Norden geht bei Millionen-Förderung erneut leer aus


Im Norden

Die Universität Hamburg (Archivbild)
picture alliance/dpa | Markus Scholz

Die Universität Hamburg ist Exzellenzuniversität. Bei der neuen Bewerbungsrunde sind andere Hochschulen im Norden gescheitert.

Die Universität Hamburg ist seit 2019 eine Exzellenzuniversität. Drei weitere deutsche Hochschulen und zwei Hochschulverbünde können künftig diesen Titel „Exzellenzuniversität“ tragen und kommen in den Genuss millionenschwerer Förderung. Für Hochschulen im Norden sieht es hingegen nicht gut aus.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) als stellvertretender Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) verkündeten die Hochschulen bei einer Pressekonferenz in Bonn.

Exzellens-Titel: Universität in Kiel zum vierten Mal gescheitert

Es handelt sich um die Universitäten in Freiburg, Jena und Köln. Die Rhein-Main-Universitäten in Darmstadt, Mainz und Frankfurt am Main sowie die TU Dortmund und die Uni Bochum („Ruhr Innovation Lab“) sind jeweils als Verbund bei der Förderung neu dabei. Für Einzeluniversitäten bedeutet der Titel bis zu 15 Millionen Euro Fördergeld jährlich, bei Verbünden bis zu 28 Millionen Euro.

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Die Universität Hannover, die Medizinische Hochschule Hannover und der Verbund der Universitäten Oldenburg und Bremen haben im Wettbewerb um neue Exzellenzstandorte keinen Zuschlag erhalten. Das teilten Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft nach der Entscheidung der Exzellenzkommission mit.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist mit ihrer Bewerbung um den Titel Exzellenzuniversität erneut gescheitert. Für Kiel war es die vierte gescheiterte Bewerbung seit 2005.

Universität Hamburg behält wichtigen Titel

Neun Hochschulen und ein Universitätsverbund werden von Bund und Ländern bereits als Exzellenzuniversitäten extra gefördert: Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe und Tübingen. Die Universität Hamburg kann sich ab 2027 für weitere sieben Jahre Exzellenzuniversität nennen. Ein internationales Expertenkomitee habe die Evaluation der weiteren Förderfähigkeit für die Hamburger Uni positiv beschieden, teilten Wissenschaftsrat und Deutsche Forschungsgemeinschaft im März in Bonn mit.

München ist mit der TU und LMU gleich zweimal vertreten sowie ein Verbund der drei Berliner Universitäten FU, HU und TU. Ihre Förderung war im Frühjahr ebenfalls für weitere sieben Jahre verlängert worden. Exzellenzuniversitäten müssen sich alle sieben Jahre einer Überprüfung der Fördervoraussetzungen stellen. 

Vergabeprinzip bei Exzellenzuniversitäten

Neben der Förderung als Exzellenzuniversität gibt es im Rahmen der sogenannten Exzellenzstrategie noch die Förderung sogenannter Cluster. Dabei geht es um spezielle Forschungsprojekte an einzelnen oder mehreren Hochschulen gemeinsam. Im vergangenen Jahr waren Projekte an 43 Universitäten in 13 Bundesländern für diese Förderung ausgewählt worden. Nur wer eine bestimmte Anzahl Cluster vorweisen kann, hat auch Chancen Exzellenzuniversität zu werden. 

Jährlich stellen Bund und Länder im Rahmen der Exzellenzstrategie 687 Millionen Euro zur Verfügung. 75 Prozent der Förderung kommen jeweils vom Bund, 25 Prozent vom Land, in dem die Einrichtung ihren Sitz hat. Gestartet wurden die Exzellenzwettbewerbe vor Jahren unter anderem, um den internationalen Ruf und das Image der deutschen Einrichtungen aufzupolieren. (dpa/esk)