Neue Schallschutzwände in Bad Sooden-Allendorf – Bahn verspricht weniger Lärm


Stand: 18.07.2026, 18:00 Uhr

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Lärmschutz Bahnstrecke Bad Sooden-Allendorf

Doppelter Schallschutz: Die Bewohner des unmittelbar benachbarten Geriatrie-Zentrums dürfte es freuen. © Chris Cortis

Die Deutsche Bahn errichtet neue Schallschutzwände entlang der Gleise in Bad Sooden-Allendorf. In der Kurstadt, Kleinvach und Ellershausen sinkt der Lärmpegel dadurch deutlich.

Bad Sooden-Allendorf – Von ratternden Zügen nicht mehr belästigt werden Anwohner entlang des Gleisabschnitts im Bereich von Bad Sooden-Allendorf. Die Arbeiten zur Errichtung von Schallschutzwänden, die im März begonnen hatten, sind bereits weit gediehen und sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, antwortete ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Zeitung.

Konkret betroffen von der Schutzvorkehrung sind die Kurstadt selbst sowie im Süden der Stadtteil Kleinvach und in nördlicher Richtung der Ortsteil Ellershausen. Auf diesem 7,8 Kilometer langen Gleisabschnitt entstanden oder entstehen die – geschätzt – bis zu fünf Meter hohen Schallschutzwände auf einer Länge von knapp fünf Kilometern. Exakt sind es nach Angaben der Bahn 4,6.

Schallschutzwände wie aus dem Baukasten

Wie in einem Baukastensystem bestehen die Wände aus in der Regel fünf Meter breiten und 50 Zentimeter hohen Elementen, die mit einem Gewicht von jeweils 38 Kilogramm an Pfeilern befestigt sind.

Grundlage der Vorkehrung ist laut Bahn „ein allgemeines, freiwilliges Lärmsanierungsprogramm des Bundes“, abgestimmt mit dem Bundesverkehrsministerium und dem Eisenbahnbundesamt. Kostenträger sei das Ministerium.

Projekt ist Teil eines Bundesprogramms

Das Projekt in Bad Sooden-Allendorf und seinen Stadtteilen gehört zu einem ganzen Bündel von bundesweiten Lärmschutzwänden auf rund 2000 Kilometern, die mit Kosten von 1,7 Milliarden Euro zu Buche schlagen. Zu den Kosten für das Badestädter Projekt nannte die Bahn keine konkreten Zahlen.

Die Frage des Lärmpegels mit Schallschutzwänden und ohne lasse sich pauschal nicht beantworten, da abhängig von der Lage des Wohngebäudes und der Trassenlage. Immerhin: In Ellershausen vermindere sich der Lärmpegel um knapp zehn, in der Kurstadt und in Kleinvach um mehr als zehn Dezibel. Legt man diese Werte zugrunde, bedeutet das, dass sich „die subjektiv empfundene Lautstärke“ halbiert.

Nach Abschluss aller Arbeiten, heißt es, sei eine Veranstaltung zur Inbetriebnahme „bislang noch nicht vorgesehen“. (Chris Cortis)