(+) Sternbrücken-Sperrung: Warum die Eimsbüttel-Schranke offen bleibt
Hamburg
Neue Schranke in Eimsbüttel steht doch wieder offen – das ist der Grund
Eine Schranke sollte auf der Eimsbütteler Chaussee den Verkehr während des Aufbaus der neuen Sternbrücke regulieren. Doch jetzt ist sie plötzlich seit Tagen außer Betrieb.
Als „einzigartige Lösung“ sollte die rot-weiße Schranke Wohnviertel in Eimsbüttel vor Ausweichverkehr während der Sternbrücken-Sperrung schützen. Vergangene Woche ging sie an der Kreuzung Eimsbütteler Chaussee/Waterloostraße in Betrieb – inklusive Kennzeichenerkennung. Doch seit Tagen steht sie wieder offen. Was ist passiert?
Hintergrund der Schranke ist der geplante Abriss der Sternbrücke: Dafür ist die Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße seit vergangener Woche bis voraussichtlich 2. September vollgesperrt.
Sternbrücken-Abriss: Verkehr wird über Eimsbütteler Chaussee geleitet
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Als eine der offiziellen Umleitungsstrecken ist die Eimsbütteler Chaussee ausgeschildert. Die Planer befürchteten allerdings, dass dadurch vermehrt Ausweichverkehr in die benachbarten Wohnviertel fließen könnte und es in den kleinen Straßen zu unübersichtlichen Situationen kommt. Deshalb wurde die Schranke installiert. Busse, Feuerwehr und Polizei sollten mithilfe der Kennzeichenerkennung weiterhin passieren können.
Die Installation sorgte am ersten Tag allerdings für Verwirrung und Chaos bei den Autofahrern. Gleich drei Pkw standen ratlos vor der Schranke, dahinter wartete ein Gelenkbus, der eigentlich passieren durfte. Teilweise kam es zu gefährlichen Wendemanövern. Bereits nach wenigen Stunden wurde die Schranke deshalb wieder geöffnet.
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Deutsche Bahn rüstete bei der Baustellenplanung der Sternbrücke nach
Die Deutsche Bahn reagierte daraufhin mit weiteren Maßnahmen in der Baustellenplanung: Der Verkehr sollte nicht mehr ungesteuert auf die Vollsperrung der Stresemannstraße zufahren. Dafür wurden am Neuen Pferdemarkt die beiden Fahrstreifen in Richtung Stresemannstraße, der zweite Rechtsabbieger aus der Feldstraße sowie zwei Fahrstreifen vor dem Knotenpunkt an der Budapester Straße gesperrt. Zudem leiten neue Hinweistafeln am Millerntor Lastwagen von der Stresemannstraße weg.
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„Diese Nachbesserungen scheinen zu greifen“, resümiert ein Bahnsprecher. Die Verkehrslage habe sich sowohl rund um die Stresemannstraße als auch an der Eimsbütteler Chaussee weitestgehend normalisiert. Der erwartete Stau sei bislang ausgeblieben – deshalb bleibe die Schranke bis auf Weiteres außer Betrieb. Abgebaut werde sie allerdings noch nicht.
„Ein Verkehrskonzept dieser Art ist besonders herausfordernd, wenn eine wichtige Hauptverkehrsachse wie die Stresemannstraße betroffen ist“, sagt ein Bahnsprecher. „Wir bitten alle Autofahrer um Verständnis.“