Rhein bei Königswinter: Menschenknochen in altem Fiat entdeckt


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Der niedrige Wasserstand des Rheins hat in diesem Sommer Dinge sichtbar gemacht, die sonst auf dem Grund des Flusses verborgen bleiben. In Königswinter bei Bonn stießen Einsatzkräfte dabei auf einen Fund, der nun die Polizei beschäftigt: ein offenbar jahrzehntealtes Autowrack – und menschliche Knochenreste.

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Entdeckt worden sei das Fahrzeug bereits Anfang August von der Feuerwehr in Königswinter im Rhein-Sieg-Kreis, teilte ein Sprecher der Bonner Polizei mit. Rund zwei Wochen später gelang es den Einsatzkräften, das Wrack aus dem Rhein zu bergen. Im Wagen und in dessen unmittelbarer Umgebung fanden sie Knochenfragmente. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über den Fund berichtet.

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Autowrack bei Königswinter könnte seit Jahrzehnten im Rhein liegen

Wie lange der Wagen bereits auf dem Grund des Rheins lag, ist noch unklar. Nach Einschätzung der Bonner Polizei könnte das Wrack dort jedoch seit Jahrzehnten gelegen haben. Einen wichtigen Hinweis auf sein Alter liefert das Fahrzeug selbst.

Bei dem geborgenen Auto handelt es sich vermutlich um einen Fiat aus einer Baureihe, die zwischen 1976 und 1984 produziert wurde. Sollte sich diese Einordnung bestätigen, könnte der Wagen bereits in den späten 1970er- oder 1980er-Jahren in den Rhein gelangt sein.

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Knochenreste im Rhein: DNA könnte entscheidende Hinweise liefern

Neben dem Fahrzeug selbst könnten auch die gefundenen Knochen Aufschluss darüber geben, was damals geschah. Bislang konnten die Ermittler allerdings keinen Vermisstenfall ausfindig machen, der sich eindeutig mit dem Wrack in Verbindung bringen ließe. Auch ist noch unklar, ob die Knochen von einer einzigen Person oder von mehreren Menschen stammen.

Nun hoffen die Ermittler, aus den Überresten noch DNA gewinnen zu können. Anhand dieses genetischen Materials ließe sich möglicherweise feststellen, von wem die Knochen stammen. Ob das nach der womöglich jahrzehntelangen Zeit im Rhein noch gelingt, ist allerdings offen. „Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, weil es schon so lange zurückliegt“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Damit bleibt auch die entscheidende Frage unbeantwortet, wie der Fiat überhaupt in den Rhein gelangte. Ob es sich um einen Unfall handelte oder ob hinter dem Fund eine Straftat steckt, lässt sich bislang nicht sagen. Dafür fehlen den Ermittlern noch belastbare Hinweise. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir nicht sagen, ob wir es hier mit einer Straftat zu tun haben“, sagte ein Sprecher der Bonner Polizei der „Bild“.