Neuer Elektro-Club öffnet an einem besonderen Ort – neben zwei anderen
KI-Stimme. Info
Neue Clubs an der Storkower Straße: Kurz nach dem sexpositiven „Rosa“ öffnet am Freitagabend (23. Oktober, 23 Uhr) mit dem „119“ ein weiterer Club für elektronische Musik in der Storkower Straße 119 in Prenzlauer Berg. Im September hatte in den Räumen des ehemaligen Technoclubs „Mensch Meier“ der „Club Rosa“ eröffnet. Ein sexpositiver Ort mit Schwerpunkt auf die queere und Kink-Szene und Awarenesskonzept. Nebenan, in der Storkower Straße 123, gibt es zudem seit Längerem den zum Rosa gehörenden Eventspace DSTRKT, in der ehemaligen Anomalie-Location.

Donnerstag
Mein Pankow-Newsletter
Bestellen Sie hier den wöchentlichen Newsletter zu Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Mit den drei Party-Locations wandelt sich langsam das Industriegebiet in der Storkower Straße. Mit dem neuen „Rosa“ und dem „119“ soll hier das Nachtleben eine feste Adresse bekommen. Viele Clubs in Prenzlauer Berg haben Probleme, weil Nachbarn sich von der Lautstärke gestört fühlen. Das ist hier nicht der Fall, betonen die Organisatoren. Der Club 119 will dabei an die Geschichte seines Gebäudes anknüpfen und einen Ort für zeitgenössische Clubkultur schaffen.

Blick von außen in den neuen Club „119“ in der Storkower Straße.© FUNKE Foto Services | Joerg Carstensen
Das musikalische Konzept des „119“ lautet: „Lokale Sounds auf zwei Floors zusammenbringen – von Techno bis House.“ Der neue Club verfügt über zwei Dancefloors, den „Block“ und die „Halle“. Auf dem Lineup der ersten Party im „119“ am Freitag stehen laut den Veranstaltern DJ Traytex, Shanda, Rill, Hontas, DEV, TRIS, BBetriebswirt und Choreophila. Drei weitere Partys sind bereits für die Folgewochenenden angekündigt, unter anderem von den Kollektiven „psYƨq“ und „Extra Energy“.
Auch interessant
Die Location des Clubs 119 hat eine spannende Geschichte
Zu der Location des Clubs gehören auch das ehemalige Tonstudio von „The BossHoss“ und der Kirche von Unten (KvU). Diese war zu DDR-Zeiten ein wichtiger Treffpunkt der alternativen Szene Ostberlins. Hier trafen sich Menschen, die abseits der staatlichen DDR-Strukturen ihre eigenen Wege suchten. Von der Kirche von Unten gingen auch die ersten Proteste und Initiativen aus, die schließlich im November 1989 zum Fall der Berliner Mauer führten.
Nach Wende und Wiedervereinigung zog die KvU 1992 zunächst in die Arkonahöfe am Berliner Mauerpark. Nach 22 Jahren haben sie diese 2014 verlassen und gingen in die Storkower Straße 119. Ende März 2025 musste sie hier wieder ausziehen.
Auch interessant
Auch Räume für Künstler gehören zum Konzept des Clubs 119
Um die Geschichte des Hauses wissen die Organisatoren des neuen Clubs: „Wir wollen auf jeden Fall wieder Kultur an diesen Ort bringen und haben auch bewusst einige Relikte aus der Vergangenheit des Gebäudes erhalten, um ein Stück seiner Geschichte weiterleben zu lassen“, erklärten sie. Auch Räume für Künstler gehören dabei zum Konzept. Und bis zum nächsten Sommer sollen die Außenflächen des Clubs neu gestaltet werden.