Neue Integrationslotsen zertifiziert – sie sprechen 18 Sprachen
Stand: 17.07.2026, 06:01 Uhr
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In Neu-Isenburg haben sieben Ehrenamtliche die Qualifizierung zu Integrations- und Gesundheitslotsen abgeschlossen. Insgesamt gibt es jetzt 32 Lotsen in der Stadt.
Neu-Isenburg – Wenn die deutsche Sprache noch eine Hürde ist, dann sind sie zur Stelle: die Neu-Isenburger Integrations- und Gesundheitslotsen. Sie begleiten zu Behörden, unterstützen bei Gesprächen in Kitas und Schulen, informieren über Bildungs- und Freizeitangebote und vermitteln an Fachstellen. Gesundheitslotsen informieren über Präventions- und Gesundheitsangebote, unterstützen bei der Orientierung im Gesundheitssystem und helfen, Informationen verständlich zugänglich zu machen.

Jetzt haben drei neue Integrationslotsen und vier neue Gesundheitslotsen die Qualifizierung des hessischen „WIR“-Programms erfolgreich abgeschlossen.
Eigene Feier im Plenarsaal
Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein überreichten ihnen kürzlich bei einer kleinen Feier im Plenarsaal des Rathauses die Zertifikate. Die sieben neuen Lotsen bereichern die bestehende Gruppe der Integrations- und Gesundheitslotsen in Neu-Isenburg. Insgesamt gibt es nun 32 „WIR“-Lotsen in der Hugenotten- und Waldenserstadt. Sie stärken das ehrenamtliche Unterstützungsangebot der Stadt und helfen Menschen bei Fragen zu Alltag, Gesundheit sowie Integration und Teilhabe. Dank ihrer vielfältigen Sprachkenntnisse können sie Unterstützung in mehr als 18 Sprachen anbieten.
Ehrenamtliche Tätigkeit
Viele verfügen über internationale Lebens- und Migrationserfahrungen und kennen Herausforderungen durch Sprachbarrieren, Bürokratie oder den Zugang zu Angeboten, die sie nun in ihr Ehrenamt einbringen.
„WIR“-Integrationslotsen absolvieren vor ihrem Einsatz eine Basisqualifizierung mit mindestens 20 Unterrichtseinheiten, empfohlen werden 36 Unterrichtseinheiten. Die Ausbildung vermittelt Kenntnisse über das deutsche Integrations- und Sozialsystem, die Aufgaben von Behörden und Beratungsstellen sowie über Kommunikation, interkulturelle Kompetenz und den Umgang mit unterschiedlichen Lebenssituationen. Zudem werden Themen wie Datenschutz, Rollenverständnis, Grenzen des Ehrenamts sowie Diskriminierungs- und Diversitätssensibilität behandelt. Nach erfolgreichem Abschluss können die Integrationslotsen ehrenamtlich tätig werden und erhalten für ihre Einsätze eine Aufwandsentschädigung. Sie können in der Woche etwa fünf Stunden ehrenamtlich aktiv werden. Durch regelmäßige Fortbildungen, Workshops und Austauschtreffen werden ihre Kenntnisse kontinuierlich erweitert und ihre Arbeit fachlich begleitet. So sind sie gut darauf vorbereitet, Menschen mit Migrationsgeschichte kompetent zu unterstützen und an passende Regelangebote zu vermitteln.
Wer gern selbst Integrationslotse werden möchte oder Menschen mit Unterstützungsbedarf kennt, kann sich melden unter 06102 241570 oder per E-Mail integration.lotsen.stadt-neu-isenburg.de