-, Tourismus- und Wirtschaftsausschuss hat deshalb in seiner jüngsten Sitzung über das Budget für die Veranstaltung 2027 diskutiert.
Eintrittspreis bei Band-Contest soll gesenkt werden
„4 Tage – 4 Bands“ findet abwechselnd mit dem Musikwettbewerb „Sound.Fest.Tölz“ statt, der im Juni im Rosengarten ausgerichtet wurde. Der Eintrittspreis von 10 Euro war dabei wohl etwas zu hoch, resümierte die Kulturreferats-Leiterin Heike Gassner. Man werde im Wiederholungsfall wieder auf 5 Euro zurückgehen. Den Contest wegen des geringeren Besucherzuspruchs nur alle drei Jahre stattfinden zu lassen, wie Christof Botzenhart (CSU) vorschlug, hielt Gassner indes nicht für nötig. „Das Grundkonzept steht.“ Organisatorisch sei das Festival gut zu stemmen.
Zuschussbedarf von 52.000 Euro
Der Sieger des Musikwettbewerbs („Molutov“ aus München) darf, wenn es terminlich passt, als bezahlte Formation bei „4 Tage – 4 Bands“ in 2027 auftreten. Weitere Bandnamen stehen noch nicht fest. Der Ausschuss befürwortete aber das Finanzkonzept der Veranstaltung, das sich inklusive Teuerungsrate an dem von 2025 orientiert. Es sieht als wichtigste Posten 22.000 Euro Honorare für die Künstler sowie dieselbe Summe für Bühne und Technik vor.
12.000 Euro kostet der Sicherheitsdienst. „Wird der ausgeschrieben?“, wollte Julia Dostthaler (CSU) wissen. „Wir fragen immer mehrere Angebote ab“, antwortete TI-Chefin Brita Hohenreiter. Weitere Ausgaben sind die Werbung (5000 Euro), die „kostspielig, aber nötig ist“ (Gassner), sowie auch eine Ausfallversicherung (2200 Euro). Summa summarum sind es brutto 66.450 Euro Ausgaben. Abzüglich 15.000 Euro Einnahmen durch den Ticketverkauf ergibt sich ein Zuschussbedarf von rund 52.000 Euro, die einstimmig im Haushalt 2027 angesetzt werden sollen.
Keine Kombi-Tickets mehr, weil Besucher abgewiesen werden mussten
Botzenhart wollte sich angesichts des Angebots nicht mit dem Preis von 5 Euro („Das ist ein Witz“) zufrieden geben. Brita Hohenreiter erläuterte den Hintergrund. Das Kombiticket für alle vier Konzerte habe heuer 15 Euro gekostet. Viele seien aber nicht in jedes Konzert gegangen. Und so sei es leider dazu gekommen, dass manche Einzelkonzert-Besucher an den Eingängen zurückgewiesen werden mussten, obwohl eigentlich noch Plätze frei gewesen wären. „Wir hätten mehr Tickets verkaufen können.“ Ein Kombiticket werde es künftig also nicht mehr geben. Willi Streicher (SPD) fand das sehr schade. „Das hatte Charme.“
Gute Stimmung bei beiden Veranstaltungen
Michael Lindmair (FWG) fand beide Veranstaltungen („Sound.Fest“ und „4 Tage – 4 Bands“) super. Sie hätten für viel gute Stimmung gesorgt. Dass der Musikwettbewerb noch keinen riesigen Zuschauerzuspruch erfahren habe, sei auch dadurch erklärbar, dass es das erste Mal war. Er plädierte dafür, am Zwei-Jahres-Rhythmus festzuhalten. Lindmair regte auch an, einmal über einen fest verlegten Stromanschluss im Bürgergarten nachzudenken.