Nutzfahrzeug-Hersteller: Daimler Truck meldet Gewinneinbruch im zweiten Quartal


Trotz mehr verkaufter Lkw und eines höheren Umsatzes hat Daimler Truck den Gewinn im zweiten Quartal fast halbiert. Zur Begründung verweist der Dax-Konzern auf US-Zölle.

Quelle: DIE ZEIT, dpa,

lk

  1. August 2026, 8:13 Uhr

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Daimler Truck Gewinn Einbruch Quartal Konzernergebnis
Die Prognose für das Gesamtjahr hatte Daimler Truck zuletzt angehoben. © Ronny Hartmann/​AFP/​Getty Images

Der Gewinn des Nutzfahrzeugherstellers Daimler Truck ist im zweiten Quartal um 48 Prozent eingebrochen. Das Konzernergebnis sank im Vergleich zum Vorjahresquartal von 245 Millionen auf 128 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte. Zölle hätten sich weiterhin belastend auf die Profitabilität ausgewirkt, heißt es in der Mitteilung (PDF).

Der Umsatz stieg dagegen um fünf Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) fiel um neun Prozent auf 360 Millionen Euro. Im Industriegeschäft, also ohne Finanzdienstleistungen, ging das Ebit um 20 Prozent zurück.

Auch der Absatz wuchs. Daimler Truck verkaufte 86.707 Lastwagen und Busse, acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Für die Zukunft zeigt sich der Konzern deshalb hoffnungsvoll: »Die starke Geschäftsentwicklung bei Trucks North America, die Aussicht auf höhere Absatzzahlen und die geringere erwartete Zollbelastung im weiteren Jahresverlauf bestärken uns darin, unsere Prognose für das Gesamtjahr anzuheben«, sagte Konzernchefin Karin Rådström. Der Konzern rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit beschleunigtem Ergebniswachstum und hatte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr kürzlich erhöht.

Gewinn brach bereits 2025 um ein Drittel ein

Im vergangenen Jahr war der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr bereits um 34 Prozent auf zwei Milliarden Euro gesunken, im ersten Quartal dieses Jahres brach er um 80 Prozent ein.

Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck im vergangenen Jahr ein Sparprogramm aufgelegt. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro sinken. In Deutschland fallen dafür etwa 5.000 Stellen weg, betroffen ist vor allem die Lkw-Marke Mercedes-Benz. Auch in Nordamerika will der Konzern sparen.