Nvidia investiert 5 Mrd. Dollar in den Forscher, der den OpenAI-Putsch plante


Stand: 28.07.2026, 13:14 Uhr

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Ilya Sutskever war an der dramatischen Entlassung von Sam Altman beim Tech-Giganten im Jahr 2023 beteiligt.

Nvidia hat zugestimmt, 5 Mrd. Dollar (4 Mrd. Pfund) in ein geheimnisumwittertes Start-up für Künstliche Intelligenz (KI) zu investieren, das von einem ehemaligen OpenAI-Manager gegründet wurde, der einen Aufstand im Aufsichtsrat gegen Sam Altman angeführt hatte.

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Dieser Artikel von Tom Haynes entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.

Der Chipkonzern unterstützt Safe Superintelligence (SSI), ein KI-Unternehmen, das von Ilya Sutskever nach seinem dramatischen Bruch mit dem ChatGPT-Entwickler ins Leben gerufen wurde. Herr Sutskever, Mitgründer von OpenAI und früherer Chief Scientist des Unternehmens, spielte eine zentrale Rolle bei der Entlassung von Herrn Altman, dem Vorstandschef, im November 2023 mit der Begründung, er sei gegenüber dem Aufsichtsrat nicht „durchgängig offen“ gewesen.

Nvidia

Nvidia und fast 40 weitere Technologieunternehmen haben eine KI-Sicherheitsallianz ins Leben gerufen. (Archivbild) © Andrej Sokolow/dpa

Herr Altman wurde jedoch innerhalb weniger Tage wieder eingesetzt, nachdem Hunderte von Mitarbeitern mit Kündigung gedroht hatten und Investoren sich hinter ihn stellten. Herr Sutskever revidierte letztlich seine Haltung zur Entlassung von Herrn Altman und forderte dessen Rückkehr. Sechs Monate später verließ er OpenAI, um SSI zu gründen, das sich bislang äußerst verschwiegen zeigt.

Trotz einer Bewertung von 32 Mrd. Dollar für SSI durch führende Silicon-Valley-Investoren nur wenige Monate nach seinem Weggang hat Herr Sutskever bislang kaum Details zu der Technologie offengelegt, die dort entwickelt wird. Sein neues Start-up hat bislang weder ein Produkt auf den Markt gebracht noch Forschungsarbeiten veröffentlicht und erklärt stattdessen, es konzentriere sich darauf, sicherere KI-Systeme zu entwickeln, bevor diese kommerzialisiert werden.

Geheimer KI-Ansatz und Zugriff auf modernste Nvidia-Chips

Der jüngste Deal verschafft SSI zudem Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten KI-Chips und ermöglicht es dem Unternehmen, seine Rechenkapazität im kommenden Jahr zu verzehnfachen. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben, doch Quellen sagten dem Wall Street Journal, Nvidia habe sich zu rund 5 Mrd. Dollar verpflichtet. Nvidia ist außerdem ein Großinvestor bei OpenAI und hat sich Anfang dieses Jahres verpflichtet, 30 Mrd. Dollar in das Labor zu stecken.

Vor seinem Bruch mit OpenAI war Herr Sutskever einer der einflussreichsten Forscher des Unternehmens und trug maßgeblich zur Entwicklung der Technologie hinter ChatGPT bei. Er hatte zuvor argumentiert, dass das bloße Hinzufügen von mehr Rechenleistung und Daten zu KI-Systemen möglicherweise nicht mehr zu denselben Leistungssprüngen führe, was darauf hindeutet, dass sein Unternehmen einen anderen Ansatz verfolgt.

Sutskevers Strategie und Nvidias expansive Investitionspolitik

Am Montag sagte Herr Sutskever: „Wir haben Forschung, die es verdient, skaliert zu werden, und der Zugang zu einem großen Nvidia-Computer wird uns das ermöglichen.“ Jensen Huang, Nvidias Vorstandschef, sagte: „Wir sind gespannt, welche neuen Durchbrüche SSI entdecken wird.“ Die Investition ist das jüngste Zeichen dafür, dass Nvidia neben seinen Chips auch seine Finanzkraft einsetzt, um seine Position im KI-Wettrennen zu stärken.

Das Unternehmen hat bereits Milliarden in mehrere Start-ups investiert, die ebenfalls auf seine Hardware angewiesen sind. Am Montag wurde zudem bekannt, dass Nvidia in Gesprächen steht, um eine Finanzierungsgarantie von bis zu 250 Mrd. Dollar zu stellen, damit OpenAI Rechenkapazität für ein riesiges Rechenzentrumsprojekt in Ohio anmieten kann.

Wachsende Bedenken über enge Verflechtungen in der KI-Branche

Die zunehmende Zahl von Deals zwischen Chip-Herstellern und KI-Entwicklern hat Bedenken über die zirkuläre Natur dieser Transaktionen ausgelöst, da einige Chipriesen verstärkt in Unternehmen investieren, die sie zugleich beliefern. Diese Sorgen trugen am Montag zu einem Kursrückgang der Nvidia-Aktie um 5 Prozent bei und ließen an einem einzigen Tag 250 Mrd. Dollar (188 Mrd. Pfund) an Börsenwert des weltweit größten börsennotierten Unternehmens verpuffen.