Norwegens WM-Euphorie hat ein bitteres Nachspiel: Dutzende Fans müssen nach der Party ins Krankenhaus
Stand: 12.07.2026, 20:53 Uhr
Das WM-Viertelfinale gegen England versetzte Norwegen in einen Ausnahmezustand. Die Feierlichkeiten in Oslo haben für zahlreiche Fans jedoch ein unangenehmes Nachspiel.
Oslo – Die Begeisterung in Norwegen über die WM 2026 hat auch nach dem Viertelfinal-Aus gegen England für riesige Menschenmengen gesorgt. Rund um das öffentliche Fanfest in Oslo mussten allerdings zahlreiche Besucher medizinisch versorgt werden. Nach Angaben der Notaufnahme suchten zwischen Mitternacht und 7 Uhr morgens insgesamt 45 Menschen ärztliche Hilfe.

Bei 24 Patienten standen die Verletzungen laut den Krankenakten in direktem Zusammenhang mit dem dramatischen WM-Spiel gegen England. Das teilte die stellvertretende Leiterin der Osloer Notaufnahme, Martine Enger, der Zeitung Aftenposten mit. Insgesamt seien deutlich mehr Patienten behandelt worden als in einer gewöhnlichen Wochenendnacht.
Polizei hat in Oslo alle Hände voll zu tun
Trotz der 1:2-Niederlage nach Verlängerung feierten die Fans ihre Mannschaft ausgelassen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB kamen zeitweise bis zu 135.000 Menschen im Zentrum der norwegischen Hauptstadt zusammen. Allein vor dem Königsschloss versammelten sich nach dem Abpfiff noch rund 20.000 Anhänger.
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Weltweit bekannt geworden sind die norwegischen Fans bei der diesjährigen WM durch ihr gemeinsames „Rudern“, das auch nach dem verlorenen Viertelfinale wieder tausendfach zu sehen war. Nach Angaben der Notaufnahme stand diese Fantradition allerdings in keinem der dokumentierten Verletzungsfälle.
Für die Polizei entwickelte sich die Nacht dennoch zu einem Großeinsatz. Medienberichten zufolge mussten die Beamten in Oslo und weiteren Städten unter anderem wegen Trunkenheit, Schlägereien und weiterer Ordnungsstörungen eingreifen. Die Feierlichkeiten rund um das bislang erfolgreiche WM-Turnier verliefen damit nicht überall friedlich.