Niedrigwasser zwingt zu Notlösung auf Niedersachsens Straßen


Niedersachsen

Niedrigwasser stoppt Schifffahrt: Niedersachsen reagiert mit kontroverser Notlösung

8. August 2026 - 13:36

Frachtschiffe und ein Tanker fahren bei Niedrigwasser auf dem Rhein bei Düsseldorf flussabwärts.
Die anhaltend niedrigen Wasserstände führten zu erheblichen Einschränkungen der Binnenschifffahrt. (Symbolbild)
picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack

Das anhaltende Niedrigwasser bremst die Binnenschifffahrt aus. Niedersachsen reagiert und setzt das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lastwagen vorübergehend außer Kraft.

Niedersachsen setzt wegen des anhaltenden Niedrigwassers auf den Wasserstraßen das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lastwagen vorübergehend außer Kraft.

Damit sollen notwendige Ersatztransporte auf der Straße erleichtert werden, wie das Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Hannover mitteilte. Die Ausnahmeregelung gilt ab sofort bis zunächst zum 31. August.

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Sie gilt den Angaben zufolge für geschäftsmäßige oder entgeltliche Transporte mit Lastwagen über 7,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse sowie für Lastwagen mit Anhängern, sofern die Fahrten als Ersatz für wegen des Niedrigwassers eingeschränkte Transporte auf den Wasserstraßen erforderlich sind.

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Erhebliche Einschränkungen für Binnenschifffahrt

Die anhaltend niedrigen Wasserstände führten zu erheblichen Einschränkungen der Binnenschifffahrt und gefährdeten zunehmend Warenströme, erklärte das Ministerium. Mit der Ausnahmeregelung solle die Verlagerung von Transporten auf die Straße möglichst reibungslos erfolgen und unterschiedliche Regelungen der Bundesländer vermieden werden.

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„Die angespannte Lage auf relevanten Bundeswasserstraßen erfordert pragmatische Lösungen“, betonte Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Ziel sei es, Lieferketten und Warenströme zu stabilisieren und Produktionsstopps zu verhindern.

Niedersachsen hätte sich allerdings ein besser abgestimmtes Vorgehen der Länder gewünscht. Der Bund sei erst kurzfristig mit der Bitte um eine Aufhebung der Fahrverbote an die Länder herangetreten. (dpa/mp)

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